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Gebr. Otto Baumwollfeinzwirnerei GmbH + Co. KG

"Schlechte Zeiten sind gut für gute Unternehmen" - Jahresrückblick, Ehrungen und Verabschiedungen beim Sommerfest von Gebr. Otto

"Schlechte Zeiten sind gut für gute Unternehmen" - Jahresrückblick, Ehrungen und Verabschiedungen beim Sommerfest von Gebr. Otto
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Bei seinem Sommerfest zu Beginn des diesjährigen Betriebsurlaubs Ende Juli hat das Dietenheimer Unternehmen Gebr. Otto seine Jubilare geehrt, langjährige Mitarbeiter in den Ruhestand entlassen und neue Azubis begrüßt. Otto-Geschäftsführer Andreas Merkel selbst durfte eine Ehrung von Bürgermeister Christopher Eh entgegennehmen, der ihn als „Glücksfall für das Unternehmen“ lobte. Ein Rückblick des Geschäftsführers auf das laufende Geschäftsjahr fiel trotz vielfältiger Herausforderungen positiv aus. Auf die nahe Zukunft mit ihren Unwägbarkeiten hat sich das Textilunternehmen bestmöglich vorbereitet.

Optimismus auch in schwierigen Zeiten erlaubt

Zum Auftakt des Sommerfests gab Otto-Geschäftsführer Andreas Merkel einen Überblick über den Geschäftsverlauf der letzten Jahre. Durch die Corona-Pandemie habe sich in der Gesellschaft viel verändert und alle Industrieunternehmen seien Schwierigkeiten unterworfen. „Es heißt aber auch, schlechte Zeiten sind gut für gute Unternehmen“, so Merkel. „Für das, wie schwierig die Zeiten sind, bin ich dankbar und stolz darauf, wie gut wir sie bisher gemeistert haben.“ Der Geschäftsführer wies auf die Tatsache hin, dass selbst in Corona-Zeiten die Produktion größtenteils durchgelaufen sei, sieben Tage die Woche, 24 Stunden. Er nannte außerdem die erfreulich guten Jahresabschlüsse 2020 und 2021.

Dass Gebr. Otto optimistisch in die Zukunft blickt, zeigen die Investitionen in Balzheim. Dort werden sukzessive neue Spinn- und Spulmaschinen installiert; 2023 soll die Erneuerung des Maschinenparks abgeschlossen sein. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 2,5 Millionen Euro. Zentral für die nächste Zeit sei das Thema Energie: „Die Gretchenfrage ist das Gas. Kommt es – und wenn ja in welcher Menge?“, so Merkel. Für eventuelle Ausfälle hat Gebr. Otto bereits Vorkehrungen getroffen, so dass Optimismus und Gelassenheit erlaubt seien.

Mehr als 200 Jahre Erfahrung und Betriebszugehörigkeit

Für 25 Jahre Betriebszugehörigkeit ehrte das Unternehmen fünf Mitarbeiter: Roswitha Baur, Elena Grünwald, Tatjana Grünwald, Ekaterina Rigas und Alexander Vorrath. Eine sechste Ehrung für ein Vierteljahrhundert bei Gebr. Otto nahm der Dietenheimer Bürgermeister Christopher Eh vor: Andreas Merkel begann im Jahre 1997 beim Familienunternehmen, an der Seite von Christopher Ehs Vater, der lange bei Gebr. Otto arbeitete. Seit 2003 leitet der Textilingenieur und Kaufmann (MBA) Andreas Merkel das Unternehmen, „wie ich denke souverän durch ein schwieriges Umfeld“, so Eh. Der Bürgermeister bezeichnete Merkels Einstieg ins Unternehmen als Glücksfall: „Du bringst deinen Mitarbeitern Wertschätzung entgegen und spornst sie zu Höchstleistungen an: Während in Europa Spinnereien und Zwirnereien vom Markt verschwunden sind, ist Gebr. Otto zum Marktführer für hochwertige und nachhaltige Garne geworden und sogar gewachsen.“ Christopher Eh dankte Andreas Merkel auch für sein Engagement in der Heimatgemeinde, insbesondere im Projekt „Dietenheim zieht an“.

Zu 40 Jahren Betriebszugehörigkeit durfte Gebr. Otto zwei Mitarbeitern gratulieren: Bernd Holder und Lidwina Phillip. Holder ist bei Gebr. Otto für das Qualitätsmanagement und „eine Riesenliste an Zertifizierungen“ zuständig. Lidwina Phillip, eigentlich schon im Ruhestand, aber wieder „reaktiviert“, lobte Andreas Merkel als „helfende Hand, wo immer man sie braucht“.

Aus dem Berufsleben verabschiedet

In eine neue Lebensphase entlassen hat Gebr. Otto einige „außergewöhnliche Kaliber“. Der nach stolzen 48 Jahren ausgeschiedene Zwirnereileiter Roland Beyrle konnte vorerst nur in Abwesenheit geehrt werden. Mit Günther Högel verabschiedete Gebr. Otto seinen Exportleiter und „ein textiles Urgestein“ nach 17 Jahren. Der frischgebackene Ruheständler und Färbemeister Vladimir Knaub arbeite als Schichtführer 20 Jahre im Unternehmen. Nahezu ein halbes Jahrhundert bei Gebr. Otto verbracht hat Spinnereileiter Günther Schuster. Andreas Merkel hob seinen Ehrgeiz hervor, die Spinnerei wie „ein Formel-Eins-Team“ zu betreiben und jedes noch so kleine Stellschräubchen immer neu zu justieren. Kollegen, Kunden und Partner zollten ihm höchste Anerkennung. Brunhilde Wagner verabschiedete Andreas Merkel nach 31 Jahren Betriebszugehörigkeit und hob ihren unermüdlichen Einsatz hervor. Merkel dankte außerdem dem OTTO-LKW-Fahrer Jan Wylezuch, der bei Kollegen wie Kunden gleichermaßen seit 28 Jahren beliebt gewesen sei, „obwohl er dort schon mal ein Hoftor kaputt gefahren hat“, wie der Otto-Geschäftsführer augenzwinkernd feststellte.

Die Zukunft spinnt schon mit

Zum Abschluss seiner Ansprache wandte sich Andreas Merkel den zukünftigen Leistungsträgern zu: Andreas Klimowitsch hat seine Meisterprüfung zum Feinwerkmechaniker bestanden und ist befähigt, selbst Lehrlinge auszubilden. Davon darf Gebr. Otto zum Beginn des neuen Lehrjahrs gleich vier begrüßen: Zwei Azubis zum Industriemechaniker, einer im Bereich Elektronik und Betriebstechnik und ein Lehrling in der Färberei ergänzen ab September das Otto-Team.

Gebr. Otto Baumwollfeinzwirnerei GmbH + Co. KG

Königstraße 34
89165 Dietenheim
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