PRESSEPORTAL Presseportal Logo
All Stories
Follow
Subscribe to Deutsche Post DHL Group

27.06.2019 – 11:37

Deutsche Post DHL Group

PM: DHL Global Trade Barometer zeigt rückläufigen Welthandel, beeinflusst durch anhaltend negative Stimmung im Privatsektor
PR: DHL Global Trade Barometer reflects deteriorating global trade due to prevailing negative sentiment in private se

PM: DHL Global Trade Barometer zeigt rückläufigen Welthandel, beeinflusst durch anhaltend negative Stimmung im Privatsektor / PR: DHL Global Trade Barometer reflects deteriorating global trade due to prevailing negative sentiment in private se
  • Photo Info
  • Download

2 Documents

DHL Global Trade Barometer zeigt rückläufigen Welthandel, beeinflusst durch anhaltend negative Stimmung im Privatsektor

- Großbritannien trotz ungelöstem Brexit einziges Land mit verbessertem Ausblick
- Anhaltend positiver Wachstumsausblick für Deutschland und Indien
- USA und China verzeichnen stark rückläufige Handelsvolumen

Bonn, 27. Juni 2019: Erstmals seit seiner Einführung im Januar 2018 deutet das DHL Global Trade Barometer (GTB) auf einen leichten Rückgang des Welthandels in den nächsten drei Monaten hin. Der Ausblick für den Welthandel hat sich um -8 Punkte auf einen neuen Indexwert von 48 verschlechtert. Anders ausgedrückt, wird der Welthandel - prognostiziert anhand der Import- und Exportdaten für verschiedene Zwischenprodukte und frühzyklische Güter - in den nächsten drei Monaten voraussichtlich abnehmen, wobei aber nur mit einer leicht rückläufigen Entwicklung zu rechnen ist. Hinter dem Rückgang des Gesamtindex stehen vor allem deutlich niedrigere Indexwerte für die Luftfracht und die Container-Seefracht, den beiden grundlegenden Komponenten des GTB. Der Index für die Luftfracht ist um -6 Punkte auf 49 gesunken, der Container-Seefracht-Index um -8 Punkte auf 48 Indexpunkte.

Mehrere aufeinanderfolgende Quartale mit schwacher Handelsdynamik

Mit den jüngsten Entwicklungen setzt sich der vom GTB über mehrere Quartale seit Mitte 2018 verzeichnete Abwärtstrend fort. Der aktuelle Rückgang ist auch der erste seit 2015. In diesem Jahr stellte das GTB - das historische Daten seit 2013 berücksichtigt - zur Jahresmitte einen Rückgang des globalen Handelsvolumens fest, der mehr als einen Monat andauerte.

Mit Blick auf die jüngste Prognose kommentierte Tim Scharwath, CEO von DHL Global Forwarding, Freight: "In Mitten des US-chinesischen Handelsstreits ist der leicht negative Ausblick für den Welthandel im dritten Quartal 2019 nicht völlig überraschend. Das jüngste Global Trade Barometer zeigt deutlich, warum es bei Handelskonflikten keine Gewinner gibt. Trotzdem verzeichnen einige große Volkswirtschaften wie Deutschland weiterhin ein positives Handelswachstum. In der Betrachtung seit Jahresanfang hat sich auch der Welthandel weiterhin positiv entwickelt. Daher bleiben wir auch zuversichtlich, dass unsere bisherige Prognose weiterhin Bestand hat und 2019 ein Jahr mit einem insgesamt positiven, wenn auch schwächeren Handelswachstum sein wird." Zu den Implikationen für Deutsche Post DHL Group erklärte Tim Scharwath: "Das DHL Global Trade Barometer ist für uns ein nützliches Instrument, um wirtschaftliche Entwicklungen frühzeitig zu antizipieren. Wir sind gut auf die prognostizierten Entwicklungen vorbereitet. Dank unserer Struktur sowie unseres breiten Portfolios und unserer weltweiten Aktivitäten können wir solche Handelsdynamiken gut ausbalancieren."

