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Adler Group: Sorgen der Anleger wachsen
Berliner Immobilienbestand von Tochterfirma aufgekauft

Adler Group: Sorgen der Anleger wachsen / Berliner Immobilienbestand von Tochterfirma aufgekauft
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Die wirtschaftliche Turbulenzen beim Immobilienkonzern Adler Group S.A. weiten sich aus. Der Konzern hat 1400 seiner Berliner Wohnungen von dem Tochterunternehmen Adler Real Estate AG zurück in den Mutterkonzern Adler Group geholt. Womöglich soll mit dem auf 326 Millionen Euro bewerteten Portfolio des Tochterunternehmens die finanzielle Situation der Gruppe verbessert werden. Manche Anleihegläubiger fürchten jedoch, dieser Schritt könnte ihre Position im Fall einer Insolvenz schwächen. Die Verbraucher- und Anlegerschutz Kanzlei Dr. Stoll & Sauer bietet betroffenen Anlegern ein Interessenbündnis an und rät zur Beratung im kostenlosen Online-Check. Die Sorgen den Anleger sind berechtigt. Die Kanzlei ist auf Anleger- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und gehört zu den führenden im Abgasskandal.

Hauptversammlung von Adler dauerte nur 20 Minuten

Im April stand die Immobiliengruppe Adler fast vor dem Aus. Im Mittelpunkt stand der Vorwurf, Immobilien falsch bewertet zu haben. Doch dafür ging es auf der Hauptversammlung (HV) am 28. Juni 2022 höchst unspektakulär zu, wie das Handelsblatt berichtete: Nach 20 Minuten war die Veranstaltung zu Ende. Corona bedingt fand das Treffen nur virtuell statt. Zum anderen machten es die Investoren der Konzernspitze auch leicht. Ihr Recht, Fragen in Hauptversammlung zu stellen, nutzten sie kaum. Acht Fragen richteten die Aktionäre bis an die Konzernführung. Dabei ging es vor allem um Details des Zusammenschlusses von Adler Real Estate und Ado Properties. Aus der Fusion von Adler Real Estate, deren Tochter Conus und Ado war die Adler Group in ihrer heutigen Form 2020 entstanden.

Eine Woche vor der Hauptversammlung war das Misstrauen gegenüber dem angeschlagenen Immobilienkonzern gewachsen, berichtete das Handelsblatt. Die Finanzaufsicht Bafin weitete ihre Bilanzprüfungen in der Gruppe aus. Zudem trennte sich die Europäische Zentralbank (EZB) von einer Adler-Anleihe– ein sehr ungewöhnlicher Schritt der Währungshüter, der die Sorgen von Investoren größer werden lassen dürfte. Laut dem Informationsdienst Bloomberg stieß die EZB eine Anleihe des Unternehmens ab, die sie im Rahmen ihres Ankaufprogramms für Firmenbonds erworben hatte. „Die betreffende Adler-Anleihe erfüllt nicht mehr die Zulassungskriterien des Sicherheitsrahmens des Euro-Systems und ist daher nicht mehr CSPP-fähig“, erklärte Notenbanksprecher William Lelieveldt. CSPP steht für das „Corporate Sector Purchase Programme“ der EZB.

Adler Group lässt Erinnerungen an Wirecard-Skandal hochkochen

Ende 2021 waren erstmals kritische Stimmen gegen den Konzern aufgekommen. Ein Shortseller, der bereits den Wirecard-Skandal ins Laufen gebracht hatte, ließ an der Adler Group kein gutes Haar. Der in Luxemburg ansässige Immobilien-Konzern hatte Ende April einen Jahresabschluss für 2021 vorgelegt, für den die KPMG-Wirtschaftsprüfer das Testat verweigerten. Offensichtlich soll es bei der Bewertung von Immobilien zu Manipulationen gekommen sein. Die Aktie des Unternehmens befindet sich seit Monaten auf Talfahrt. Die Adler Group musste schließlich ihren Jahresabschluss ohne den Segen der Prüfer vorlegen. Der Verlust betrug 1,17 Milliarden Euro. KPMG kritisierte vor allem, dass Adler den Wirtschaftsprüfern Zugang zu bestimmten Informationen verweigert habe. Deshalb lasse sich kein abschließendes Urteil zur Bilanz fällen, schrieb das Handelsblatt in einer Analyse. Und so kam es dann zur Verweigerung des Testats.

