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Freistaat im Bereich Kosten auf dem vorletzten Platz
Brossardt: "Hohe Dynamik nur in Schwellenländern"

München (ots)

Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. lässt regelmäßig die Dynamik des Industriestandorts Bayern im internationalen Vergleich untersuchen. Im jüngsten Ranking erreicht der Freistaat Rang 28 von insgesamt 45 Ländern - vor zehn Jahren lag der Freistaat noch auf Platz 10. "Bayern ist ein starker und attraktiver Industriestandort. Wir laufen aber zunehmend Gefahr, den Anschluss an unsere internationalen Wettbewerber zu verlieren. Während sich insbesondere die Schwellenländer im asiatischen Raum deutlich dynamischer als unser Standort entwickeln, verschlechtern wir uns auch im direkten Vergleich mit Industrieländern wie den USA und der Schweiz", erläutert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Ergebnisse der Studie und fügt hinzu: "Insbesondere der hohe Kostennachteil unseres Standorts hat sich erneut vergrößert. Hier liegt der Freistaat weiterhin auf dem vorletzten Platz."

Das Dynamikranking betrachtet nicht die absolute Qualität des Industriestandorts Bayern, sondern die Entwicklung relativ zu seinen Wettbewerbern. Brossardt erklärt dazu: "Im Niveauranking des internationalen Standortvergleichs hingegen belegt der Freistaat einen hervorragenden zweiten Platz, im Dynamikranking reicht es aber nur für das hintere Mittelfeld. Unsere Wettbewerber holen somit immer weiter auf. Zum siebten Mal in Folge führt China das Dynamikranking mit deutlichem Vorsprung an. Die Herausforderung ist umso größer, als China bereits heute das Land ist, mit dem Bayern die größte Wettbewerbsintensität aufweist."

Die Studie untersucht im Zeitraum 2005 bis 2020 die Entwicklung von insgesamt 60 Standortfaktoren aus verschiedenen Themenfeldern. Bayern belegt bei den Themenfeldern "Staat", "Infrastruktur", "Wissen" und "Ressourcen" jeweils mittlere Plätze, rangiert aber in den Bereichen "Markt" und "Kosten" nur auf den hinteren Plätzen. Dazu Brossardt: "Hier sind wir nicht konkurrenzfähig. Insbesondere die noch gar nicht eingepreisten Preissteigerungen bei Energie werden den ohnehin schon hohen Kostennachteil unseres Standorts weiter vergrößern. Dazu kommen steigende Arbeitskosten, Steuern und Abgaben."

Brossardt fordert deshalb: "Die Steigerung der Attraktivität unseres Standorts muss wieder in den Fokus rücken. Bayern verliert relativ zum Durchschnitt seiner Wettbewerber immer weiter an Boden, da müssen wir dringend gegensteuern. Die Verbesserung der Standortbedingungen ist Daueraufgabe und Garant für unsere Zukunftsfähigkeit."

Hier finden Sie die Studie: www.vbw-bayern.de/dynamikranking

Pressekontakt:

Tobias Rademacher, Tel. 089-551 78-399, E-Mail: tobias.rademacher@ibw-bayern.de

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