All Stories
Follow
Subscribe to Neue Osnabrücker Zeitung

Neue Osnabrücker Zeitung

Suzi Quatro: Musikwelt ist keine Männerdomäne

Osnabrück (ots)

Suzi Quatro: Musikwelt ist keine Männerdomäne

Rocklegende hat sich "nie mit Gender-Fragen befasst" - Gebürtige Amerikanerin wollte keine zweite Janis Joplin werden - Besonderes Verhältnis zu Hamburg

Osnabrück. Suzi Quatro (72), Rocklegende, hat nach eigenem Bekunden als Frau keine Probleme im von Männern dominierten Musikgeschäft gehabt. "Ich habe mich nie sehr mit Gender-Fragen befasst, und ich habe von mir nie, nie, nie als eine weibliche Musikerin gesprochen", sagte sie im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Auch habe sie nicht unter mangelnder Akzeptanz gelitten: "Weil ich mich selbst und das, was ich mache, immer ernst genommen habe, hat mich auch jeder ernst genommen, der mit mir zu tun hatte." Für sie ist die Musikwelt keine Männerdomäne, denn: "Es ist nicht die Welt der Männer, es ist meine Welt. Darüber will ich auch gar nicht diskutieren. Hier bin ich! Das ist die Haltung, die mich erfolgreich gemacht hat."

Die gebürtige US-Amerikanerin steht seit 60 Jahren auf der Bühne. Ihre Karriere hat sich dabei zu großen Teilen in Europa abgespielt. Ein Angebot, eine zweite Janis Joplin zu werden lehnte die Musikern aus Detroit ab. "Aber In der gleichen Woche kam der berühmte Produzent Mickie Most, sah die Band und bot mir einen Solo-Vertrag an. Er sagte zu mir, komm nach England, und ich mache eine erste Suzi Quatro aus dir. Also ging ich nach England."

An ihrer Entwicklung als Musikerin hatte ihr Vater maßgeblichen Anteil. Er gab ihr ihre erste Bassgitarre, einen Fender Presicion Bass, und er gab ihr entscheidende Tipps für ihre Laufbahn. "Er sagte, okay, ich habe einen Ratschlag für dich. Zunächst: Das ist ein Beruf, eine Profession - ,Profession' hat er ausdrücklich betont. Zweitens: Egal, ob du für zehn Leute spielst oder für zehntausend: Jeder Einzelne im Publikum hat Geld in die Hand genommen und bezahlt, um dich zu sehen. Dafür schuldest du ihm etwas. Wenn du nicht dein Bestes auf dieser Bühne geben kannst, gehe nicht auf die Bühne."

Zu Hamburg hat Suzi Quatro ein besonderes Verhältnis. "Ich habe diese Stadt immer sehr gemocht", sagt die 72-Jährige. "Ich glaube, es war die erste Stadt in Deutschland, in der ich spielte. Und es ist eine wunderbare Stadt, mit tollen Restaurants, die Alster - es ist wunderschön."

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original content of: Neue Osnabrücker Zeitung, transmitted by news aktuell

More stories: Neue Osnabrücker Zeitung
More stories: Neue Osnabrücker Zeitung
  • 30.06.2022 – 01:00

    Ukraine-Krieg: EU-Sozialkommissar warnt Mitgliedstaaten vor sozialer Schieflage

    Osnabrück (ots) - Ukraine-Krieg: EU-Sozialkommissar warnt Mitgliedstaaten vor sozialer Schieflage Nicolas Schmit: "De facto befinden wir uns inzwischen in einer Kriegswirtschaft" - "Übergewinnsteuer zur Abfederung der Kriegsfolgen nutzen" Osnabrück. Angesichts der infolge des Ukraine-Krieges drastisch steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten warnt ...

  • 27.06.2022 – 14:03

    Liminski als NRW-Schulminister: Zentralrat der Konfessionsfreien übt scharfe Kritik

    Osnabrück (ots) - Liminski als NRW-Schulminister: Zentralrat der Konfessionsfreien übt scharfe Kritik Vorsitzender Philipp Möller: Radikal christliche Vorstellungen sollten nicht Bildungspolitik bestimmen Der Zentralrat der Konfessionsfreien kritisiert, dass der CDU-Politiker Nathanael Liminski für den Posten des NRW-Schulministers im Gespräch ist. Der "Neuen ...