Neueste GTB-Ergebnisse verdeutlichen negative Folgen von Handelskriegen

Eswar S. Prasad, Professor für Handelspolitik und Volkswirtschaftslehre an der Cornell University in Ithaca, NY, USA, kommentierte die jüngsten GTB-Ergebnisse wie folgt: "Das Wachstum in den Volkswirtschaften, die traditionell als wichtigste Wachstumsmotoren der Weltwirtschaft fungieren, lässt nach. Die meisten makroökonomischen Indikatoren und Arbeitsmarktdaten deuten auf eine Abkühlung der US-Konjunktur hin und die Stimmung an den Finanzmärkten hat sich durch die Handelsspannungen eingetrübt. Nachdem zunächst schien, dass die Stimulusmaßnahmen der chinesischen Regierung das Wachstum stabilisieren, wird die Wachstumsdynamik in China jetzt wieder durch den anhaltenden Handelsstreit belastet. Die Wachstumserholung in Deutschland erscheint fragil und die indische Wirtschaft verliert an Fahrt, weil die Zweifel an der erfolgreichen Umsetzung wichtiger Wirtschaftsreformen zunehmen. Ein gleichzeitiger Abschwung in den wichtigsten globalen Volkswirtschaften könnte Auswirkungen auf das Handelsvolumen haben, wenn die andauernde Unsicherheit weiterhin die Verbrauchernachfrage und Unternehmensinvestitionen dämpft."

US-chinesischer Handelskonflikt schwächt Dynamik des Welthandels

Als eine der Parteien im aktuellen Handelskonflikt verzeichnen die USA den mit Abstand höchsten Rückgang unter allen GTB-Indexländern, wobei der Ausblick um -11 Punkte auf 44 Punkte gesunken ist. Diese Verluste wurden hauptsächlich durch einen negativen Ausblick für die wichtigsten Exportkategorien verursacht. Den zweitgrößten Verlust verbucht China mit einem Rückgang um -7 Punkte auf 49, nur einen Punkt unter der Indexmarke-Marke, die für Stagnation steht. Chinas negativer Ausblick ist in erster Linie durch rückläufige Importe in mehreren Kategorien sowie ein insgesamt nur schwaches Exportwachstum bedingt. Der Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern ist zwar bereits seit Einführung des Global Trade Barometer im Januar 2018 eine drohende Gefahr für das Wachstum, hat sich aber noch nie so deutlich in den tatsächlichen Handelsprognosen niedergeschlagen wie aktuell. Aufgrund des hohen Anteils der USA und Chinas am globalen Index ist das schwächere Handelswachstum in beiden Ländern ein wichtiger Treiber für den prognostizierten globalen Rückgang. Dass die Abschwächung des Welthandels bislang nur relativ geringfügig ist, liegt unter anderem daran, dass die Handelsströme bei Handelskonflikten nicht einfach zum Erliegen kommen. Stattdessen kommt es zu einer Verlagerung von Handelsrouten und Lieferketten in andere Länder. Auf globaler Ebene kompensiert dies einen Teil der negativen Auswirkungen von Handelsspannungen zwischen Ländern.

Scheinbar keine Auswirkungen des drohenden Brexit auf britischen Handel, Deutschland und Indien weiter mit leichtem Wachstum

Im insgesamt eingetrübten Handelsklima verzeichnen drei GTB-Länder ein schwächeres Handelswachstum, halten sich aber über der Stagnationsmarke: Der Indexwert für Deutschland ist im Vergleich zum Vorquartal um lediglich -1 Punkt auf 52 Punkte gesunken, während Indien einen Rückgang um -6 Punkte auf 53 verzeichnet hat. Der Indexwert für Großbritannien ist sogar um +2 Punkte auf 52 gestiegen. Angesichts der andauernden Ungewissheit rund um den Brexit überrascht dieses Ergebnis. Es könnte ein Hinweis darauf sein, dass Unternehmen angesichts eines noch immer bestehenden Risikos für einen harten Brexits Ende Oktober weiterhin Lagerbestände aufstocken.

