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Weltweite Lebensmittelkrise trifft Flüchtlinge besonders schwer

Bonn (ots)

Die Hungersituation auf der Welt verschlechtert sich zunehmend. Ein zentraler Grund dafür ist die Lebensmittelknappheit infolge der Corona-Pandemie, anhaltender Dürreperioden und des Ukraine-Krieges. Gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Flüchtlinge und Binnenvertriebene, aber auch diejenigen, die sie aufnehmen, trifft die Notlage besonders schwer. Allein am Horn von Afrika, das aktuell die schwerste Dürre seit 40 Jahren erlebt, leiden schätzungsweise 18,4 Millionen Menschen an akutem Hunger. 1,5 Millionen Schutzsuchende benötigen dringend Unterstützung. Die UNO-Flüchtlingshilfe macht auf ihr Schicksal aufmerksam.

"Die weltweiten Lieferengpässe und Lebensmittelknappheit spüren wir hierzulande, wenn Sonnenblumenöl oder Weizenmehl kurzzeitig aus den Supermarktregalen verschwinden - doch für viele Flüchtlinge und Binnenvertriebene in besonders krisengeschüttelten Regionen werden sie zum Überlebenskampf. Wenn grundlegendste Bedürfnisse wie Nahrung nicht erfüllt werden können, entsteht ein Nährboden für neue Konflikte und Vertreibungen", sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem deutschen Partner des Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR).

Jemen: Von anhaltenden Krisen überwältigt

Der Jemen ist eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt. Hier folgt die verheerende Nahrungsmittelknappheit auf fast acht Jahre Bürgerkrieg und wirtschaftliche Instabilität im Land. Ausgefallene Getreidelieferungen und steigende Lebensmittelpreise spitzen die bedrohliche Situation jetzt weiter zu: 17,4 Millionen Menschen leben dort bereits am Rande einer Hungersnot, unter ihnen 3,8 Millionen Binnenvertriebene und Flüchtlinge.

Gemeinsam mit humanitären Partnern begegnet der UNHCR der bedrohlichen Hungerkrise und deren Folgen für Flüchtlinge und Binnenvertriebene mit großer Einsatzbereitschaft: In stark betroffenen Ländern wie dem Jemen verteilt er Bargeldhilfe an besonders vulnerable Familien. Das versetzt sie in die Lage, Lebensmittel zu kaufen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen und für Miete und Schulkosten aufzukommen. Projekte, die die sanitäre Situation in den Flüchtlingscamps verbessern, stärken die Gesundheit und schaffen Einkommen für Menschen, die ohne Arbeit sind. Da die Finanzierung jedoch nicht mit dem stetig wachsenden Bedarf mithalten kann, drohen Kürzungen der Lebensmittelrationen für Flüchtlinge.

Weitere Informationen zur Lage am Horn von Afrika: https://ots.de/qKbqiG

Pressekontakt:

Marius Tünte, Tel. 0228-90 90 86-47, tuente@uno-fluechtlingshilfe.de

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