Feuerwehr Essen

FW-E: 50 zum Teil lebensgefährlich verletzte Fußballfans, Reisebus verunglückt, Vorbereitung auf die Fußball-WM 2006, gemeinsame Übung der Feuerwehr Essen und der Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH und MHD

Bildzeile Zur Inspektion angetreten sind v.l.n.r Thomas Lembeck (Feuerwehr Essen), Ulrich Bogdahn (Amtsleiter Feuerwehr Essen), Peter Tuppeck (Vorstand JUH Essen), Rüdiger Kunz (Polizei Essen) Regierungsdirektor Schmidt (Bezirksregierung Düsseldorf)

    Essen (ots) - Rüttenscheid, Norbertstraße, 11. Februar 2006, 07.47 Uhr

    Ein solch nicht alltägliches Einsatzgeschehen möchte niemand erleben. Dennoch müssen die Hilfskräfte vorbereitet sein, immer mit dem Schlimmsten rechnen. Deshalb wurde heute Morgen in Essen Großalarm ausgelöst und ein medizinischer Behandlungsplatz für 50 Patienten aufgebaut. (Während in Essen geübt wird, hat in Kerpen auf der Autobahn A4 in der vergangenen Nacht die Realität zugeschlagen. Dort sind zwei Reisebusse in einen Unfall verwickelt worden.) Das bedeutet im Klartext: 130 Freiwillige Helfer der Hilfsorganisationen, der Freiwilligen Feuerwehr und Beamte der Essener Berufsfeuerwehr verbringen ihren freien Samstag in der Halle 2 der Messe Essen. Dort werden große Zelte aufgestellt und mit intensivmedizinischem Gerät bestückt. Notärzte stehen bereit. Krankentragen werden auseinander geklappt, Heizungen installiert und Beleuchtung aufgehängt. Notstromgeneratoren dröhnen, als plötzlich die Hallenbeleuchtung erlischt. "Alles geplant", sagt Jörg Wackerhahn, Abteilungsleiter bei der Feuerwehr Essen, der die Übungsvorbereitungen gesteuert hat. "Schließlich müssen wir den gleichen Behandlungsplatz jederzeit autark betreiben können, also ohne ein Hallendach über dem Kopf, irgendwo im Ruhrgebiet oder noch weiter entfernt. Da muss ich schon wissen, ob das vorgesehene Material für alle Eventualitäten ausreicht". Ob es ausreicht, möchte auch die Bezirksregierung Düsseldorf wissen. Regierungsdirektor Schmitt, Hauptdezernent des zuständigen Dezernats 22 der Bezirksregierung erscheint persönlich und freut sich über das, was er sieht. Schließlich hat das Land NRW rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft 50 Container mit medizinischem Gerät beschafft und an die Kommunen verteilt. Die Feuerwehr Essen hat auch einen bekommen. Jetzt kann er im wahrsten Sinne des Wortes zeigen, was in ihm steckt. Schnell sind alle Fächer und Behälter leer, verteilt und bereit gestellt. Auch Polizeidirektor Rüdiger Kunz erscheint mit einigen Mitarbeitern. "In solchen Schadenlagen müssen alle eng zusammenarbeiten, die Schadenabwehr hat oberste Priorität" meint er beim erklärenden Rundgang. Fazit: "Das allerwichtigste sind gut ausgebildete und vor allen Dingen hoch motivierte Mitarbeiter. Ohne meine Mannschaft und die zahlreichen freiwilligen Helfer wären solche Einsatzsituationen nicht zu meistern", beschließt Ulrich Bogdahn, Amtsleiter der Essener Feuerwehr den Samstag. "Selbst mit viel Geld ist kein Helfer zu kaufen. Glücklicherweise gibt es viele Überzeugungstäter, die auch während der kommenden Fußball-WM ihre Leistungsfähigkeit für andere zur Verfügung stellen.

    Hintergrundinformation: Die Stadt Essen ist während der Fußball-WM keine Spielstadt. Trotzdem werden aus Essen ständig Einheiten in beschriebener Größenordnung zu den Städten Gelsenkirchen, Dortmund und Köln abgeordnet, um dort unterstützend tätig zu werden und für den Fall der Fälle bereit zu stehen. (MF)


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