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Rheinische Post: CDU verwirrt

Düsseldorf (ots)

Von Reinhold Michels
Immer wieder stellt man beim Blick auf die Wirrnisse der Politik 
fest, wie recht doch Kanzler a.D. Willy Brandt mit seinem Satz hatte,
dass nichts von selbst komme und nur wenig von Dauer sei. Einen Tag, 
nachdem die Demoskopie der Union Grund zur Zufriedenheit vermittelt 
hatte, macht die CDU den Eindruck aufgescheuchten Federviehs. Das 
Großthema Mindestlohn, das von der bislang gerupft wirkenden SPD 
geschickt mit der Frage nach Gerechtigkeit im Lande verbunden wird, 
bringt Merkels Partei mehr noch als die CSU in die Defensive. 
Umgekehrt verfügt die SPD plötzlich über einen politischen Hit, der 
ihr bei den zwei Landtagswahlen in einem Monat Stimmung und Prozente 
bringen könnte.
Dass es so gekommen ist, werden die irritierten CDU-Wahlkämpfer ihrer
Vorsitzenden anlasten. Merkel hat die Brisanz des Themas Mindestlohn 
nicht oder zu spät erkannt. Sie wurde von der SPD ausgetrickst. Die 
Union weiß nicht, wie sie wieder in die Offensive kommen soll. Es 
wäre eine List der Geschichte, wenn Roland Koch, der 1999 mit dem 
Schlager "Nein zur doppelten Staatsbürgerschaft" die Hessen-Wahl auf 
der Zielgeraden gewonnen hatte, sie nun wegen eines neuen 
Wahlkampf-Endspurt-Themas verlöre.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

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