All Stories
Follow
Subscribe to BDI Bundesverband der Deutschen Industrie

BDI Bundesverband der Deutschen Industrie

BDI: "Brexit wirft seine Schatten voraus"

Berlin (ots)

   - Rückgang der ausländischen Direktinvestitionen in das Vereinigte
     Königreich um 90 Prozent
   - London sollte Übergangsphase mit Status quo ab März 2019 
     zustimmen
   - Erste Ergebnisse der Taskforce Brexit - Zoll- und quotenfreier 
     Warenhandel als Mindestanforderung

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat an die britische Regierung appelliert, in den Brexit-Verhandlungen die jetzt vorhandene Chance auf dem nächsten Europäischen Rat Ende kommender Woche zu nutzen. "Unsere Unternehmen brauchen Verlässlichkeit. Nun bietet sich die Gelegenheit, der Unsicherheit von Unternehmen auf beiden Seiten des Kanals entgegenzuwirken", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang am Dienstag in Berlin.

"Der Brexit wirft bereits seine Schatten voraus", warnte Lang. So sei im vergangenen Jahr das Vereinigte Königreich um zwei Plätze auf Rang fünf der wichtigsten Handelspartner Deutschlands abgerutscht. Die Zuströme ausländischer Direktinvestitionen in das Vereinigte Königreich sind laut der Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen UNCTAD im vorigen Jahr um 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. "Das ist ein Alarmsignal, das London hören muss", sagte der BDI-Hauptgeschäftsführer. Die britische Regierung gehe mittlerweile von einem BIP-Wachstum von nur noch 1,4 Prozent aus - dem schwächsten Wert in der gesamten EU.

Nach dem 29. März kommenden Jahres sollten die Briten einer Übergangsphase mit dem Status quo zustimmen. "Wir fordern eine entsprechende Grundsatzentscheidung seitens der EU und der britischen Regierung auf dem Treffen des Europäischen Rates. Andernfalls sind einige Unternehmen gezwungen, ihre Notfallpläne scharfzustellen - für das Worst-Case-Szenario, das keiner will und das allen schadet", betonte Lang.

Aufgrund der bisher stockenden Verhandlungen müssten sich die Unternehmen auch auf einen harten Brexit einstellen. Deshalb hat sich der BDI in den vergangenen neun Monaten in seiner Taskforce Brexit mit den Problemen befasst und präsentiert mögliche Lösungswege für die Themen Handel, Marktzugang, Verkehr, Steuern und Finanzdienstleistungen.

"Für die deutschen Unternehmen ist ein zoll- und quotenfreier Warenhandel die Mindestanforderung, idealerweise im Rahmen einer Zollunion", betonte Lang. Sollten die Verhandlungen auf ein Freihandelsabkommen hinauslaufen, so müssten aus Sicht der Taskforce drei Grundzüge gelten: Das Abkommen muss Zölle oder Quoten ausnahmslos ausschließen, Beihilfen klar regeln und regulatorische Kooperation vorsehen.

Die Arbeitspapiere der Taskforce Brexit finden Sie hier.

https://english.bdi.eu/media/publications/

Pressekontakt:

BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
Email: presse@bdi.eu
Internet: http://www.bdi.eu

Original content of: BDI Bundesverband der Deutschen Industrie, transmitted by news aktuell

More stories: BDI Bundesverband der Deutschen Industrie
More stories: BDI Bundesverband der Deutschen Industrie
  • 09.03.2018 – 10:23

    Gemeinsame Erklärung zum Münchener Spitzengespräch am 9. März 2018

    Berlin (ots) - Deutschland zusammenhalten. Modernisieren. Sicherheit geben. Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich in einer Zeitenwende mit hoher Dynamik, Komplexität und Umwälzungen in vielen Lebensbereichen. Mehr denn je ist nachhaltiges politisches Handeln gefragt, das auf die Balance von Gegenwart und Zukunft ausgerichtet ist. Die Deutsche Wirtschaft ist sich ...

  • 09.03.2018 – 10:17

    BDI zur Verkündung von US-Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte: Zölle sind ein Affront

    Berlin (ots) - BDI-Präsident Dieter Kempf äußert sich zur Verkündung von Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte durch den US-Präsidenten Donald Trump: Zölle sind ein Affront "Die hohen US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte sind ein Affront. US-Präsident Donald Trump riskiert damit einen weltweiten Handelskonflikt, der nur Verlierer kennen wird. Die USA ...

  • 07.03.2018 – 16:07

    BDI zum drohenden Handelskonflikt: US-Präsident sollte rechtzeitig zur Vernunft kommen

    Berlin (ots) - zur heutigen Erklärung der Europäischen Kommission zum drohenden Handelskonflikt mit den USA äußert sich BDI-Präsident Dieter Kempf: US-Präsident sollte rechtzeitig zur Vernunft kommen - "Der BDI hält es für vollkommen richtig, dass die EU dem US-Präsidenten sehr deutlich von den geplanten Importbeschränkungen abrät und vor den Risiken für ...