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KfW-Förderung für Neubauten: Mit dem teureren Zins kann das Eigenheim günstiger sein

Pressemitteilung

KfW-Förderung für Neubauten: Mit dem teureren Zins kann das Eigenheim günstiger sein

Berlin, 03.03.2023 – Der günstigste KfW-Förderzins für Neubauten von 0,01 Prozent führt für Häuslebauer häufig zur teureren Lösung. Das hat der Geldratgeber Finanztip errechnet. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat in dieser Woche die Zinssätze für das neue Programm „Klimafreundlicher Neubau - Wohngebäude (297,298)“ mit verschiedenen Tilgungsvarianten bekannt gegeben.

Wer zur KfW-Variante mit dem Niedrigzins von 0,01 Prozent pro Jahr greift, verpflichtet sich gleichzeitig, den KfW-Kredit in maximal 10 Jahren wieder zurückzuzahlen. Das ist bei gleichzeitiger Bedienung eines normalen Baukredites, den es zusätzlich für das Hausbaukapital braucht, aber nicht die optimale Variante. „Denn nach der Anlaufphase ohne Rückzahlung springt die Kreditrate nach oben”, sagt Dirk Eilinghoff, Baufinanzierungsexperte bei Finanztip. In vielen Fällen dürfte es optimal sein, nicht den günstigsten Kredit der Neubauförderung zu beantragen, sondern lieber einen etwas teureren, der eine langsamere Rückzahlung des Gelds ermöglicht. Denn so bleibt vom monatlichen Budget mehr Geld übrig, um den viel teureren Bankkredit zu tilgen.

Die richtige Laufzeitvariante spart Tausende Euro

Nach Finanztip-Einschätzung ist es daher günstiger, zu einer der anderen KfW-Laufzeitvarianten zu greifen. Die Zinssätze liegen bei diesen Varianten aktuell bei 0,7 und 0,9 Prozent pro Jahr. Wer sich für die Variante mit 0,9 Prozent Zinsen pro Jahr entscheidet, kann nach der Finanztip-Berechnung mehr als 5.000 Euro im Vergleich zum Niedrigzins von 0,01 Prozent sparen. Bei einer angenommenen Kredithöhe von 100.000 Euro und einer monatlichen Rückzahlung von 2.000 Euro.

Dazu kommt trotz der höheren Zinsvariante noch eine deutliche Ersparnis durch den KfW-Kredit im Vergleich zu einem normalen Baukredit.

Liegt der Kreditbedarf für einen Neubau zum Beispiel bei 400.000 Euro, können Häuslebauer die besagten 100.000 Euro dieses Betrags von der staatlichen Förderbank bekommen. Die übrigen 300.000 Euro müssen die zukünftigen Eigentümer dann über eine Bank finanzieren. Der Zins für normale Baukredite liegt zurzeit bei etwa 4 Prozent.

Durch die Teilfinanzierung über die KfW sparen Verbraucherinnen und Verbraucher in diesem Beispiel mit der optimalen Tilgungsvariante insgesamt 35.000 Euro.

Umfassende Beratung ist notwendig

Finanztip empfiehlt Verbraucherinnen und Verbrauchern aufgrund der komplexen Finanzierungsfrage, sich umfassend beraten zu lassen. Wichtig ist zudem ein umfassender Zinsvergleich. „Der normale Baukredit dürfte meist höher ausfallen als der KfW-Kredit, weshalb Verbraucherinnen und Verbraucher in jedem Fall Zinsen vergleichen sollten. Die beste Anlaufstelle dafür sind die großen Baufinanzierungsvermittler“, so Eilinghoff.

Hintergrund

Das Bundesbauministerium hat ein neues Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau“ gestartet. Seit dem 1. März können Verbraucher bei der KfW Fördergeld für den Neubau beantragen. Der Bund fördert dabei nur den Neubau und den Erstkauf klimafreundlicher Wohngebäude und Eigentumswohnungen. Im Fördertopf stehen insgesamt 750 Millionen Euro zur Verfügung. Finanztip rechnet damit, dass die Fördergelder schnell ausgeschöpft sein werden.

Weitere Informationen

Zur Pressemitteilung

https://www.finanztip.de/presse/kfw-foerderung-fuer-neubauten-mit-dem-teureren-zins-kann-das-eigenheim-guenstiger-sein

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Finanztip Verbraucherinformation GmbH - ein Unternehmen der Finanztip Stiftung
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