Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 071016 - 1205 Goldstein: Pilzsammler finden Leiche im Wald

    Frankfurt (ots) - Beim Pilze sammeln hat ein Frankfurter Ehepaar bereits am vergangenen Sonntag im Stadtwald unweit der Golfstraße einen Leichnam gefunden. Die Eheleute vermuteten zunächst, dass es sich um die Überreste eines größeren Tieres handelt und gingen nach Hause, ohne die Behörden zu informieren. Da sich jedoch im Laufe des Tages bei ihnen Bedenken und Zweifel einstellten, verständigten sie am Montag das 10. Polizeirevier. Zusammen mit den Polizeibeamten suchten sie nochmals die Fundstelle in der Nähe der Autobahnunterführung der A5 auf.

    Im Zuge der weiteren polizeilichen  Maßnahmen bestätigte sich, dass es sich um Überreste eines Menschen handelt.

    Die weiteren kriminalpolizeilichen und gerichtsmedizinischen Maßnahmen führten bisher zwar nicht zur Identifizierung der Leiche. Sicher kann jedoch gesagt werden, dass es sich um einen männlichen Toten handelt.

    Auf Grund der langen Liegezeit von  etwa drei bis vier Monaten   konnten  bisher noch keine präzisen Erkenntnisse über das ungefähre Alter des mit einem ehemals vermutlich grünen Polo-Shirt bekleideten Toten gewonnen werden. Auch konnte eine inzwischen durchgeführte Obduktion die Todesursache bislang nicht sicher klären. Der Verstorbene wies ein sehr lückenhaftes Gebiss auf. Von besonderer Bedeutung für eine Identifizierung des Mannes ist die Feststellung einer offenbar länger zurückliegenden operativen Versorgung seiner linken Schulter. Bei dieser Operation wurde von den Ärzten ein Draht zur Stabilisierung des Schultergelenks eingesetzt, der auch im Gelenk verblieb.

    Konkrete Hinweise, die auf das Vorliegen einer Straftat hindeuten, haben sich durch die bisher geführten Untersuchungen nicht ergeben. Vielmehr sprechen die  Gesamtumstände für das Vorliegen eines Freitodes, unter anderem wegen des Auffindens einer weißlichen Substanz in unmittelbarer Nähe des Toten, bei der es sich, wie ein Schnelltest ergab, mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Schlafmittel handelt. Eine umfassende toxikologische Untersuchung steht noch aus.

    Sachdienliche Hinweise, die zur Identifizierung des unbekannten Toten führen können, erbittet das Kommissariat K 11, Tel. 069/755-51100 oder 755-54510 (KDD).

    (Manfred Feist, Telefon 069 - 755 82117)

    Rufbereitschaft hat Herr Sturmeit, Tel.: 0173 - 6597905


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