Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr-Kreis

POL-EN: Ennepe-Ruhr-Kreis - Internet-Risiken mit Hilfe des Sicherheitskompasses erkennen

    Ennepe-Ruhr-Kreis (ots) - Durch die moderne Informations- und Kommunikationstechnologie haben sich ganz neue Formen der Straftatenbegehung entwickelt, wie zum Beispiel Computersabotage, der Missbrauch von übermittelten Kreditkartendaten oder Warenbetrug. Bundesweit registrierte die Polizei im Jahr 2004 in der Polizeistatistik 270.000 (LR Ennepe-Ruhr-Kreis 619 Anzeigen) Anzeigen wegen Waren- und Warenkreditbetrugs. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von rund 45.000 (LR Ennepe-Ruhr-Kreis - Zunahme von 229 Fällen) Fällen. Die Polizei führt den Anstieg beim Warenbetrug zu einem erheblichen Teil auf betrügerische Geschäfte im Internet zurück. Zudem verzeichnet sie seit Anfang des vergangenen Jahres einen sprunghaften Anstieg von Betrugsfällen im Internet durch das so genannte Phishing. Darüber hinaus haben aktuelle Hard- und Softwarekomponenten häufig nur geringe oder mittelmäßige Sicherheitsstandards. Dies gilt ebenso für Betriebssysteme wie für Komponenten drahtloser Netzwerke. Anwender dieser Hard- und Software sollten daher die eingesetzten Komponenten, ihre Vorzüge und Risiken kennen. Hinzu kommt, dass das Thema Sicherheit von vielen Bürgerinnen und Bürgern noch immer sträflich vernachlässigt wird, so die Feststellung des BSI. Daher hat die Polizei gemeinsam mit dem BSI den Sicherheitskompass entwickelt, der  im Internet unter www.polizei-beratung.de zu finden ist und auch über www.bsi-fuer-buerger.de zugänglich ist. Wer den Sicherheitskompass anklickt, bekommt mit den "Zehn Goldenen Regeln" wichtige Tipps und Hinweise zum sicheren Navigieren durchs Internet und der richtigen Nutzung des Computers. So steuert der Kompass Themen wie Passwörter, Firewall, den Umgang mit E-Mail-Anhängen oder das Herunterladen von Software an und hilft dabei, wie die häufigsten Sicherheitsrisiken umgangen werden können. Schon einfache Regeln reichen aus, um eventuelle Sicherheitslücken zu schließen: Beispielsweise sollten die Nutzer ihre Software regelmäßig aktualisieren und dabei die Möglichkeit automatischer Updates nutzen, damit Schadensprogramme Sicherheitslücken nicht ausnutzen können. Viele gehen mit E-Mails und deren Anhängen immer noch zu sorglos um. Die meisten Viren, Würmer und Trojaner werden per E-Mail verbreitet. "Goldene Regel" ist deshalb: E-Mail-Anhänge sollten nur geöffnet werden, wenn der Absender bekannt ist. Äußerste Vorsicht ist auch bei dubiosen E-Mail-Inhalten geboten. Beim so genannten "Phishing" (aus "password" und "fishing" = Abfischen von Passwörtern) haben es Kriminelle auf Passwörter abgesehen. Mit betrügerischen E-Mails lenken sie die Anwender auf gefälschte Webseiten, um an ihre Zugangsdaten von Bank- und eBay-Konten zu gelangen. Doch hier ist allergrößtes Misstrauen angesagt, denn weder Banken noch beispielsweise eBay fragen außerhalb des Portals nach Zugangsdaten. Damit es dazu erst gar nicht kommt, empfiehlt der Sicherheitskompass unter anderem, zunächst für eine Basissicherheit beim Surfen durchs Netz zu sorgen und einen Virenscanner mit Echtzeitschutz zu installieren sowie eine Firewall zu aktivieren. "Aufklärung und Sensibilisierung in Punkto IT-Sicherheit wird tagtäglich wichtiger. Deshalb freuen wir uns, dass wir in der Polizeilichen Kriminalprävention einen Partner gefunden haben, der die Relevanz des Themas IT-Sicherheit gemeinsam mit uns in der Öffentlichkeit verdeutlicht", so Anja Hartmann, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit im BSI.


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