Feuerwehr Recklinghausen

FW-RE: Gefahrguteinsatz - keine Verletzten

FW-RE: Gefahrguteinsatz - keine Verletzten
LKW mit der defekten Ladung

Recklinghausen (ots) - Am frühen Abend des 15. Juli 2016 kam es in Recklinghausen auf der Schmalkalder Straße zu einem größerem Gefahrguteinsatz der Feuerwehr. Verletzte gab es keine.

Um 18:53 Uhr lief auf der Kreisleitstelle Recklinghausen eine Notrufmeldung ein, dass aus der Ladefläche eines Lastkraftwagens (LKW) eine unbekannte Flüssigkeit austreten würde. Der Fahrer berichtete bereits bei der Notrufmeldung, dass er unter anderem auch eine größere Menge Gefahrgut geladen hatte. Im Detail handelte es sich um gelöste Phosphorsäure, ein Stoff, der unter anderem ätzend ist. Der Leitstellenmitarbeiter löste umgehend Alarm mit dem Stichwort "GSG 1" (Gefährliche Stoffe und Güter) für die Feuerwehr Recklinghausen aus und alarmierte die Löschzüge Feuer- und Rettungswache, Suderwich und den Rettungsdienst.

Vor Ort tropfte tatsächlich eine unbekannte Flüssigkeit aus der Ladefläche des LKW. Bei Einsicht der Ladepapiere bestätigte sich, dass der LKW unter anderem gelöste Phosporsäure als Stückgut sowie weitere Ladung geladen hatte. Eine genauere Identifizierung auf Sicht war nicht möglich, deshalb musste bis zur weiteren Bestimmung des Stoffes von der größten möglichen Gefahr ausgegangen werden.

Der Einsatzleiter alarmierte unverzüglich die Löschzüge Süd und Altstadt nach. Zeitgleich forderte er Unterstützung der TUIS Stufe 2 (Beratung vor Ort) an. TUIS ist das Transport-Unfall-Information- und Hilfeleistungssystem der chemischen Industrie. Diese wurde durch die Werkfeuerwehr des Chemieparks Marl geleistet.

Durch die Einsatzkräfte wurde eine genauere Erkundung unter Chemikalienschutzanzügen vorbereitet, eine Dekontaminationsanlage der Stufe 2 wurde ebenfalls aufgebaut.

Ein Trupp unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) ging zur weiteren Erkundung zum LKW vor. Nach der genaueren Erkundung zeigte sich, dass eine bräunliche Flüssigkeit austrat. Bei der genaueren Stoffbestimmung stellte sich die Flüssigkeit als zuckerhaltiges Süßgetränk, Cola, heraus. Dieses Stückgut war während der Fahrt des LKW offensichtlich defekt geworden und trat nun aus.

Nach der Stoffbestimmung konnten die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr zurück genommen werden, das defekte Stückgut ausgeladen werden und dem Fahrer des LKW übergeben werden.

Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.

Im Einsatz waren 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr Recklinghausen. Die Löschzüge Ost und Hochlar stellten den Grundschutz für das restliche Stadtgebiet sicher. Der Einsatz dauerte drei Stunden an.

Während des Einsatzes war die Einsatzstelle im Bereich Blitzkuhlenstraße/ Alte Grenzstraße und Schmalkalder Straße/ Ortlohstraße weiträumig abgesperrt.

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Pressesprecher
Christian Schell
Telefon: 02361-30699 1430
E-Mail: christian.schell@feuerwehr-recklinghausen.de
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