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Neujahrsvorsätze: Deutsche wollen mehr Energie sparen

Neujahrsvorsätze: Deutsche wollen mehr Energie sparen
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Essen (ots)

  • 43 Prozent wollen weniger, 5 Prozent mehr Energie verbrauchen
  • Geld sparen als Hauptmotiv für geringeren Energieverbrauch

Gesünder ernähren, mehr Sport treiben und mehr Geld sparen - das sind die Klassiker bei den Neujahrsvorsätzen. Neu dabei: mehr Energie sparen. Fast die Hälfte (43 Prozent) der Deutschen wollen als Neujahrsvorsatz weniger Energie im Haushalt verbrauchen, ein Drittel (32 Prozent) etwas weniger und elf Prozent sogar viel weniger. Besonders ausgeprägt ist dieser Vorsatz bei Schüler:innen - hier hat sich knapp die Hälfte das Energiesparen ins Hausaufgabenheft geschrieben. Gleichzeitig überwiegt ausschließlich in dieser Personengruppe das Motiv, Deutschland gut durch die Energiekrise zu bringen (42 Prozent). In der Gesamtbevölkerung dominiert das Motiv, Geld sparen zu wollen. Der Klimaschutz hingegen ist nur für rund jede:n Zehnte:n ein Antrieb. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die YouGov Mitte Dezember im Auftrag von ista durchgeführt hat.

"Immer mehr Menschen in Deutschland wollen Energie sparen. Und viele machen es sich jetzt sogar zum Neujahrsvorsatz. Ähnlich wie bei den Neujahrsklassikern Sport und Ernährung haben es die Menschen in der eigenen Hand. Das eigene Verhalten ist der entscheidende Hebel, um den Verbrauch zu senken", sagt Hagen Lessing, CEO von ista.

Hauptmotiv: Geld sparen

Befragt nach den Gründen, weniger Energie zu verbrauchen, gaben 64 Prozent an, Geld sparen zu wollen. 19 Prozent wollen dafür einen Beitrag leisten, dass Deutschland gut durch die Energiekrise kommt. Für lediglich elf Prozent spielen der Umwelt- und Klimaschutz eine maßgebliche Rolle, während drei Prozent dies tun wollen, weil auch der Freundes- und Bekanntenkreis weniger Energie verbraucht.

Weniger heizen ist die bevorzugte Maßnahme

Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) derjenigen, die sich vorgenommen haben, weniger Energie zu verbrauchen, wollen in allen Räumen weniger heizen. 52 Prozent wollen die Heizung bei Abwesenheit im Zimmer abdrehen. "Weniger zu heizen, ist die einfachste Methode, um weniger Energie zu verbrauchen. Bereits ein Grad weniger Raumtemperatur senkt die Heizkosten um sechs Prozent", sagt Lessing.

Auch das Einsparpotenzial bei Elektrogeräten wurde erkannt: Jede:r zweite (50 Prozent) will Elektrogeräte ausschalten, statt diese im Stand-by-Modus zu belassen. 39 Prozent wollen Waschprogramme mit geringerer Temperatur wählen. "Sehr viel ungenutztes Potenzial schlummert bei der Warmwasseraufbereitung. Viele Befragte haben dies schon deutlich erkannt und wollen entsprechende Maßnahmen umsetzen", so Lessing. 47 Prozent wollen beim Spülen oder Händewaschen weniger Warmwasser nutzen, knapp jede:r vierte (22 Prozent) will einen Spar-Duschkopf nutzen und sechs Prozent künftig kalt duschen. "Beim Duschen ist noch mehr Luft nach oben. Mit Spar-Duschköpfen lässt sich der Warmwasserverbrauch nahezu halbieren - eine einfache Maßnahme, die sich leicht umsetzten lässt", kommentiert Lessing. Häufiger im Büro arbeiten, um zuhause Energie zu sparen, wollen nur fünf Prozent.

Vorsatz zur Energieeinsparung unabhängig vom Einkommen

Die Bereitschaft, Energie zu sparen geht quer durch alle Einkommensschichten. Haushalte mit Einkommen zwischen 3.000 bis 3.500 sind mit 51 Prozent besonders motiviert, weniger Energie zu verbrauchen. Auch bei Haushalten mit geringerem Haushaltseinkommen ist die Bereitschaft hoch: bei einem Einkommen von 1.500 bis 2.000 Euro wollen 42 Prozent im Haushalt Energie sparen.

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E-Mail: Florian.Doetterl@ista.com

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