69 % der importierten Eier 2025 stammen aus den Niederlanden
Menschen in Deutschland verbrauchen im Jahr 252 Eier pro Kopf
WIESBADEN (ots)
Ob bemalt, gefärbt oder ausgeblasen - bunte Eier gehören an Ostern für viele dazu. Ein Teil der hiesigen Versorgung mit Hühnereiern wird durch Importe aus den Nachbarländern sichergestellt. Aus den Niederlanden stammten 3,7 Milliarden (68,7 %) der im Jahr 2025 importierten frischen Hühnereier, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Weitere wichtige Eier-Lieferanten waren Polen mit einem Anteil an den Eier-Einfuhren von 15,9 % (861 Millionen) und Belgien mit 3,5 % (190 Millionen).
Insgesamt wurden 5,4 Milliarden Eier im Jahr 2025 importiert. Demgegenüber standen Exporte von 1,2 Milliarden Eiern und eine heimische Produktion von 13,7 Milliarden Eiern. Die Zahl der importierten Eier ist zurückgegangen: Im Jahr 2025 wurden 3,8 % weniger Eier importiert als im Vorjahr (5,6 Milliarden). In den vergangenen zehn Jahren sank die Importmenge um 20,9 % (2015: 6,9 Milliarden Eier). Auch die Zahl der exportierten Eier ist gesunken: Im Jahr 2025 waren es 11,6 % weniger ausgeführte Eier als im Vorjahr (1,4 Milliarden) und 40,1 % weniger als im Jahr 2015 (2,1 Milliarden). Die inländische Eierproduktion hingegen ist in den vergangenen zehn Jahren um 16,4 % gestiegen (2015: 11,8 Milliarden).
Ob als Osterei, Backzutat oder Frühstücksei: Der Verbrauch von Eiern in Deutschland ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Der durchschnittliche Verbrauch lag im Jahr 2025 nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bei 252 Eiern pro Kopf. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Verbrauch um vier Eier pro Kopf. 2015 waren es 228 Eier pro Kopf.
Methodische Hinweise:
Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Dargestellt werden die deutschen Exporte und Importe von frischen Hühnereiern auf Basis der Warennummer WA04072100 (Eier, frisch, von Hühnern).
Meldepflichtig im Intrahandel (Handel mit EU-Ländern) ab dem Jahr 2025 sind umsatzsteuerpflichtige Unternehmen deren Versendungen in andere EU-Mitgliedstaaten den statistischen Wert von 1 Million Euro bzw. deren Eingänge aus anderen EU-Mitgliedstaaten den statistischen Wert von 3 Millionen Euro im Vorjahr überschritten haben. Bis 2024 betrug die Meldeschwelle in der Versendung 500 000 Euro und im Eingang 800 000 Euro.
Zur Eierproduktion werden Eier berücksichtigt, die in Betrieben von Unternehmen mit mindestens 3 000 Hennenhaltungsplätzen erzeugt werden.
Den heimischen Eier-Verbrauch pro Kopf berechnet die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) auf Basis der Produktions- und Außenhandelsdaten, wobei bei der Eierproduktion seitens der BLE eine Zahl produzierter Eier in Betrieben mit weniger als 3 000 Hennenhaltungsplätzen hinzugeschätzt wird. Daher unterscheidet sich die dort angegebene Zahl der Eierproduktion.
Weitere Informationen:
Außenhandelsergebnisse in der Gliederung nach Warennummern sind in der Datenbank GENESIS-Online im Bereich Außenhandel über die Tabelle 51000-0016 abrufbar.
Zeitreihen zur Eierproduktion können über die Tabellen 41323-0001 (Ergebnisse für Deutschland) und 41323-0004 (Ergebnisse nach Bundesländern) sowie weitere Tabellen in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.
Diese Zahl der Woche ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte: Pressestelle Telefon: +49 611 75 3444 www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Original content of: Statistisches Bundesamt, transmitted by news aktuell