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Wenn Haltung mit Veränderung beginnt – der Stall der Zukunft

Wenn Haltung mit Veränderung beginnt – der Stall der Zukunft
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Deutsches Kalbfleisch setzt Maßstäbe – es ist ein Premiumprodukt, ein vielseitiger Klassiker und ein beliebter Allrounder in vielen Küchen. Doch Maßstäbe zu setzen, beginnt nicht erst auf dem Teller. Qualität fängt schon bei der Haltung an. Deshalb steht die Kontrollgemeinschaft Deutsches Kalbfleisch (KDK) nicht nur für die Sicherheit des Lebensmittels, sondern auch für tiergerechte und sich stetig verbessernde Haltungsbedingungen.

Die KDK steht für die Erzeugung sicherer Lebensmittel unter hohen Tierwohl- und Erzeugungsstandards. Daher setzt die KDK schon bei der Haltung und Aufzucht der Kälber an und fördert die flächendeckende Modernisierung der angeschlossenen Mastbetriebe. Das Ziel: Bis Ende diesen Jahres sollen alle Ställe mit Gummiböden und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kälber ausgestattet sein. Dafür rechnet die KDK mit einem Investitionsbedarf von insgesamt rund 40 Millionen Euro.

Theresa Averbeck, Geschäftsführerin der KDK, lobt die Investitionsbereitschaft und den Gestaltungswillen der Halter: "Die Investitionen verlangen unseren Betrieben viel ab, zeugt aber dafür, dass Tierwohl, 5xD und Wettbewerbsfähigkeit für die KDK maßgebliche Kriterien für eine zukunftsfähige Tierhaltung sind. Die Ställe der teilnehmenden Betriebe sind geschlossen, verfügen aber über viel Tageslicht und frische Luft. Gerade die jungen Kälber brauchen den Schutz vor Witterung."

Schulterschluss von Vermarktern und Haltern

Diesen geschlossenen und konsequenten Schritt für verbesserte Haltungsbedingungen geht man bisher nur in Deutschland. Die Stärke der KDK liegt dabei darin, dass Halter und Vermarkter am selben Strang ziehen, um diese Herausforderung zu realisieren: Die Stallumbaumaßnahmen bedeuten in erster Linie mehr Kosten für die Branche. Doch es ist auch eine Investition in mehr Tierwohl und damit auch in unsere Wettbewerbsfähigkeit. Artgerechte Haltungsbedingungen sind auch bei Verbrauchern ein immer wichtigeres Thema“, erklärt Jens Bahlmann, einer der drei Vermarkter der KDK und selbst Halter.

Christoph Hackmann, Kälberhalter und KDK-Mitglied der ersten Stunde, hat seinen Betrieb bereits vor einigen Jahren umfassend modernisiert und für die Zukunft gerüstet: „Ich habe meine Ställe vor fünf Jahren komplett neu gebaut und gleich auf Gummiböden gesetzt. Der Liege- und Tritt-Komfort für die Tiere ist deutlich höher, da der Boden viel weicher und rutschfester ist als die bis vor wenigen Jahren üblichen Hartholz-Böden.“

Die Umrüstung auf Gummiböden ist eine wichtige und effektive Maßnahme, um die Haltungsstandards im Sinne des Tierwohls anzuheben und sich dabei gleichzeitig konform zur aktuellen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung aufzustellen. Bei der Sanierung unterstützen die Hersteller von Stallbodenbelägen die Kälberhalter mit geeigneten Lösungen: „Wir bieten passgenaue und individuell gefertigte Gummiauflagen sowohl für Betonspalten als auch für Bongossiböden an, die von der DLG auf Haltbarkeit, Rutschfestigkeit und auf die Migration von PAKs (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) geprüft werden und speziell an die Anforderungen der Kälberhaltung angepasst sind. Neben der allgemeinen Förderung des Tierwohls durch die Vorteile einer elastischen Gummiauflage können mit unseren Produkten so auch die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.“, erklärt etwa das Unternehmen Kraiburg Elastik aus Bayern.

Ein Signal Richtung Handel und Verbraucher

Mehr Tierwohl rückt auch beim Handel und den Verbrauchern in den Fokus. So bietet etwa Kaufland seit Juli 2023 ausnahmslos Kalbfleisch der Haltungsform-Stufe-2 an – und damit ausschließlich Kalbfleisch der Kontrollgemeinschaft Deutsches Kalbfleisch (KDK). Möglich macht das der Zugang für deutsches Kalbfleisch in die Haltungsform-Stufe-2, deren Zertifizierung die Initiative Tierwohl (ITW) durchführt. Neben den bisherigen Kontrollen im KDK-Programm kommen über das Prüfsystem der Initiative Tierwohl ein zusätzliches Audit und ein Bestandscheck pro Jahr hinzu.

„Wir werden unser Fleischsortiment über alle Tierarten hinweg tierwohlfreundlicher gestalten. Dabei hat die partnerschaftliche Zusammenarbeit für uns einen hohen Stellenwert, denn neue Standards können wir nur gemeinsam mit unseren Lieferanten erreichen. Das bundesweite Sortimentsangebot an ITW-zertifiziertem Kalbfleisch ist daher der konsequente nächste Schritt“, sagt Stefan Rauschen, Geschäftsführer Einkauf Frische bei Kaufland.

Strenge Qualitätsstandards, tiergerechte Haltung und kurze Transportwege – dies sind Aspekte, die das Vertrauen der Verbraucher stärken und die regionale Landwirtschaft unterstützen. Kunden von Kaufland haben somit die Gewissheit, dass das erworbene Kalbfleisch höchsten Ansprüchen gerecht wird und gleichzeitig den verantwortungsbewussten Umgang mit Tier und Umwelt fördert. Über den Standard hinauszugehen, das bleibt auch in Zukunft der Anspruch dieses großen und wertvollen Zusammenschlusses von Landwirtschaft, Vermarktung und Kontrolle, der die Kontrollgemeinschaft Deutsches Kalbfleisch ist.

„Wir werden uns weiter intensiv beim Tierschutz und der Stärkung der Tiergesundheit einbringen, denn Tierwohl und Lebensmittelsicherung stehen bei unserem Handeln im Vordergrund. Ziel ist es, uns dabei stetig weiterzuentwickeln und noch nachhaltiger zu werden. Unsere Ställe sind zukunftsfähig. Den Tieren muss es gut gehen und das Produkt sicher sein. Dafür steht die KDK: Tierwohl in der Haltung, gute Luft und bestes Futter. All das halten wir in unseren Ställen ein“, so Averbeck abschließend.

Herzliche Grüße

Marius Riebandt

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