Dynamik des Handels in Ostasien lässt weiter nach

Neben China verzeichnen auch die ostasiatischen Volkswirtschaften Japan und Südkorea eine weiter nachlassende Handelsdynamik. Der Index für Japan ist um -7 Punkte auf genau 50 Punkte gesunken - den Wert, der für eine stagnierende Entwicklung des Handels steht. Südkorea ist das dritte GTB-Land, in dem in den nächsten drei Monaten mit einem rückläufigen Handelswachstum gerechnet wird: Nach einem leichten Rückgang auf 49 Punkte im März 2019 hat sich der Ausblick nochmals um -3 Punkte auf 46 Punkte verschlechtert.

Der nächste GTB-Bericht erscheint Ende September.

Mehr über das DHL Global Trade Barometer erfahren Sie unter dpdhl.com/gtb

- Ende -

Sie finden die Pressemitteilung zum Download sowie weiterführende Informationen unter dpdhl.de/pressemitteilungen

Medienkontakt

Deutsche Post DHL Group

Media Relations

David Stöppler

Tel.: +49 228 182-9944

E-Mail: pressestelle@dpdhl.com

E-Postbrief: pressestelle.konzern@dpdhl.epost.de

Im Internet: dpdhl.de/presse

Folgen Sie uns: twitter.com/DeutschePostDHL

DHL - The logistics company for the world

DHL ist die weltweit führende Marke in der Logistik. Als "family of divisions" bieten die DHL-Divisionen ein einzigartiges Logistikportfolio - von der nationalen und internationalen Paketzustellung über Transport- und Fulfillment-Lösungen im E-Commerce, den internationalen Expressversand sowie Straßen-, Luft- und Seefrachttransport bis zum Supply-Chain-Management. Mit rund 380.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 220 Ländern und Territorien weltweit verbindet DHL sicher und zuverlässig Menschen und Unternehmen und ermöglicht so globalen Handel. Mit einer einzigartigen Präsenz in Entwicklungs- und Schwellenländern, spezialisierten Lösungen für Wachstumssektoren wie "Technology", "Life Sciences & Healthcare", "Automotive", "Energy" und "Retail" und einer ausgewiesenen Verpflichtung zu unternehmerischer und gesellschaftlicher Verantwortung ist DHL "The logistics company for the world".

DHL ist Teil des Konzerns Deutsche Post DHL Group. Die Gruppe erzielte 2018 einen Umsatz von mehr als 61 Milliarden Euro.

------------------------------------------------------------------------------------------------

DHL Global Trade Barometer reflects deteriorating global trade due to prevailing negative sentiment in private sector

- UK shows improved outlook despite unresolved Brexit
- Germany and India maintain a positive growth outlook
- US and China reveal sharply lower trade volumes

Bonn, June 27, 2019: For the first time since its launch in January 2018, the DHL Global Trade Barometer indicates a slight contraction of worldwide trade for the next three months. These losses led to an overall drop in the world trade outlook by -8 points, to a new index value of 48. In other words, world trade - forecasted by trade flows in intermediaries and early-cycle commodities - is expected to decline in the coming three months, albeit mildly. The overall decline was driven by significant losses for both air and containerized ocean trade, which are the GTB's two fundamental constituents. Air trade declined by -6 to 49 points, and containerized ocean trade by -8 points to 48 index points.

Sluggish trade momentum for several quarters in a row

The latest developments continue a downward trend which the GTB has been recording for several quarters since mid-2018. The current contraction is also the first one since 2015, when the GTB - which takes into account historical data from 2013 onwards - measured more than a month-long decline of global trade volumes in the middle of the year.

Commenting on the latest forecast, Tim Scharwath, CEO of DHL Global Forwarding, Freight, said: "Amidst rising US-Chinese tensions, the slightly negative outlook for global trade for the third quarter of 2019 does not come as a complete surprise. The latest GTB clearly illustrates why trade disputes create no winners. Nevertheless, some major economies such as Germany continue to record positive trade growth. And from a year-to-date perspective, world trade growth has still been positive. Hence, we remain confident in our initial prognosis that 2019 will be a year with overall positive, but slower trade growth." With respect to the implications for Deutsche Post DHL Group, Tim Scharwath further explained: "The GTB is a useful tool for us to anticipate economic developments at an early stage. We are well-prepared to tackle the forecasted developments. Our divisional structure and portfolio as well as our worldwide activities allow us to balance economic effects within the company and remain resilient to changes in global trade dynamics."

