Städteranking 2025: Klimagefahren bedrohen Städte – Bremerhaven am anfälligsten, Remscheid am widerstandsfähigsten
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Sturm, Starkregen, Überschwemmung – Städteranking 2025
Klimagefahren bedrohen Städte – Bremerhaven am anfälligsten, Remscheid am widerstandsfähigsten
Welche deutschen Großstädte am stärksten von Klimawandelfolgen betroffen sind, zeigt erstmals der Indikator „Klimarisiko 2050" des aktuellen Städterankings von IW Consult, Wirtschaftswoche und ImmoScout24.
- Bremerhaven ist am stärksten gefährdet (Rang 71) – vor allem durch Sturm, Starkregen und Sturmflut.
- Rhein-Städte Mannheim (Rang 70) und Ludwigshafen (Rang 69) drohen sowohl Überschwemmungen als auch Wasserknappheit.
- Remscheid ist die am wenigsten gefährdetet Stadt (Rang 1) vor Bielefeld (Rang 2), Salzgitter (Rang 3) und Solingen (ebenfalls Rang 3).
Wie anfällig sind Deutschlands Großstädte gegenüber Klimagefahren wie Sturm, Starkregen und Dürre? Der neu entwickelte Indikator „Klimarisiko 2050“ des aktuellen Städterankings von IW Consult, Wirtschaftswoche und ImmoScout24 bewertet die Vulnerabilität von 71 deutschen Großstädtengegenüber zehn Klimagefahren. Entwickelt wurde der Indikator von der KA Köln.Assekuranz Agentur GmbH.
„Die Auswertung zeigt, dass Deutschlands Großstädte unterschiedlich stark von Klimagefahren bedroht sind. Städte, die in Hochwasserschutz, Stadtbegrünung und hitzeresistente Infrastrukturen investieren, stärken ihre Widerstandskraft gegenüber Klimarisiken und schützen Bevölkerung und Infrastruktur“, sagt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. „Klimaresilienz wird damit zu einem wichtigen Faktor bei der Bewertung städtischer Standorte – für Kommunen, Unternehmen und private Haushalte gleichermaßen.“
Bremerhaven, Mannheim und Ludwigshafen sind besonders gefährdet
Bremerhaven weist das höchste Klimarisiko aller deutschen Großstädte auf (Rang 71). Die Küstenlage macht die Stadt anfällig für Sturm, Starkregen und Sturmflut – alles Gefahren mit besonders hohem Schadensausmaß. Stürme können Ober- und Freileitungen beschädigen, umstürzende Bäume den Bahnverkehr lahmlegen, Starkregen die Kanalisationen überlasten und zu Systemausfällen führen. Mannheim (Rang 70) und Ludwigshafen (Rang 69) folgen auf den hinteren Rängen. Die Lage am Rhein sowie an der Mündung des Neckars gilt als besonders hochwassergefährdet. Zugleich zählt der Oberrheingraben aufgrund seiner geringen Niederschlagsmengen und der vergleichsweise warmen Temperaturen zu den Regionen, in denen Wasserknappheit zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Bremen (Rang 68), Heidelberg (Rang 67) und Rostock (Rang 66) landen ebenfalls auf den hinteren Rängen, da sie insbesondere anfällig für Sturm, Starkregen und Überschwemmung sind. Frankfurt am Main (Rang 62) landet als einzige Metropole unter den zehn gefährdetsten Städten, was auf die Gefahren Überschwemmung, Dürre und Wasserknappheit zurückzuführen ist.
Binnenlandstädte im Norden und Westen weniger gefährdet
Am wenigsten gefährdet zeigen sich Remscheid (Rang 1), Bielefeld (Rang 2) sowie Salzgitter und Solingen (beide Rang 3). Ihre geografische Lage im Binnenland macht Sturmfluten unmöglich. Zudem liegen diese Städte abseits großer Flüsse, was sie zusätzlich vor Überschwemmungen schützt. Auch sind Hitzewellen weniger wahrscheinlich. Ähnliches gilt für Aachen (Rang 5), Dortmund (Rang 6), Bottrop (Rang 7), Bochum (Rang 8), Münster (Rang 9) und Wuppertal (Rang 10) – allesamt nordrhein-westfälische Städte. Remscheid, Aachen und Wuppertal sind beinah gar nicht von Wasserknappheit bedroht. Hingegen weisen Salzgitter, Münster und Bottrop ein leicht erhöhtes Risiko für Wasserknappheit auf – allerdings auf einem immer noch niedrigen Niveau im deutschlandweiten Vergleich.
„Für unsere Analyse haben wir über eine Million Standorte in Deutschland ausgewertet, um ein differenziertes Bild der regionalen Klimarisiken zu erhalten. Der Klimarisikoindex zeigt, wie unterschiedlich Städte bis 2050 von Sturm, Starkregen, Hitze oder Dürre betroffen sein können. Er liefert damit eine wichtige Grundlage, um die Dringlichkeit von Anpassungsmaßnahmen an Klimarisiken in den einzelnen Regionen zu verdeutlichen“, sagt Sarah Reuter, Senior NatCat Expert der KA Köln.Assekuranz Agentur GmbH.
Eine Übersicht der zehn Städte, die am stärksten bzw. am wenigsten gefährdet sind, finde Sie in der PDF-Datei anbei, in den beiden angehängten Grafiken und im Medienbereich von ImmoScout24 .
Über das Städteranking / Methodik
Im Auftrag von WirtschaftsWoche und ImmoScout24 hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln erneut den umfangreichen Leistungscheck durchgeführt. Unter die Lupe genommen wurden die 71 deutschen kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohner:innen.
Über 100 Indikatoren und 50.000 Datenpunkte aus den Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilienmarkt, Lebensqualität und Nachhaltigkeit gingen in die Bewertung ein.
Das Ranking setzt sich aus drei Komponenten zusammen:
Das Niveauranking bildet die Wirtschaftskraft der Städte ab. Es vergleicht Ist-Werte ausgewählter Kennziffern, wie etwa die aktuelle Zahl der Baugenehmigungen.
Das Dynamikranking analysiert die Veränderungsraten ausgewählter Indikatoren und zeigt, welche Städte sich in den vergangenen fünf Jahren am besten entwickelt haben. So lässt sich zeigen, welche Stadt sich unabhängig von ihrer ökonomischen Ausgangslage erfreulich entwickelt.
Der Infrastrukturindex ist vor dem Hintergrund des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) entstanden und analysiert den aktuellen Zustand der Forschungs-, Verkehrs-, Bildungs-, Digital- und Klimainfrastruktur und bewertet somit die strukturellen Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität.
Neu: Indikator Klimarisiko 2050
Der Indikator „Klimarisiko 2050“ misst erstmals systematisch die Risikoexposition städtischer Infrastrukturen. K.A.R.L. bewertet hierfür zehn Klimagefahren: Hitzestress, Hitzewellen, Wasserknappheit, Dürrestress, Starkregen, Überschwemmungen, Sturmfluten, Sturm, Tornado, Hagel. Basierend auf einer Naturgefahrenanalyse mit K.A.R.L. ® , bei der alle 100 × 100 Meter Analysepunkte gesetzt wurden und unter Berücksichtigung der Vulnerabilität technischer Infrastrukturen wird das Klimarisiko für jede Stadt bis 2050 berechnet (Szenario SSP5-8.5 mit hohen Treibhausgasemissionen). Entwickelt wurder der Indikator vom KA Risk Lab der KA Köln.Assekuranz Agentur GmbH, eine 100%-Tochter der ERGO Group.
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