Besonders die Tochter Consus Real Estate hatte die Geschäftszahlen von Adler schwer belastet, teilte Adler mit. Aufgrund massiver Verluste musste nun auch der Projektentwickler Consus Real Estate Wertberichtigungen vornehmen. Wie die Adler-Tochter am 17. Mai 2022 mitteilte, müssen „Abschreibungen auf Beteiligungen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen vorgenommen“ werden. Der Kurs der Adler Group ging daraufhin erneut in die Knie.

Der Fall des Immobilien-Unternehmens Adler Group S. A. lässt böse Erinnerungen an den Wirecard-Skandal wach werden. Wirtschaftsprüfer und Behörden waren lange ahnungslos. Auch hier warf ein Shortseller dem Unternehmen Bilanzmanipulation vor. Ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen kontrollierte die Bilanzen von Wirecard, bekam jedoch nicht alle Unterlagen zur Verfügung gestellt und der Skandal nahm seinen Lauf. Nach Ansicht unserer Experten für Kapitalmarktrecht sollten sich Anleger auch im Fall Adler Group Sorgen machen und zügig Handeln.

Interessenbündnis für betroffene Anleger der Adler Group

Anlegern ist aus Sicht der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer in jedem Fall ein Schaden entstanden. Der Veraltungsrat will beispielsweise für 2021 keine Dividende ausbezahlen. Damit wolle das Unternehmen ein uneingeschränktes Testat für 2022 erhalten, berichtete die FAZ. Die Verbraucher- und Anlegerschutzkanzlei bietet deshalb Betroffenen ein kostenloses Interessenbündnis an. Verbraucher, die sich beim entsprechenden Newsletter anmelden, erhalten Informationen über die neuesten Entwicklungen und Hintergründe des Skandals. Welche Möglichkeiten haben die Geschädigten, sich zur Wehr zu setzen? Die Kanzlei informiert regelmäßig und exklusiv. Gemeinsam lassen sich die Verluste womöglich minimieren.

Wie sieht das rechtliche Szenario aus? Betroffene Aktionäre haben Ansprüche auf Schadensersatz. Aktiengesellschaften haben ad hoc Publizitätspflichten. Sie müssen Informationen offenlegen, die die Kursentwicklung beeinflussen. Liegen da Verstöße vor, wie es bei Adler offensichtlich der Fall ist, führen diese zur Haftung der veröffentlichungspflichtigen Gesellschaft gegenüber den betroffenen Anlegern. Zwar sind alle Details noch nicht abschließend geklärt, aber die Indizien weisen darauf hin, dass Schadensersatzansprüche vorliegen könnten.

Folgende Aktien sind vom Skandal betroffen:

ADLER Group SA (WKN: A14U78)

ADLER Real Estate AG (WKN: 500800)

Accentro Real Estate AG (WKN: A0KFKB)

Consus Real Estate AG (WKN: A2DA41)

Dr. Stoll & Sauer führt Musterfeststellungsklage gegen Mercedes

Bei der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH handelt es sich um eine der führenden Kanzleien im Verbraucher und Anlegerschutzrecht. Die Kanzlei ist unter anderem auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und führte mehr als 10.000 Klagen gegen Banken und Fondsgesellschaften. Die Gesellschafter Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer führten außerdem die Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG, handelten für 260.000 Verbraucher einen 830-Millionen-Vergleich aus und schrieben mit Abschluss des Verfahrens am 30. April 2020 deutsche Rechtsgeschichte. Aktuell führen die Inhaber in einer Spezialgesellschaft die Musterfeststellungsklage gegen die Mercedes-Benz Group AG. Im JUVE Handbuch 2019/2020 wird die Kanzlei für ihre Kompetenz beim Management von Massenverfahren als marktpr

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