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Viren, Würmer und Lauschangriff: Auch bei der Internet-Telefonie lauern Gefahren aus dem Netz

München (ots)

IT-Experten warnen vor vielfältigen Risiken bei
VoIP / Anstieg von "Spam over Internet Telephony" befürchtet / Der
Lauschangriff ist derzeit noch "ein Kinderspiel" / COMPUTERWOCHE rät:
Standard-Passwörter vermeiden, Firewall installieren und sensible
Telefonate verschlüsseln
München, 5. August 2005 – Nicht nur Unternehmen steigen auf
Voice-over-IP (VoIP) um, sondern auch immer mehr Privatpersonen. Denn
Internet-Telefonie ist günstig und der Anwender überall erreichbar,
weil jeder Internet-Anschluss genutzt werden kann. In die
Begeisterung für VoIP mischen sich aber zunehmend Stimmen, die vor
vielfältigen Risiken warnen. Die IT-Wochenzeitung COMPUTERWOCHE
berichtet in ihrem aktuellen Heft (Ausgabe 31/2005), wo die Gefahren
der neuen TK-Welt liegen und wie sich Anwender schützen können.
Den Grund für die Risiken bringt Christian Louis, Security
Consultant, auf den Punkt: "VoIP ist letztlich nur eine Anwendung wie
jede andere auch." So befürchten IT-Experten bei zunehmender
Verbreitung von VoIP etwa einen massiven Anstieg des so genannten
Spit (Spam over Internet Telephony), bei denen der User mit
automatischen Werbeanrufen bombardiert wird. Gravierender als die
wohl vor allem nervigen Spits ist aber die Gefahr von
Lauschangriffen. Wer mithören möchte, hat es dabei noch nicht einmal
schwer: Mit Hilfe eines installierten Agenten oder Trojaners dringen
Lauscher in das System ein, mit im Internet frei verfügbaren Tools
wie "Ethereal" oder "Cain&Abel" können sie die Datenpakete
mitschneiden. "Ein Kinderspiel", meint Sicherheitsberater Louis in
der COMPUTERWOCHE. Eine weitere Gefahr sind
Denial-of-Service-Attacken. Bei DoS-Attacken wird die IP-Anlage oder
sogar das komplette Netz lahm gelegt, indem das System mit einer
Unmenge von Anfragen oder speziellen Daten überlastet wird. Und
schließlich ist auch VoIP vor Hacker-Angriffen nicht sicher, so die
IT-Wochenzeitung. Ein Angreifer kann sich unter falscher Identität in
das System einschleichen und dann auf Kosten des Nutzers die Dienste
in Anspruch nehmen.
Um einen wirksamen Schutz gegen die Angriffe zu haben, rät die
COMPUTERWOCHE, zuerst alle Standard-Passwörter für die VoIP-Anlage zu
ändern sowie ein Antivirenprogramm und eine gute Firewall zu
installieren. Als weiteren Schutz sollten Verschlüsselungsmaßnahmen
sowie starke Zugangskontroll- und Authentifizierungslösungen für das
VoIP-System eingerichtet werden. Wer solche Maßnahmen ergreift, kann
unbesorgt via Internet telefonieren, so die COMPUTERWOCHE.
Für Rückfragen: 		
Jürgen Hill, Redaktion COMPUTERWOCHE,
Tel. 089/360 86-249, Fax 089/360 86-109

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