Polizeipressestelle Rhein-Erft-Kreis

POL-BM: Weniger Verkehrsunfälle - weniger Verunglückte Rhein-Erft-Kreis

    Rhein-Erft-Kreis (ots) - Im Rhein-Erft-Kreis haben sich im ersten Halbjahr 2004 deutlich weniger Verkehrsunfälle ereignet als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

    Die Unfallzahlen sind von 5143 auf 4837 um rund sechs Prozent zurückgegangen. Erfreulicherweise gilt dies auch für die Verunglückten. Kamen im ersten Halbjahr 2003 noch 917 Personen auf den Straßen im Rhein-Erft- Kreis zu Schaden, waren es 2004 nur noch 836.

    Die Zahl der Verkehrstoten ging von neun auf sechs zurück, die Zahl der Schwerverletzten veränderte sich kaum (2003 = 131, 2004 = 134). Die Zahl der Leichtverletzten ist hingegen im Rhein-Erft-Kreis mit 696 Personen auf einen historischen Tiefststand gesunken (2003 = 777).

    "Dies ist ein sehr erfreuliches Ergebnis", so Leitender Polizeidirektor Walter Wecker. "Die intensive Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei und ihre konsequente Zusammenarbeit mit Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörden macht sich im Rhein-Erft-Kreis bezahlt."

    Sorgen macht der Polizei die Entwicklung im Bereich von Drogen im Straßenverkehr. Bei den Verkehrskontrollen werden immer öfter junge Fahrzeugführer unter Einfluss von Drogen festgestellt. Während im gesamten letzten Jahr bei 166 Fahrern Blutuntersuchungen auf Drogen durchgeführt wurden, sind es im ersten Halbjahr 2004 bereits mehr als doppelt so viele, nämlich 427. Dies ist auf eine bessere Aufklärung der Fälle zurückzuführen, da die Rhein-Erft-Polizei seit August letzten Jahres Drogenteste einsetzen kann.

    "Es ist für mich erschreckend, wie verbreitet der Drogenmissbrauch unter Fahrzeugführern ist", erklärt Karl Teichmann, Verkehrsdezernent der Kreispolizeibehörde. "Wir können kaum noch so schnell die Drogenvorteste nachbestellen, wie sie bei Kontrollen eingesetzt werden müssen." Drogen am Steuer sind bei jungen Leuten zwischen 18 und 30 Jahren weiter verbreitet als Alkohol. Während im Rhein-Erft-Kreis in dieser Altersgruppe 100 Blutuntersuchungen auf Alkohol erfolgten, waren es 328 auf Drogen.

    Die Polizei warnt: Das Fahren unter Drogen ist kein Kavaliersdelikt. Es wird im ersten Fall mit Geldbußen in Höhe von 250 , vier Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot bestraft. Darüber hinaus droht eine amtliche Untersuchung auf Drogenmißbrauch. Wird ein dauerhafter Konsum anhand der Untersuchung festgestellt, wird der Führerschein entzogen. Dies hat häufig ernsthafte Konsequenzen im Berufsleben.

    Weitere Einzelheiten der Unfallstatistik:

    Motorisierte Zweiradfahrer: Die Zahl der Verunglückten ging von 146 auf 122 zurück.

    Radfahrer: Mit 192 Personen sind 10 weniger verunglückt als im ersten Halbjahr 2003.

    PKW-Insassen: Deutlicher Rückgang der Verunglückten von 452 auf 400.

    Fußgänger: Einzige Verkehrsbeteiligung mit Zunahme von 88 auf 96 Verunglückte.

    Kinder: Deutlicher Rückgang der Verunglücktenzahlen von 127 auf 111.

    Die Bekämpfung von Kinderunfällen bleibt Schwerpunktthema der Rhein- Erft-Polizei. Für die Wochen nach den Sommerferien sind bereits Polizeieinsätze in Planung. Dann werden wieder Geschwindigkeitskontrollen auf Schulwegen und Schulwegtrainings mit Schulanfänger durchgeführt.

ots-Originaltext: Polizeipressestelle Bergheim

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