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ver.di-Medieninfo: Luftsicherheitskräfte: ver.di fordert Arbeitgeber zu erheblicher Verbesserung des Angebotes auf

Luftsicherheitskräfte: ver.di fordert Arbeitgeber zu erheblicher Verbesserung des Angebotes auf

Am morgigen Dienstag, dem 8. Februar 2022 findet in Berlin die 2. Verhandlungsrunde zur Erhöhung der Entgelte für die bundesweit etwa 25.000 Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) statt.

In der ersten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber ein erstes Angebot vorgelegt. „Dieses Angebot ist völlig unzureichend, da es der Preisentwicklung nicht gerecht wird und vor allem die Angleichung der Löhne in Ost an das Westniveau auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschiebt. 10 Cent Angleichung pro Stunde für jeweils ein Jahr bedeutet, noch 22 beziehungsweise 39 Jahre zu warten, bis im Osten endlich die gleichen Löhne gezahlt werden. Das werden viele Beschäftigten nicht mehr erleben“, kritisiert ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper.

Bereits vor drei Jahren sei in den Tarifverhandlungen dieser Branche die Angleichung der Löhne ein entscheidendes Thema gewesen. Nach harten Auseinandersetzungen mit Streiks an den Flughäfen seien auch erste Schritte zur Angleichung vereinbart worden. Dabei sei zusätzlich im Tarifvertrag festgehalten worden, dass die Anpassung der Löhne der Beschäftigten in dieser Tarifrunde mit dem Ziel einer zügigen Angleichung verhandelt werden. „Deshalb erwarten wir von den Arbeitgebern ein Angebot, das endlich die Preisentwicklung aufgreift und die Angleichung zügig vorsieht,“ so Pieper weiter.

Die Luftsicherheitskräfte in ver.di fordern eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Darüber hinaus soll in der Tarifrunde der Lohn für die Luftsicherheitskräfte Fracht und Personen-/Warenkontrolle mit behördlicher Prüfung auf die Lohnhöhe der Luftsicherheitsassistenten (Fluggastkontrolle) nach dem Grundsatz gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit angehoben werden.

Für die Luftsicherheitskräfte in der Bordkartenkontrolle, in der Sicherung von sicherheitsempfindlichen Bereichen, in der Flugzeugbewachung u.a. mit Qualifizierung und bestandener Prüfung sowie in der Dokumentenkontrolle solle bundesweit das gleiche Stundenentgelt (Gleicher Lohn für gleiche Arbeit) gezahlt werden. Bisher würden diese Beschäftigten regional unterschiedlich bezahlt. Jetzt müsse das Stundenentgelt auf das höchste Entgeltniveau angeglichen werden. Auch die niedrigere Bezahlung von Sicherheitskräften beim Berufseinstieg von bis zu 24 Monaten solle abgeschafft werden. Eine solche Regelung sei angesichts des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften nicht mehr zeitgemäß.

V.i.S.d.P.

Martina Sönnichsen
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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