Mehr als Forschung: W4 stärkt Wissenstransfer und gesellschaftliche Wirkung, PI Nr. 53/2026
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Mehr als Forschung: W4 stärkt Wissenstransfer und gesellschaftliche Wirkung
Wissenschaftsverbund steigert Förderbudget, gründet Zentrum für Politik- und Gesellschaftsberatung und lobt Impact Awards aus
Der Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee (W4) blickt auf eine prägende Förderperiode zurück und startet mit neuen Angeboten in die Zukunft. Zwischen 2022 und 2025 etablierte der W4 24 hochschulübergreifende Lehrangebote mit 1.800 Teilnehmer*innen, warb erstmals eigenständig Drittmittel in zweistelliger Millionenhöhe ein und setzte zahlreiche Projekte mit der Praxis um. Die Universität Konstanz war in diesem Zeitraum an insgesamt 24 Projekten inklusive Arbeits- und Ad-hoc-gruppen beteiligt. Thematisch hat die Universität Konstanz an allen Programmen des W4 mitgewirkt und sich somit in den Bereichen Nachhaltige Bodenseeregion, Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Arbeit und Talente sowie in der Kollaborativen Hochschulentwicklung eingebracht. 2026 setzt Europas größter hochschulartenübergreifender Verbund diesen Kurs fort. Dafür sorgen unter anderem das neue Zentrum für Politik- und Gesellschaftsberatung CUBE, ein Innovationsbeirat, die Impact Awards sowie zusätzlich eingeworbene 2,2 Millionen Euro für einen Fonds zur Stärkung von Veränderungskompetenzen.
Zusammenarbeit schafft Zukunft: Mit diesem Motto zieht der W4 Bilanz für den Zeitraum 2022 bis 2025. In der Periode 2022 bis 2025 wurden 36 Projekte mit einem Volumen von rund 3,18 Millionen Euro gefördert. Alle 25 Mitgliedshochschulen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz profitierten von der europaweit einzigartigen Vollfinanzierung. Mehr als die Hälfte der Projekte wies einen direkten Praxisbezug auf, 165 Partner*innen aus Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen und Organisationen aus der Zivilgesellschaft waren beteiligt. „Die grenzübergreifenden, praxisnahen Projekte im W4 verbinden regionale Verantwortung mit internationaler Innovationskraft und setzen so neue Impulse für kollaborative Forschung, Lehre und Transfer an unserer Universität und in der Region“, sagt Isabell Otto, Prorektorin für Diversität und Karriereentwicklung an der Universität Konstanz und Vorstandsmitglied des W4.
„Viele der entwickelten Lösungen wirken nach dem Projektabschluss weiter. Kooperationen über Länder- und Disziplingrenzen hinweg stärken die Innovationskraft der Vierländerregion nachhaltig“, sagt W4-Co-Geschäftsführerin Alexandra Hassler. Ein Beispiel ist das Projekt „BodenseeLinked“. Die dort entwickelte Vernetzungsplattform für Gründer*innen, Start-ups, Unternehmen und Hochschulen wird von der Volksbank Bodensee-Oberschwaben weitergeführt. „Für uns ist das ein gelungenes Beispiel dafür, wie gemeinsames Denken in gemeinsames Handeln übergeht“, sagt Thomas Stauber, Vorsitzender des Vorstands der Volksbank Bodensee‑Oberschwaben eG.
Neue Formate und klare Ausrichtung
Mit höherem Fördervolumen und gezielten Beratungsangeboten mobilisiert der W4 ab 2026 noch mehr kreatives Potenzial. „Wir verstehen uns als Ermöglicher, Vernetzer und strategischer Partner. Unsere Mittel setzen wir gezielt dort ein, wo sie gesellschaftliche Wirkung entfalten", sagt Co-Geschäftsführer Markus Rhomberg.
Neben den 4,5 Millionen Euro der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) hat der W4 für die neue Periode bereits weitere 2,2 Millionen Euro an Fördermitteln eingeworben. Noch bis Mitte 2027 laufen die Labs zur Kreislaufwirtschaft, Mobilität und Internet of Things. Der W4 mobilisierte dafür insgesamt 11,7 Millionen Euro aus dem EU-Förderprogramm Interreg VI Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein.
