Polizeiinspektion Hildesheim

POL-HI: Rekordverdächtig, Hildesheimer fährt 32 Jahre lang ohne Fahrerlaubnis

    Hildesheim (ots) - ( clk. )  Ohne eine Fahrerlaubnis zu haben, hat es ein heute 64-jähriger Hildesheimer seit 32 Jahren geschafft,  im   öffentlichen Straßenverkehr zu fahren, ohne irgendwann mal aufgefallen zu sein. Freunde, Verwandte und Arbeitgeber nahmen jahrzentelang an, der Mann habe einen Führerschein. Ein Verkehrsunfall, an dem er nicht einmal die Schuld hatte, brachte nun die Wahrheit ans Licht. Und ausgerechnet eine Funkstreifenwagenbesatzung der Hildesheimer Polizei ist jetzt mit einem weinenden und einem lachenden Auge dabei. Was war passiert ? Am 26.01.2007, 09.20 Uhr, befuhr der Rentner mit seinem Firmenwagen den Kennedydamm stadtauswärts. An der Ampelkreuzung zum Sachsenring bog er links  ab, musste dann aber seinen Pkw stoppen. Hinter ihm eine Funkstreifenwagenbesatzung der Hildesheimer Polizei auf Streifenfahrt und ohne besonderen Auftrag. Ein grauer Januartag, die Straße aber regennaß und wenig griffig . Der Fahrer des blau-silbernen Polizei-Tourans  passte nur eine Sekunde nicht auf und rutschte dem Vordermann auf die Stoßstange. Es kam, was kommen musste. Unfallaufnahme, Fragen, Führerschein vorzeigen. Den habe er zu Hause vergessen, erklärte der integer aussehende Bürger den Polizisten. Kein Problem, Personalien standen fest, Unfall war aufgenommen, die Führerscheindaten ließen sich auch nachträglich ermitteln. Der Rentner setzte sich in sein Fahrzeug und brauste von dannen. Einen Tag später hatte der unbescholtene Mann seine Fahrerlaubnis noch immer nicht vorgelegt. Die Ermittlungen nahmen nun ihren Lauf. Eine Überprüfung bei der Führerscheinstelle ergab, dass der Mann schon seit 1974 keine Fahrerlaubnis mehr hat. Eine Anruf zu hause reichte schon und der Rentner gab es sofort und umumwunden zu. Er habe in der langen Zeit nie einen Verkehrsverstoß begangen und auch keinen Unfall gebaut. Die Nachfragen bei der Halterfirma erbrachten dann noch weitere erstaunliche Dinge. Tagtäglich sei der 64-jährige, im übrigen ein langjähriger ehemaliger Mitarbeiter, mit  einem  Auto zur Arbeit gekommen. Der Mann sei schon vor  Jahren unter einem anderen Firmeninhaber in den Betrieb als Wagenpfleger eingestellt worden. Er habe die Arbeit stets zur besten Zufriedenheit erledigt und gelte als absolut zuverlässig. Ihm sei dann auch die Aufgabe übertragen worden, Firmenfahrzeuge aus anderen Städten zurückzuführen. Das habe immer reibungslos und ohne Schwierigkeiten funktioniert. Schäden seien nie entstanden. Auf den Gedanken, dass der jetzige Rentner keine Fahrerlaubnis habe, sei man überhaupt nicht gekommen. Nun wird gegen den Rentner, der als Mitglied so manchen Verkehrsvereins schon mit Ehrenzeichen wegen unfallfreien Fahrens hätte ausgezeichnet werden können, wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Dabei können aber nur die letzten drei Jahre berücksichtigt werden.  Ein Richter wird nun entscheiden müssen, welche Strafe der Mann erhalten soll. Man darf gespannt sein.


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