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Reizdarm-Syndrom: Das sind typische Auslöser

Baierbrunn (ots)

Krämpfe, Blähungen oder im Wechsel Durchfall und Verstopfung: Millionen Menschen in Deutschland leiden am sogenannten Reizdarm-Syndrom. Häufig liegt der Grund für den Aufruhr im Bauch auf dem Teller. "Beim Reizdarm ist es so, dass der Darm an sich ein Problem hat und gewisse Nahrungsmittel, die bei Gesunden kein Problem sind, nicht ohne weiteres toleriert", erklärt Professor Peter Layer, ärztlicher Direktor am Israelitischen Krankenhaus in Hamburg im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".

Ärztlich abklären lassen, ob Laktose-Intoleranz

In der Vergangenheit stark in Verruf geraten und Hauptverdächtiger bei Reizdarm ist Weizen. Diese Getreideart wurde auf Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen und Klima getrimmt und enthält fünf Mal so viele Gene wie der Mensch sowie zahlreiche Allergene. Auch Milch kann aufgrund des enthaltenen Milchzuckers bei Reizdarm-Betroffenen Verdauungsbeschwerden auslösen. Vorsicht: Weil auch eine tatsächliche Laktose-Intoleranz hinter den Symptomen stecken kann, sollte diese ärztlich abgeklärt werden. Ein weiterer häufiger Auslöser für Reizdarm-Beschwerden ist Hühnerei - dahinter steckt oft eine Unverträglichkeit gegenüber den darin enthaltenen Proteinen.

Apotheke vor Ort berät zu rezeptfreien Arzneien

Hefe kann zwar ebenfalls Darmbeschwerden verursachen, aber sie kann auch dabei helfen, andere Reizdarm-Auslöser verträglicher zu machen. Zum Beispiel, wenn sie in einem Teig Zeit zum Ruhen hat und dadurch bestimmte Kohlenhydrate, die sogenannten FODMAPs (Abkürzung für fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und Polyole), abbauen kann. Diese schnell vergärenden Kohlenhydrate können ebenfalls Reizdarm-Symptome auslösen. Eine FODMAP-arme Ernährung zur Linderung von Darmbeschwerden sollte allerdings nur unter fachlicher Anleitung erfolgen.

Gut zu wissen: Rezeptfreie Arzneien auf pflanzlicher oder synthetischer Basis können akute Magen-Darm-Symptome lindern. Lassen Sie sich dazu aber auf jeden Fall in der Apotheke vor Ort beraten, denn das Mittel muss zum Beschwerdebild passen. So können ungeeignete Präparate gegen Verstopfung Blähungen verstärken.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 5A/2022 ist aktuell in den meisten Apotheken erhältlich. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.apotheken-umschau.de sowie auf Facebook und Instagram.

Pressekontakt:

Katharina Neff-Neudert
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 089/744 33-360
E-Mail: presse@wubv.de
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