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Menschenscheuer Allesfresser mit Zorromaske - Was Sie über Waschbären unbedingt wissen sollten

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Berlin (ots)

Anmoderationsvorschlag: Waschbären sind äußerst geschickte Diebe: Sie klauen uns Lebensmittel von Balkonen und Terrassen, durchwühlen und plündern unsere Mülltonnen und vermehren sich seit Jahren ungehemmt. Über 202.000 haben die Jäger in der vergangenen Jagd-Saison erlegt - so viele wie nie zuvor. Mehr über den menschenscheuen Allesfresser mit der niedlichen schwarzen Zorromaske, der sich in einem Band von Mecklenburg-Vorpommern über Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen bis nach Nordrhein-Westfalen breit gemacht hat, verrät Ihnen jetzt Jessica Martin.

Sprecherin: Der Waschbär ist ein waschechter Nordamerikaner, der in Deutschland aber längst eine ökologische Nische gefunden hat und sich hier pudelwohl fühlt.

O-Ton 1 (Torsten Reinwald, 22 Sek.): "Und zwar wurde der vor fast 100 Jahren ausgesetzt in Hessen, um die Artenvielfalt zu bereichern, das war damals die Argumentation. Und in Brandenburg sind einige Tiere ausgebüxt, die wurden dort als Pelztiere gehalten. Der Waschbär hat in Deutschland keine Fressfeinde und gleichzeitig spielt ihm der Klimawandel in die Pfoten. Dadurch überleben viele Tiere, er kann sich stark vermehren."

Sprecherin: So Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband. Zwar sieht der Waschbär mit seiner schwarzen Zorromaske niedlich und harmlos aus, so ganz ohne ist er aber nicht.

O-Ton 2 (Torsten Reinwald, 17 Sek.): "Er bedroht heimische Tierarten, vor allen Dingen Vogelarten. Er ist ein Allesfresser, er frisst Küken, er frisst Eier. Und wenn er sich dann im heimischen Garten breitmacht, ist mit ihm auch nicht zu spaßen. Und deswegen hat die Europäische Union gesagt, wir sollen auf jeden Fall die Bestände eindämmen - und das geht mit der Jagd ganz gut."

Sprecherin: Anders als in der Südstaaten der USA, wo Waschbär-Fleisch eine Delikatesse ist, steht es hierzulande allerdings bisher nur selten auf der Speisekarte. Dabei ist es als Ragout wirklich köstlich, sagt Torsten Reinwald:

O-Ton 3 (Torsten Reinwald, 24 Sek.): "Wichtig ist eben auf jeden Fall, das Fett vorher zu entfernen, sonst schmeckt das Fleisch, sehr, sehr streng. Schwer zu beschreiben, wie Waschbär-Fleisch schmeckt. Jedes Tier schmeckt anders, ob ich jetzt Reh, Hirsch oder Wildschwein nehme. Vielleicht kann man es so beschreiben, dass Waschbär so leichte Anklänge an Hasenfleisch hat. Es ist einen Versuch wert einfach, den Geschmack für sich selber auszuprobieren - und vielleicht taugt Waschbär ja dann auch für die Festtagstafel."

Abmoderationsvorschlag: Wenn Sie sich trauen und Ihren Gaumen daran gewöhnen möchten, dann einfach mal beim Jäger in der Region nachfragen, ob er gerade Waschbär-Fleisch vorrätig hat. Weitere Infos zum Thema finden Sie auf der Webseite des DJV unter www.Jagdverband.de.

Pressekontakt:

Torsten Reinwald
Tel.:030/2091394-23
Mail: pressestelle@jagdverband.de

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