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Bremen: Mehr Fehltage durch Angststörungen

Bremen: Mehr Fehltage durch Angststörungen
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Die Anzahl der Ausfalltage wegen psychischer Erkrankungen ist in Bremen während der Pandemie weiter gestiegen. Das Niveau lag 2021 mit 282 Fehltagen je 100 DAK-Versicherte elf Prozent über dem von vor zehn Jahren. Die meisten psychischen Fehltage wurden 2021 durch Depressionen verursacht. Den deutlichsten Anstieg gab es bei den Angststörungen. Mit 24 Fehltagen je 100 Versicherte waren es 149 Prozent mehr als 2019. Das geht aus dem aktuellen Psychreport der DAK-Gesundheit hervor mit einer Datenauswertung des IGES Instituts für fast 15.000 DAK-versicherte Erwerbstätige der Hansestadt. Lesen Sie mehr in unserer Pressemeldung.

Freundliche Grüße

Ihre Presseteam der DAK-Gesundheit Bremen

Bremen: Mehr Fehltage durch Angststörungen

  • Psychreport der DAK-Gesundheit untersucht Daten von fast 15.000 Beschäftigten
  • Fehltage durch Ängste stiegen in Pandemie um 149 Prozent
  • Durchschnittliche Falldauer mit 42,3 Tagen auf sehr hohem Niveau

Die Anzahl der Ausfalltage wegen psychischer Erkrankungen ist in Bremen während der Pandemie weiter gestiegen. Das Niveau lag 2021 mit 282 Fehltagen je 100 DAK-Versicherte elf Prozent über dem von vor zehn Jahren. Die meisten psychischen Fehltage wurden 2021 durch Depressionen verursacht. Den deutlichsten Anstieg gab es bei den Angststörungen. Mit 24 Fehltagen je 100 Versicherte waren es 149 Prozent mehr als 2019. Das geht aus dem aktuellen Psychreport der DAK-Gesundheit hervor mit einer Datenauswertung des IGES Instituts für fast 15.000 DAK-versicherte Erwerbstätige der Hansestadt.

Ein psychischer Krankschreibungsfall dauerte 2021 in Bremen mit durchschnittlich 42,3 Tagen ausgesprochen lange. „Unser Report zeigt, dass viele Menschen mit psychischen Erkrankungen extrem unter den anhaltenden Belastungen der Pandemie leiden“, sagt Jens Juncker, Leiter der DAK-Landesvertretung in Bremen. „Die Betroffenen finden schwer wieder in ihren Berufsalltag zurück.“ Das habe viel mit den besonderen Arbeitsbedingungen unter Corona zu tun, aber auch mit Stigmatisierung. Die Menschen würden in der Familie und der Arztpraxis mittlerweile offener über Depressionen oder Ängste sprechen. „Aber in vielen Firmen sind psychische Probleme weiter ein Tabu“, betont Juncker. „Arbeitgeber müssen Stress und mögliche Belastungen mehr in den Fokus rücken und innerbetriebliche Abläufe schaffen, die die psychische Gesundheit stützen.“

Steigende Fehlzeiten durch Angststörungen

Den meisten Arbeitsausfall verursachten 2021 Depressionen. Sie machten mit 93 Tagen je 100 Versicherte ein Drittel aller Psych-Fehltage aus. An zweiter Stelle folgten die sogenannten Anpassungsstörungen, die mittlerweile mit 69 Tagen für fast ein Viertel aller psychischen Fehlzeiten verantwortlich sind. Diese Diagnose hat unter Pandemie-Bedingungen an Bedeutung gewonnen (plus 13 Prozent). Doch noch wesentlich stärker – wenn auch von einem sehr niedrigeren Niveau aus – ist die Anzahl der Fehltage durch Angststörungen gestiegen: plus 149 Prozent gegenüber 2019. Im zweiten Pandemiejahr kamen auf 100 Versicherte 24 Fehltage wegen Angststörungen. Angst ist eigentlich eine natürliche körperliche Reaktion auf bedrohliche, ungewisse oder unkontrollierbare Situationen. Doch dieser biologische Mechanismus kann aus den Fugen geraten und irgendwann zur Krankheit werden.

Frauen haben mehr Psych-Fehltage als Männer

Frauen haben seit Jahren mehr Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen als Männer. 2021 waren es in Bremen 387 Tage je 100 Versicherte – deutlich mehr als bei den Männern (200 Tage). Während der Pandemie gab es jedoch bei beiden Geschlechtern in bestimmten Altersgruppen ausgeprägte Steigerungsraten: Bei den Männern ging die Anzahl der Psych-Fehltage in der Gruppe der 30- bis 34-Jährigen (plus 45 Prozent) und in der Gruppe der 35- bis 39-Jährigen (plus 52 Prozent) klar nach oben. Bei den Frauen gab es einen Anstieg nur bei den 30- bis 34-Jährigen – dafür mit 75 Prozent aber umso ausgeprägter. In der ältesten Gruppe der Erwerbstätigen, der Übersechzigjährigen, hatten Männer einen Zuwachs an Psych-Fehltagen um 45 Prozent und Frauen um 29 Prozent.

Deutlich erhöhte Anzahl von Psych-Fehltagen im Gesundheitswesen

Der Psychreport Bremen weist deutliche Unterschiede in den Branchen nach: Während im Gesundheitswesen pro Kopf und Jahr durchschnittlich 4,2 Fehltage mit einer psychischen Diagnose anfallen, sind es in der Branche für Rechtsberatung und andere Unternehmensdienstleistungen nur 1,4 Tage. „Jeder Mensch kann psychisch so aus dem Gleichgewicht geraten, dass er seine Arbeit nicht mehr bewältigen kann“, sagt Jens Juncker. „Wir werben für einen offeneren Umgang mit psychischen Belastungen, gerade in stark belasteten Branchen. Die Veröffentlichung unseres Psychreports ist ein wichtiger Schritt dabei“, so Juncker. Ebenfalls bedeutsam seien die Versorgungsverträge, die die Kasse im Bereich psychischer Erkrankungen für ihre Versicherten abgeschlossen habe.

DAK-Gesundheit bietet individuelle Hilfe an

Die DAK-Gesundheit bietet mit dem Programm „veovita plus“ ihren Versicherten schnelle und flexible Hilfe bei Angst, Depression und Burnout. Nach einer professionellen psychiatrischen und hausärztlichen Diagnose erhalten Betroffene eine individuelle Versorgung und bekommen zusätzlich hochwirksame digitale Gesundheitsanwendungen, die die Behandlung unterstützen. „Ziele sind eine nachhaltige Versorgung und die gesundheitliche Stabilisierung der Versicherten“, so Juncker. Um das sicherzustellen, sei eine Teilnahmedauer von bis zu zwei Jahren im Programm möglich. Weitere Informationen im Netz: www.dak.de/veovita

Für den Psychreport hat das Berliner IGES Institut Daten von fast 15.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Bremen ausgewertet. In dieser Analyse sind alle Fehlzeiten bis zum Jahr 2021 einschließlich berücksichtigt, für die eine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung mit einer psychischen Diagnose an die Kasse gegangen ist.

Freundliche Grüße

Arno Prähler

DAK-Gesundheit
Unternehmenskommunikation / Public Relations
Pressesprecher Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen 
Graf-Adolf-Str. 89, 40210 Düsseldorf
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