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Keine Ruhe für Sunak

Frankfurt (ots)

David Cameron kehrt zurück aus dem Polittalk-Ruhestand und übernimmt das Außenministerium der Regierung seiner Majestät. Das Geschrei darob ist groß. Es gibt im Englischen das schöne Wort von der "poetic justice". Das meint den viel zu oft fiktionalen Umstand, dass die Bösen irgendwann doch noch mal dran glauben. Und so kann man das sehen, wenn Brexit-Premier Nummer vier, Rishi Sunak, den Brexit-Verursacher ins Kabinett holt. Nun darf Cameron die Suppe auslöffeln, die er Europa eingebrockt hat. Häme in Brüssel ist absolut gerechtfertigt. Aber Cameron wird kaum einen schlechteren Job machen als der Grüßaugust James Cleverly, der ins Innenministerium wechselt. Cleverly statt der entfesselten Hetzerin Suella Braverman wird im Home Office vielleicht pragmatischere Ruhe einkehren lassen. Aber Ruhe für Sunak bedeutet das nicht: Dem Premier gehen im Feuerschweif der nur für den Augenblick gebannten Braverman noch andere Minister flöten. Die nächste Runde im Tory-Bürgerkrieg steht an.

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