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Rheinische Post: Strittige Herdprämie

Düsseldorf (ots)

Von Detlev Hüwel
Im Jahr 2013, wenn zufälligerweise die übernächste Bundestagswahl 
stattfindet, will der Staat mal wieder die Spendierhosen anziehen. 
Eltern und Alleinerziehende, die ihr Kind selbst betreuen und es 
nicht einer Tagesstätte anvertrauen (müssen), sollen ab dann einen 
finanziellen Ausgleich bekommen. Darauf haben sich die 
Koalitionspartner in Berlin grundsätzlich verständigt. Was 
umgangssprachlich als "Herdprämie" bezeichnet wird, heißt offiziell 
Betreuungsgeld. Und für dessen Einführung mag es ja auch gute Gründe 
geben. Die CDU will auf ihrem Bundesparteitag nächste Woche eine 
solche Regelung jedenfalls in ihr neues Grundsatzprogramm aufnehmen. 
Doch der Vorschlag ist nicht einmal in der nordrhein-westfälischen 
CDU unumstritten. Parteichef Rüttgers, der sich gern einen kräftigen 
sozialen Anstrich gibt, scheint davon wenig erbaut zu sein. Er hält 
den Vorstoß eher für eine Art Symbolpolitik. Tatsächlich ist die 
Frage, wie viel von dem zusätzlichen Geld wirklich beim Kind ankommt.
Wohl auch deswegen mag NRW-Familienminister Armin Laschet (CDU) davon
nichts wissen. Doch die NRW-CDU wird sich auf dem Bundesparteitag in 
Hannover gewiss nicht von der Leine der Bundespartei losreißen.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

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