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Der Klimawandel in Romanen

Förderung für Literaturwissenschaften

Der Klimawandel in Romanen

Ein frustrierter Physiker auf Arktis-Expedition in Solar, verirrte Monarchfalter als Symptom des Klimawandels in Flight Behaviour: Die globale Erwärmung wird längst nicht nur in Sachbüchern behandelt. Doch welche Texte erreichen uns wirklich, motivieren uns gar, einen eigenen Beitrag zu leisten, und wie schaffen sie das? Wie wird Komplexität lesbar gemacht? Das will das von der Universität Duisburg-Essen (UDE) geleitete Projekt "Climate Change Literacy“ erforschen. Es wird mit rund 140.000€ von der VolkswagenStiftung gefördert.

„Bücher – gerade Romane, die ja Geschichten erzählen – bringen auf den Punkt, was sonst als abstraktes Phänomen wahrgenommen wird“, erläutert UDE-Gastprofessorin Julia Hoydis*, die das Projekt leitet. Gemeinsam mit Prof. Jens Martin Gurr (UDE) und Juniorprofessor Roman Bartosch (Universität Köln) will sie daher den literaturwissenschaftlichen Beitrag in der Kommunikation zum Klimawandel aufzeigen. Dafür analysieren die drei Anglisten ausgewählte populäre Romane, die das Thema aufgreifen, zum Beispiel von Barbara Kingsolver, T.C. Boyle, Ian Mc Ewan oder Nathaniel Rich.

Was wird viel gelesen und welche Wirkung hat es?

„Texte, die den Klimawandel wissenschaftlich am saubersten darstellen, haben meist nicht den gewünschten Effekt. Manchmal kann der plakative Schocker wirkungsvoller sein, um ein Gefühl von ‚Jetzt muss auch ich was tun!‘ zu erzeugen“, ergänzt Gurr. Indem sie die Rolle von Geschichten besser verstehen, wollen die Forschenden Handlungsmöglichkeiten erarbeiten und ein neues Konzept von Klimawandel-Kompetenz (englisch: Climate Change Literacy) entwickeln.

„Originalitätsverdacht“ ist der Name der Förderlinie der VolkswagenStiftung, in der sich das Projekt als eines von nur 22 aus insgesamt 272 Anträgen durchsetzen konnte. Die größte private deutsche wissenschaftsfördernde Stiftung finanziert damit kreative Projekte und Zeit zum gemeinsamen Denken über grundlegende Themen.

* zurzeit an der Universität Graz

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Jens Martin Gurr, Institut für Anglophone Studien, Tel. 0201/18 3-3427, jens.gurr@uni-due.de

Redaktion: Birte Vierjahn, Tel. 0203/37 9-2427, birte.vierjahn@uni-due.de

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