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Erste Annäherungen in der vierten Tarifrunde für Beschäftigte bei öffentlichen Banken - Positionen beim Gehalt noch weit auseinander

Erste Annäherungen in der vierten Tarifrunde für Beschäftigte bei öffentlichen Banken - Positionen beim Gehalt noch weit auseinander

Bei den Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Bundesverband öffentlicher Banken (VÖB) gab es am Wochenende erste Annäherungen. Im Vorfeld der vierten Tarifrunde am vergangenen Freitag hatte ver.di mit bundesweiten Warnstreiks der Beschäftigten in mehreren Bundesländern den Druck auf das Arbeitgeberlager aufgebaut. „Die Streiks der letzten Wochen haben erkennbar Bewegung in die Verhandlungen gebracht. Etwa beim Thema Entlastung, beim mobilen Arbeiten und bei der Tarifierung der Nachwuchskräfte. Weit auseinander liegen die Positionen aber insbesondere beim Gehalt. Was die öffentlichen Arbeitgeber auf den Tisch gelegt haben, bedeutet in toto um die ein Prozent mehr pro Jahr und einen Reallohnverlust für die kommenden Jahre. Das akzeptieren wir auf keinen Fall.“, so Verhandlungsführer Jan Duscheck nach den Gesprächen.

Positiv bewertet der Gewerkschafter, dass die Arbeitgeberseite das Thema Entlastung endlich aufgegriffen habe, die den Beschäftigten wegen des enormen Arbeitsplatzabbaus und der damit verbundenen Arbeitsverdichtung in den letzten Jahren wichtig ist. Die angebotene Arbeitszeitverkürzung von einer 39- auf eine 38-Stunden-Woche erst zum 1. Januar 2024 komme aber zu spät. „Da muss es früher Bewegung geben, und die Beschäftigten müssen die Möglichkeit haben, die wöchentliche Arbeitszeitverkürzung alternativ in ganzen freien Tagen umzusetzen, um zu einer spürbaren Entlastung zu kommen“, so Duscheck. Trotz Bewegung sei auch noch unklar, wie beide Seiten beim Thema Mobile Arbeit zusammenkommen können. „Hier gibt es ein erstes Umdenken beim VÖB und keine harte Abwehr mehr. Aber gerade bei materiellen Fragen, wie der Kostenerstattungspauschale, gibt es bislang keine Bereitschaft des VÖB mit uns in Verhandlungen einzusteigen. Da braucht es ein Entgegenkommen, damit die Beschäftigten nicht auf den Kosten sitzen bleiben“, sagte Duscheck. Eine Einigung erzielte ver.di für die Nachwuchskräfte. Hier erhöhen sich die Vergütungen rückwirkend zum 01. August 2021 um 60 Euro und werden zum 01. August 2022 nochmals um 50 Euro angehoben. „Damit ist es gelungen die Ausbildung und das duale Studium in der Branche in diesem Jahr deutlich zu stärken. Bereits im Sommer konnten wir einen tarifvertraglichen Anspruch für eine Übernahme durchsetzen“, so Duscheck weiter.

Das Resümee für ver.di: „Es gibt bei den öffentlichen Banken erste Schritte in die richtige Richtung. Aber bei den Themen Gehalt und beim Mobilen Arbeiten liegen wir noch sehr weit auseinander“, sagte der Verhandlungsführer. ver.di werde den aktuellen Stand mit den Mitgliedern und Gremien nun auswerten. „Weitere Arbeitskampfmaßnahmen sind wahrscheinlich. Denn ohne weiteren Druck wird sich nichts bewegen“, so Duscheck. Eine Fortsetzung der Verhandlungen zwischen ver.di und dem VÖB wurde für den Januar vereinbart.

V.i.S.d.P.:

Daniela Milutin

ver.di-Bundesvorstand

Paula-Thiede-Ufer 10

10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012

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