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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Facebook-Zensur

Bielefeld (ots)

Mit dem lapidaren Hinweis, »Wir haben den unten stehenden Beitrag entfernt, weil er nicht den Facebook-Gemeinschaftsstandards entspricht«, hat Facebook den Beitrag der ZDF-Moderatorin Dunja Hayali gelöscht, mit dem sie auf einen Pöbler reagiert hat. Die Zensur ging nach hinten los.

Womöglich werden in Zukunft häufiger Beiträge auf Facebook verschwinden. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz zwingt Betreiber, die Beiträge ihrer Nutzer zu zensieren. Grundlage sind nicht nur allein geltende Gesetze, sondern auch höchst volatile »Gemeinschaftsstandards«. Angesichts drohender Bußgelder wird Facebook im Zweifel wohl löschen. Sind die 500 neuen und die 700 Arvato-Zensoren ausgebildete Juristen? Wohl kaum.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) war sich nicht zu schade, die Deutungshoheit über die Strafbarkeit von Inhalten an Privatfirmen abzutreten, statt die Justiz so auszustatten, dass diese ihre Aufgaben bewältigen kann. Es ist billiger, ein Gesetz zu machen, statt bestehende durchzusetzen. Auch, wenn das auf Kosten des Rechtsstaats und der Freiheit geht.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original content of: Westfalen-Blatt, transmitted by news aktuell

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