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Neue OZ: Kommentar zu Türkei
Kurden

Osnabrück (ots)

Gebot der Vernunft
Gewalt, Blutvergießen, Zehntausende Tote, unermessliche 
Zerstörungen - 25 Jahre währt nun bereits der Kurdenkonflikt in der 
Türkei. Eine Tragödie in vielen militärischen Akten, nur kurzzeitig 
unterbrochen von einigen zaghaften Versuchen, eine friedliche Lösung 
für das Minderheitenproblem zu finden.
Die Ausweglosigkeit dürfte auch den jeweils in Ankara Regierenden 
bewusst gewesen sein. Dennoch fehlte zumindest die Kraft, konsequent 
neue Wege zu gehen. Das heißt: die Kurden als eigenständige Gruppe 
anzuerkennen und ihnen kulturelle und politische Rechte einzuräumen. 
Die AKP-Regierung versucht die Wende nach dem langen Irrweg.
Nicht Bomben und Granaten, Demokratie und Freiheit lautet ihre 
Devise. Ein Kurs, der allein den Konflikt entschärfen kann; der 
gleichwohl äußerst riskant ist, da er von starken Kräften als Verrat 
am Türkentum denunziert werden wird. Um ihn erfolgreich zu verfolgen,
braucht die Regierung breitestmögliche Unterstützung in Politik und 
Gesellschaft. Und aus dem Ausland. Schafft es die Türkei, den 
Kurdenkonflikt beizulegen, hätte sie einen gewaltigen Schritt in 
Richtung Europäische Union gemacht.
Es besteht Grund zu Hoffnung, allerdings noch nicht zu Euphorie. 
Denn Ankara hat jetzt zwar guten Willen gezeigt. Aber erst die Taten 
zählen.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

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