Latest GTB results show negative effects of trade wars

Eswar S. Prasad, Professor of Trade Policy and Economics at Cornell University in Ithaca, NY, USA, comments: "Growth is weakening in the key drivers of the world economy. Most macroeconomic and labor market indicators point to a cooling of U.S. growth and financial market sentiment has been hurt by trade tensions. The Chinese government's stimulus measures appeared to be stabilizing growth, but persistent trade tensions are again dragging down growth momentum in China. The German growth revival looks fragile while India's growth has hit the skids, with rising doubts about the prospects of major economic reforms. A synchronized slowdown of the world's major economies could affect trade volumes, if the uncertainty continues to dampen consumer demand and business investment."

US-China trade conflict dragging down global trade momentum

As one of the parties involved in the current trade disputes, the US saw by far the heaviest losses amongst all GTB index countries, with its outlook declining by -11 points to 44. Those losses were mainly driven by a negative outlook for major export categories. China scores second in terms of losses, with a decline of -7 points to 49 - an index value one point below stagnation. China's negative outlook was primarily driven by declining imports in several categories, combined with just minor overall export growth. Whilst the trade dispute between the two countries has been a looming, growth-impending threat since the GTB's launch in January 2018, it has never manifested itself as much as now in actual trade forecasts. Given the US' and China's large contribution to the global index, their diminishing trade growth rates contribute to a large extent to the projected global decline. The still rather mild global trade contraction can be explained by the fact that during trade conflicts, trade flows do not merely dry out. Instead, trade routes and supply chains shift into other countries. On a global scale, this partly offsets the negative effects of trade tensions between countries.

UK trade unaffected by Brexit threat, Germany and India maintaining mild growth rates

In the wake of the overall weakened trade climate, three GTB constituent countries record slower trade growth forecasts while managing to stay above the level of stagnation: Germany has registered a mere -1 point decline compared to the previous quarter and now scores 52, whilst India loses -6 points, resulting in an outlook of 53 points. The UK actually gains +2 points, scoring an index value of 52. Given the still unresolved Brexit uncertainties, this result looks somewhat counterintuitive. It might be an indication that companies are increasingly stockpiling inventories in face of the risk of a hard Brexit at the end of October.

East-Asian economies with further weakening trade momentum

In addition to China, the East-Asian economies of Japan and South Korea record sluggish trade momentum. The index for Japan has fallen by -7 points and now sits at exactly 50, which indicates stagnating trade dynamics. South Korea is the third GTB country with a forecasted decline in trade growth for the next three months: On the back of a mild decline with 49 points in March 2019, the outlook further declined by -3 to 46 points.

The next GTB update will be released End of September.

To learn more about the DHL Global Trade Barometer, please visit dpdhl.com/gtb

- End -

You can find the press release for download as well as further information on dpdhl.com/pressreleases

Media Contact:

Deutsche Post DHL Group

Media Relations

David Stöppler

Phone: +49 228 182-9944

E-mail: pressestelle@dpdhl.com

On the Internet: dpdhl.de/press

Follow us at: twitter.com/DeutschePostDHL

DHL - The logistics company for the world

DHL is the leading global brand in the logistics industry. Our DHL family of divisions offer an unrivalled portfolio of logistics services ranging from national and international parcel delivery, e-commerce shipping and fulfillment solutions, international express, road, air and ocean transport to industrial supply chain management. With about 360,000 employees in more than 220 countries and territories worldwide, DHL connects people and businesses securely and reliably, enabling global trade flows. With specialized solutions for growth markets and industries including technology, life sciences and healthcare, energy, automotive and retail, a proven commitment to corporate responsibility and an unrivalled presence in developing markets, DHL is decisively positioned as "The logistics company for the world".

DHL is part of Deutsche Post DHL Group. The Group generated revenues of more than 61 billion euros in 2018.

With best regards   
Your Media Relations-Team   
Deutsche Post DHL Group