Feuerwehr Essen

FW-E: Feuer an einem großen Wasserstoffbehälter

Unter Hitzeschutzkleidung und Sprühstahl gehtr der Trupp vor

    Essen (ots) - Kray, Am Mechtenberg, 6. März 2007, 01.33 Uhr

    Im Industriegebiet "Am Mechtenberg" ist in der vergangenen Nacht aus einem großen Vorratstank Wasserstoff ausgetreten und in Brand geraten. Der Behälter steht auf dem Gelände eines Metall verarbeitenden Betriebes. In der Produktion werden, wie erst später bekannt wurde, Wasserstoff und Stickstoff als Schutzgas verwendet. Der Wasserstoff verbrannte mit einer rund 3 Meter langen Stichflamme unter heftiger Geräuschentwicklung und beflammte einen in unmittelbarer Nähe stehenden Stickstoff-Behälter. Da zunächst unklar war, welche Gase in den rund zwölf und fünfzehn Meter hohen Druckbehältern gelagert werden, wurden in einem Radius von 500 Metern um die Einsatzstelle herum alle Menschen aus ihren Wohnungen und Häusern evakuiert. Die Betreuungseinheit des Deutschen Roten Kreuzes betreute Mensch und Tier weitab von der Einsatzstelle in Bussen der EVAG und eilends aufgebauten Zelten mit Decken und Tee. Mit Wasserwerfern kühlten die Einsatzkräfte aus großer Entfernung beide Tanks, um einer Explosion vorzubeugen. Zeitgleich kamen Fachleute zur Einsatzstelle, die beratend tätig wurden. Mit Fernthermometer und Wärmebildkamera untersuchten Einsatzkräfte die Behälter auf gefährliche Temperaturerhöhungen. Als deutlich wurde, dass die Kühlmaßnahmen den gewünschten Effekt erzielten, ging ein Trupp mit einem speziellen Strahlrohr unter Hitzeschutzkleidung zum Eigenschutz vor und schlossen die Tankventile des Wasserstoffbehälters. Die Flammen erloschen kurz darauf. Die Kühlung wurde noch einige Zeit aufrecht erhalten, gegen vier Uhr in der Frühe konnten die Menschen gefahrlos zurück in ihre Wohnungen. Insgesamt waren 95 Einsatzkräfte vor Ort, ca. 250 Menschen wurden vorübergehend in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde niemand. (MF)


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