Polizeipräsidium Rheinpfalz

POL-PPRP: Polizei warnt - Betrügereien am Telefon

Ludwigshafen (ots) - Am 14.09.2016 teilte eine 76-jährige Frau der Polizei mit, dass sie am 09.09.2016 von einem Mann angerufen worden war. Er erklärte ihr, dass sie 37.200 Euro gewonnen habe und sie diesen Gewinn gegen eine Anzahlung von 1.000 Euro erhalten könnte. Die 76-Jährige war geistesgegenwärtig und ging nicht auf das Angebot ein. Am 14.09.2016 gegen 12.15 Uhr teilte eine 83-Jährige über Notruf der Polizei mit, dass sie soeben von einer Frau angerufen wurde, bei der die Seniorin zunächst davon ausging, dass es eine Bekannte sei. Als die Frau ihr dann aber erklärte, dass sie entweder 19.000 Euro oder Goldschmuck haben wolle, kam der 83-Jährigen das Telefonat seltsam vor. Sie verhielt sich vorbildich, indem sie der unbekannten Frau erklärte, sie könne ihr nicht helfen, da sie weder Geld noch Schmuck habe und mit diesen Worten das Telefonat beendete. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ludwigshafen unter der Telefonnummer 0621/963-2773 oder per Email kiludwigshafen@polizei.rlp.de entgegen.

Beide Seniorinnen haben alles richtig gemacht! Trotzdem nimmt die Polizei diese beiden Anzeigen aus jüngster Zeit zum Anlass, erneut die Bevölkerung vor Betrügereien am Telefon zu warnen!

Tipps Ihrer Polizei beim "Enkeltrick": Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon nicht mit Namen vorstellen und sich als Ihre Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Beenden sie das Telefonat, wenn der Anrufer unbekannt und aufdringlich ist, verdächtig erscheint und Geld fordert. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Aber auch die Abzocke durch falsche Gewinnversprechen ist sehr hinterhältig. "Sie haben gewonnen!" Wer freut sich nicht, das zu hören. Wer aber eine solche Nachricht bekommt, per Telefon, E-Mail oder Post, sollte vorsichtig sein. Denn dabei kann es sich um eine Betrugsmasche mit Gewinnversprechen handeln. Das Versprechen angeblich hoher Gewinne ist eine Masche, die Betrüger in den unterschiedlichsten Varianten anwenden. Die Methode ist immer die gleiche: Vor einer Gewinnübergabe werden die Opfer dazu aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen, zum Beispiel "Gebühren" zu bezahlen, eine kostenpflichtige Hotline (Telefondienst) anzurufen oder an Veranstaltungen teilzunehmen, auf denen minderwertige Ware zu überhöhten Preisen angeboten wird. Die vorgetäuschten Szenarien werden von den Tätern laufend verändert. So schützen Sie sich bei der "Abzocke durch falsche Gewinnversprechen": Seien Sie vorsichtig bei Gewinnversprechen, insbesondere dann, wenn die Übergabe an Bedingungen geknüpft ist, zum Beispiel an das Zahlen einer Geldsumme, den Besuch einer Veranstaltung oder den Anruf einer kostenpflichtigen Hotline (Telefondienst)!

Nehmen Sie nur Gewinne an, wenn Sie auch bewusst an einem Gewinnspiel - und zwar bei einem seriösen Unternehmen - teilgenommen haben. Ein seriöses Unternehmen wird die Gewinnausschüttung niemals an eine Bedingung knüpfen, zum Beispiel das Zahlen einer Gebühr oder die Teilnahme an einer Veranstaltung!

Notieren Sie sich die auf dem Display angezeigte Rufnummer!

Werden Sie angerufen, stellen Sie gezielt Fragen an den Anrufer: Nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen, um welche Art von Gewinnspiel es sich handelt, was genau Sie gewonnen haben!

Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn abzufordern, d.h. keine Gebühren zahlen oder kostenpflichtige Hotlines anrufen!

Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter: keine Telefonnummern und Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder Ähnliches!

Rückfragen bitte an:

Anke Buchholz
Polizeipräsidium Rheinpfalz

Telefon: 0621-963-1035
E-Mail: pprheinpfalz.presse@polizei.rlp.de
http://s.rlp.de/zQt

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