Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (7) Heimweh stärker als Fremdenlegion

Nürnberg (ots) - Am 05.01.2000 rief ein 21-jähriger Rumäne über den Polizeinotruf von Nürnberg-Röthenbach aus an und verlangte dringend die Polizei. Der Streife erklärte der Rumäne, dass er illegal in Deutschland sei und nun nach Hause möchte. Er wurde vorläufig festgenommen und der Kriminalpolizei überstellt. Hier gab er an, dass er von Rumänien aus nach Frankreich reisen wollte, um in die Fremdenlegion einzutreten. Auf seiner zweimonatigen Reise habe er sich in Wäldern oder unter Brücken aufgehalten und von selbst erlegtem Wild ernährt. Um sich auf die Fremdenlegion vorzubereiten, betrieb er intensives Kraft- und Lauftraining. Nachdem er von Rumänien über Ungarn nach Österreich gelangt war, will er sich in Österreich auf einem Parkplatz unter einem Lastwagen versteckt haben. Hier wartete er, bis dieser losfuhr und hängte sich ca. 6 Stunden lang an eine Achse des Lasters. Danach verließen ihn die Kräfte, und er ließ sich vom fahrenden Laster fallen. Auf einer mitgeführten Deutschlandkarte müsste dies etwa bei Regensburg gewesen sein. Auf dieser Karte ist über Deutschland das Wort „Wunderland“ in rumänischer Sprache vermerkt. Nachdem sein Heimweh immer stärker wurde, gab er seinen Plan, zur Fremdenlegion nach Frankreich zu ziehen, auf und meldete sich bei der Polizei. Gegen den durchtrainierten Rumänen wurde vom Ausländeramt Nürnberg Abschiebehaftantrag gestellt. Er soll nach Rumänien abgeschoben werden. ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken Telefon: 0911-211-2011/12 Fax: 0911-211-2010 Original-Content von: Polizeipräsidium Mittelfranken, übermittelt durch news aktuell

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