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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Krise der Finanzmärkte

Bielefeld (ots)

Wenn tragende Säulen an einem Haus wackeln,
sollte man technische Hilfe leisten - und zwar schnell. Wer 
stattdessen als erste Maßnahme den Architekten verklagt, muss damit 
rechnen, dass das Gebäude den Gerichtsprozess nicht übersteht.
Übertragen auf das Finanzgebäude, lässt sich feststellen: In den USA,
dem Geburtsland des Neoliberalismus, fragt offenbar niemand, ob es 
zulässig ist, Verluste zu verstaatlichen. Da klappt das Zusammenspiel
von Politik, Notenbank und Privatbanken wie am Schnürchen.
Das hat sicher damit zu tun, dass die Krise die Wirtschaft jenseits 
des Atlantiks schon weit mehr geschädigt hat als bei uns. Zugleich 
wissen die Amerikaner, was ihnen als Aktionären, Rentenanwärtern und 
Arbeitnehmern droht, wenn noch mehr Säulen des Gebäudes einstürzen.
In Europa erreicht die Krise noch nicht diese Dramatik. Sie sollte 
auch nicht herbeigeredet werden - wie dies Josef Ackermann, der Chef 
der Deutschen Bank, getan hat. Im Zweifel ist es allerdings richtig, 
Löcher zu stopfen, bevor das austretende Wasser sie vergrößert und 
weiteren Schaden anrichtet. Im schlimmsten Fall wären ohnehin die 
Kleinen die Leidtragenden. Dies zu ändern, ist nicht nur Aufgabe der 
Staaten. Auch die Anleger sollten mehr Wert auf langfristigen Erfolg 
legen.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original content of: Westfalen-Blatt, transmitted by news aktuell

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