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Deutschland braucht eine nationale Bildungsinitiative

Berlin (ots)

Deutschland fällt bei der Bildung weiter zurück: Angesichts der jüngsten Ergebnisse der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz fordert der Mittelstand die Politik auf, endlich zu handeln. "Wie viele Studien und Gutachten brauchen wir denn noch", kommentiert Professor Dr. Martin Wortmann, Generalsekretär der Bildungsallianz des Mittelstandes, die erneut bestätigte Misere des deutschen Bildungssystems. Demnach erreicht jeder fünfte Grundschüler nach vier Jahren nicht die Mindeststandards in Lesen, Schreiben und Rechnen. Das seien "alarmierende Befunde" und müssten als Weckruf verstanden werden, so der Bildungsexperte des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW. "Die nächste Pisa Studie wird dramatische Ergebnis haben", so sieht es auch Hans-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, und stellt der deutschen Bildungspolitik ein miserables Zeugnis aus.

"16 Länder beschäftigen sich nun seit Jahrzehnten damit und schaffen es nicht, den Personalmangel zu bewältigen, Gebäude ausreichend zu erneuern oder zu sanieren, geschweige denn die Digitalisierung überhaupt auf einen angemessenen Stand zu bringen. Es ist an der Zeit, radikaler zu denken", betont Wortmann. "Die Politik muss Bildung neu denken, die Bildungssysteme an die gesellschaftlichen Herausforderungen anpassen. Flickschusterei reicht nicht." Natürlich hätten sich die Rahmenbedingungen für Bildung in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Gesellschaft, Umwelt, Technik und Technologie, Gesundheit, demografischer Wandel und Migration seien zentrale Themen, die es den Bildungseinrichtungen in ihren traditionellen und bürokratischen Strukturen schwer machen, richtig zu reagieren. Wortmann: "Das ist doch Grund genug, (Aus)Bildung wieder in die Mitte der Gesellschaft, ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit zu führen."

Nach Ansicht des Bildungsexperten des BVMW benötigt das deutsche Bildungssystem eine komplette Revision. Es fehlten eine belastbare Finanzierung durch den Bund, gestaltende Eigenverantwortung der Schulen vor Ort, eine gezielte Orientierung der Ausbildung und Bildung an den realen Anforderungen sowie eine verbesserte praxisbezogene Ausbildung besonders für Lehrerinnen und Lehrer und grundsätzlich mehr Lehrpersonal, Schulpsychologen und Sozialarbeiter und Therapeuten. Wortmann: "Dazu braucht es eine leistungsfähige digitale Infrastruktur für alle Bildungseinrichtungen und ihre Mitglieder und letztlich Gebäude mit qualitativ hochwertiger Labor- und digitaler Ausstattung, die einer hochentwickelten Industrienation auch entsprechen. Kurz: Nur eine ernstgemeinte nationale Bildungsinitiative wird unsere Schulen in eine erfolgreiche Zukunft führen."

Über die Bildungsallianz

Die Bildungsallianz des Mittelstands ist eine Initiative des Bundesverbands Der Mittelstand. BVMW e. V. und setzt sich für eine echte Qualitätswende in der deutschen Bildungspolitik ein. Als Zusammenschluss von 22 Verbänden und Initiativen aus Bildung und Wirtschaft ist die Bildungsallianz das größte Bildungsnetzwerk Deutschlands, dessen Mitglieder die Interessen von Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Dozentinnen und Dozenten aus dem Bildungsbereich vertreten.

Pressekontakt:

Waltraud Eder, Pressesprecherin Bildungsallianz, waltraud.eder@bildungsallianz.org oder eder@vdr-bund.de, +49 (0)15201957242

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