„Viele Vorhaben, die 2022 angestoßen wurden, haben inzwischen Gestalt angenommen und Wirkung entfaltet. Gleichzeitig war 2025 ein Jahr der strategischen Weichenstellung“, erklärt Sabine Rein, Vorsitzende des W4 und Präsidentin der HTWG Hochschule Konstanz. „Mit 35 Maßnahmen und klar hinterlegten Budgets haben wir die Grundlage für die nächste Entwicklungsphase gelegt.“
Zu den zentralen Neuerungen zählen die Gründung von CUBE, dem Zentrum für wissenschaftliche Politik- und Gesellschaftsberatung, die Einführung der W4 Impact Awards, mit denen ab 2026 Projekte mit besonderer Wirkung auf die Vierländerregion Bodensee ausgezeichnet werden, sowie der Aufbau eines Innovationsbeirats.
Zusammenarbeit schafft Zukunft
Parallel zum Start der neuen W4-Periode 2026 übernahm der Kanton Zürich den Vorsitz der IBK. Unter dem Fokus grenzüberschreitender Nachbarschaft und langfristiger Zukunftsbilder für das Jahr 2050 soll die Lebensqualität für die rund 4,3 Millionen Menschen in der Vierländerregion weiter gestärkt werden. Der W4 bringt dazu das Know-how von mehr als 20.000 Forschenden und 115.000 Studierenden ein.
„Die Vierländerregion verfügt über großes wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Potenzial“, sagt Ernst Stocker, Regierungsrat des Kantons Zürich und Vorsitzender der IBK. „Wenn wir Herausforderungen gemeinsam meistern, bleiben wir auch in Zukunft ein Magnet für Menschen und Ideen. Der W4 leistet dazu einen wertvollen Beitrag.“
Mehr Informationen: www.wissenschaftsverbund.org
Über den Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee
Der Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee (W4) ist Nachfolger der 2000 gegründeten Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH). Der größte hochschulartenübergreifende Verbund Europas setzt sich aus 25 Hochschulen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz zusammen. Die Mitglieder zählen rund 115.000 Studierende und mehr als 20.000 Forschende. Die länder- und hochschulübergreifenden Programme und Projekte werden mit Praxispartner*innen aus Wirtschaft und Gesellschaft realisiert.
Hinweis an die Redaktionen:
Fotos stehen zum Download zur Verfügung. Nutzung der Fotos honorarfrei zur Berichterstattung über den Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee. Angabe des Bildnachweises ist Voraussetzung.
- Markus Rhomberg und Alexandra Hassler: https://www.uni-konstanz.de/fileadmin/pi/fileserver/2026/mehr_als_forschung_1.jpg Bildunterschrift: Markus Rhomberg (links) und Alexandra Hassler leiten den Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee mit Sitz in Konstanz. Foto: HTWG Konstanz
- Sabine Rein: https://www.uni-konstanz.de/fileadmin/pi/fileserver/2026/mehr_als_forschung_2.jpg Bildunterschrift: Sabine Rein, Präsidentin der HTWG Konstanz, ist seit Herbst 2024 Vorsitzende des Wissenschaftsverbunds Vierländerregion Bodensee. Foto: Frederic Leitzke
- Ernst Stocker: https://www.uni-konstanz.de/fileadmin/pi/fileserver/2026/mehr_als_forschung_3.jpg Bildunterschrift: Ernst Stocker, Regierungsrat des Kantons Zürich, ist seit 2026 Vorsitzender der IBK. Foto: Kanton Zürich
- Circular Lab: https://www.uni-konstanz.de/fileadmin/pi/fileserver/2026/mehr_als_forschung_4.jpg https://www.uni-konstanz.de/fileadmin/pi/fileserver/2026/mehr_als_forschung_5.jpg https://www.uni-konstanz.de/fileadmin/pi/fileserver/2026/mehr_als_forschung_6.jpg Bildunterschrift: Das Circular Lab erarbeitet und realisiert zirkuläre Innovationen, die zur ökonomischen Nachhaltigkeit der Vierländerregion beitragen. Fotos: Universität St.Gallen
Kontakt: Universität Konstanz Kommunikation und Marketing E-Mail: kum@uni-konstanz.de
- uni.kn