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Weitere Hilfe für Menschen in Indonesien: Global Micro Initiative e.V. erschließt neuen Projektstandort auf Nusa Penida

Weitere Hilfe für Menschen in Indonesien: Global Micro Initiative e.V. erschließt neuen Projektstandort auf Nusa Penida
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Nach Bali und Lombok erweitert die gemeinnützige Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V. (GMI) ihr Einsatzgebiet um eine weitere indonesische Insel. Auf Nusa Penida haben Kleinstunternehmer seit Juni 2022 die Möglichkeit, im Rahmen eines Pilotprojektes Mikrokredite zu erhalten und an Schulungen teilzunehmen, um sich eine Grundlage für ihre Existenzsicherung zu schaffen.

Hösbach/Nusa Penida. Mit knapp 200 Quadratkilometer Fläche könnte man die indonesische Insel Nusa Penida als eine kleine Schwester der ungefähr 30 Kilometer entfernten Insel Bali bezeichnen. Traumhafte Strände und eine grüne, hügelige Landschaft machen sie für Tagestouristen attraktiv. Doch erschlossen ist die Insel kaum. Unter den Einwohnern herrscht eine hohe Armut vor, Lesen und Schreiben kann nur etwa die Hälfte der Menschen vor Ort. Mit der Corona Pandemie ist zudem eine der wenigen Einnahmequellen, der Tourismus, weitestgehend weggefallen. Grund genug für die gemeinnützige Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V. ein Pilotprojekt auf Nusa Penida zu starten, um den Menschen vor Ort Unterstützung beim Aufbau einer neuen Existenzgrundlage anzubieten.

Die dritte Insel im Bunde

GMI ist bereits auf zwei weiteren indonesischen Inseln aktiv. Auf Bali und Lombok unterstützt die Hösbacher Organisation Menschen seit mehreren Jahren erfolgreich durch Mikrokredite und Weiterbildungsprogramme. „Die Einwohner von Nusa Penida sind mit der hohen Armut, den fehlenden Einkommensquellen und der geringen Alphabetisierungsquote genau die Zielgruppe, die wir mit unseren Hilfsangeboten erreichen möchten“, so Tobias Schüßler, Gründer von Global Micro Initiative e.V. Schüßler kennt die Insel von seinen früheren Reisen nach Indonesien. Nachdem sich nun mit Putu ein Projektkoordinator für Nusa Penida gefunden hatte, stand die Entscheidung zum Start erster Pilotprojekte fest.

Die Ausgangsbedingungen auf Nusa Penida

Nach einer pandemiebedingten Reisepause konnte Schüßler im Juni dieses Jahres erstmals wieder nach Indonesien reisen. Natürlich führte ihn diese Reise auch nach Nusa Penida, um die ersten Mikrokredit-Empfänger des Pilotprojektes persönlich kennen zu lernen. Gemeinsam mit Putu, der die GMI Projekte vor Ort betreuen wird, fuhr er zu den Projektteilnehmern in die ländlichen Gegenden der Insel. “Ich hatte das Gefühl, eine Zeitreise in die Vergangenheit zu machen”, schildert Schüßler seine Eindrücke. “Weitestgehend ohne Internet und Handyempfang, mit Kochstellen außerhalb des Hauses und Wasser aus dem Brunnen leben die Menschen in dieser Gegend Nusa Penidas in sehr einfachen Verhältnissen. Kaum jemand besitzt hier ein Bankkonto, Lesen und Schreiben kann nur etwa die Hälfte der Projektteilnehmer.”

Die Aufgaben für GMI

Mit diesen Ausgangsbedingungen ändern sich auch die Aufgaben für Global Micro Initiative e.V. im Vergleich zu Lombok und Bali. „Die Bedürfnisse unserer Teilnehmer sind hier durch die geringe Alphabetisierung und die mangelnde digitale Infrastruktur völlig andere als auf Bali oder Lombok”, erklärt der Gründer der Hilfsorganisation. „Deshalb passen wir unsere Schulungen und Beratungen diesen Bedürfnissen an und zeigen den Projektteilnehmern zunächst, wie sie mit geregelten Öffnungszeiten und ansprechender Warenpräsentation Kunden gewinnen und ihren Umsatz steigern können.”

Die ersten Projekteilnehmer auf Nusa Penida

Mit seinem Besuch auf Nusa Penida hat Schüßler jedem Projektteilnehmer die Freigabe für seinen Kredit persönlich mitgeteilt. Für welche Geschäftsideen die Kredite vergeben wurden, ist dabei ganz unterschiedlich. Die Menschen auf Nusa Penida sind überwiegend Hindus und sehr religiös. Ihr Leben wird vom Geschehen im Tempel stark geprägt. Es überrascht daher nicht, dass einige der Teilnehmer ihr Unternehmen um das Tempelgeschehen herum aufbauen. So werden zum einen traditionelle Opferstäbe – in Handarbeit hergestellte Räucherstäbchen – verkauft, zum anderen werden Opferschalen und dazugehörige Opfergaben angeboten. “Besonders bewegt hat mich die Geschichte von Ni Kadek, einer Kuchenbäckerin”, erzählt Schüßler. “Nachdem ihr Mann seinen Job im Tourismussektor verloren hat, ernährt sie nun die gesamte Familie. Täglich backt sie frische Kuchen, die ihr Mann quer über die Insel verteilt verkauft und auf Bestellung ausliefert.”

Die zukünftige Entwicklung des neuen Standorts

„Wir haben mit eher kleinen Mikrokrediten begonnen, um zu sehen, wie unser Hilfsprogramm auf Nusa Penida läuft und welche Unterstützung die Teilnehmer benötigen. Wenn unsere Pilotprojekte erfolgreich verlaufen, möchten wir unsere Aktivität gerne auf weitere Teilnehmer ausweiten und auch die Kreditsummen erhöhen.“, so Schüßler zur weiteren Entwicklung des neuen Standorts. Hierfür benötigt GMI natürlich die Hilfe von Unterstützern, die bereits mit einer Spende von 70 Euro einen Mikrokredit für einen Kleinstunternehmer auf Nusa Penida ermöglichen können. „Die Menschen in Indonesien sind dankbar für jede Chance, die wir ihnen bieten und es ist jedes Mal ein berührendes Erlebnis, zu sehen, wie mir frühere Teilnehmer mit Stolz ihr Kleinstunternehmen zeigen. Es zeigt mir, dass ich das Richtige mache, und ich freue mich über jeden, der sich beteiligt!“.

Text: Miriam Kalkbrenner

Spendenkonto:

Global Micro Initiative e.V.
Raiffeisen-Volksbank Aschaffenburg e. G.
IBAN DE38 7956 2514 0000 4739 01
BIC: GENODEF1AB1

Kontakt:

Silvia Schüßler, Öffentlichkeitsarbeit
Global Micro Initiative e.V.
Vorstandsvorsitzender Tobias Schüßler
Weißenbergerstraße 6
63768 Hösbach
www.global-micro-initiative.de 
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