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Rheinische Post: EU sucht "Gesicht" Kommentar Von Anja Ingenrieth

Düsseldorf (ots)

Ein größeres Gewicht durch mehr "Gesicht" in
der Welt: Dies soll der Lissabon-Vertrag Europa bringen. Das 
Reformwerk beschert der EU neue Spitzen-Posten. Bereits zum 
Jahreswechsel könnten ein ständiger Ratspräsident sowie ein 
Außenminister die Geschicke der Gemeinschaft maßgeblich mitbestimmen.
Doch weder über die Kandidaten noch deren Kompetenzen herrscht 
Klarheit. Haben die EU-Regierungschefs den Mut, eine starke 
Persönlichkeit wie Tony Blair in ihrem Namen mit den Mächtigen rund 
um den Globus verhandeln zu lassen? Oder installieren sie lieber 
jemanden auf dem Präsidenten-Sessel, der ihnen die Butter nicht vom 
Brot nimmt?
Diese Grundsatz-Entscheidungen sind für Europas globale Schlagkraft 
essentiell. Doch beim heute beginnenden EU-Gipfel stellen die Chefs 
wieder keine Weichen für die Zukunft. Denn Tschechiens Präsident 
Vaclav Klaus blockiert, will sich seine noch fehlende 
Vertrags-Unterschrift möglichst teuer abhandeln lassen. Klaus' 
Sturheit verdammt die gesamte Gemeinschaft zum Stillstand. Das 
schadet ihrem Ansehen und nährt bei Europas Partnern die Sorge, dass 
diese EU der Partikular-Interessen ihren globalen Ambitionen am Ende 
nicht gerecht werden kann.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

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