Polizeipressestelle Rhein-Erft-Kreis

POL-REK: Dumm gelaufen! Dem Anzeigenerstatter wurde eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein sichergestellt.

    Frechen (ots) - Geirrt hatten sich zwei Brüder (25 und 23) und ein 25-jähriger Freund über die örtlichen Tätigkeitsbereiche der Polizei. Sie wollten einen PKW-Diebstahl vortäuschen. Wenn man einem der Brüder Glauben schenken darf, nahm am Donnerstag (18. Oktober) gegen 18.00 Uhr die Geschichte ihren verhängnisvollen Lauf. Mit dem nicht zugelassenen PKW des älteren Bruders (25) fuhr man von Frechen nach Hürth-Gleuel, um auf dem Friedhofsparkplatz  alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Dorthin führte Kommissar Zufall in der Nacht (Freitag, 19. Oktober) um 03.05 Uhr eine Frechener Streifenwagenbesatzung. Die Beamten waren zu einer Fahndung in einer Einbruchsstraftat in Hürth-Gleuel eingesetzt worden. Bei der Überprüfung der Zecher wurde zwar festgestellt, dass diese nicht für den Einbruch in Frage kamen. Es wurde aber auch nach dem Eigentümer des PKW gefragt, in dem die Drei saßen. Der ältere Bruder gab bereitwillig Auskunft und darüber hinaus an, dass er seine Begleiter sicher nach Hause bringen werde. Wie spätere Ermittlungen ergaben, ist es ihm nicht gelungen. Der jüngere Bruder gab an, dass der 25-Jährige wegen überhöhter Geschwindigkeit einen Verkehrsunfall verursacht habe. Die Polizei fand den PKW in der Straße  Schallmauer  Weg. Der Wagen war nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und hatte den Zaun einer Pferdekoppel durchbrochen. In ihrer Wohnung in Frechen angekommen beschlossen die Drei  um 04. 30 Uhr den Diebstahl des PKW vorzutäuschen. Sie vermuteten, dass die Frechener Polizei von dem Vorfall in Hürth-Gleuel nichts wisse. Zu der Wohnung wurde genau die Streifenwagenbesatzung  entsendet, die die Drei in Gleuel 90 Minuten vorher kontrolliert hatte. Dennoch erkannte keiner von ihnen die Beamten wieder und so gaben sie in der ersten Version des Pkw-Diebstahls an, der PKW sei im Zeitraum der letzten 14 Stunden gestohlen worden. Auch nach ausdrücklicher Belehrung zur Wahrheitsverpflichtung wiederholten alle Drei diese Version. Danach trennten die Beamten die Männer. Nach nochmaliger eindringlicher Belehrung gab nun der jüngere Bruder die glaubhaftere Version des Ablaufs der vergangenen Stunden zu. Da der 25-jährige PKW-Besitzer unter Alkoholeinwirkung stand ( 1,2 Promille) wurde sein Führerschein sichergestellt und eine Blutprobe entnommen. Gegen ihn wird nun wegen Vortäuschen einer Straftat, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Versicherungsschutz und Unfallflucht ermittelt. Gegen den  25-jährigen Freund und den 23-jährigen Bruder wird ein Strafverfahren  wegen  Vortäuschen einer Straftat eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.


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