All Stories
Follow
Subscribe to Weser-Kurier

Weser-Kurier

Weser-Kurier: Kommentar: Über die Kritik aus der Türkei schreibt Susanne Güsten

Bremen (ots)

Mit deprimierender Vorhersehbarkeit reagiert die Türkei auf den Bundestagsbeschluss zum Völkermord an den Armeniern. Ankara sieht Nazis, verlogene Europäer und eine listige Bundeskanzlerin, die offenbar nichts anders zu tun hat, als sich immer neue Methoden auszudenken, um die Türkei unter Druck zu setzen. Man muss die Entscheidung des deutschen Parlamentes nicht gutheißen - und man kann lange darüber diskutieren, ob eine solche Resolution tatsächlich dazu beiträgt, Türken und Armenier miteinander zu versöhnen. Aber das Keller-Niveau der Kritik, mit der türkische Politiker und Medien auf die Deutschen und die türkischstämmigen Bundestagsabgeordneten eindreschen, ist eines großen Landes nicht würdig. Vielmehr zeigen die reflexartigen Wutausbrüche die Spirale aus Verleugnung, verweigerter Aufarbeitung und Schuldzuweisungen an andere, in denen die Türkei gefangen ist. Zwar ist das Armenier-Thema nicht tabu. Doch zu einer ehrlichen Betrachtung eines dunklen Kapitels seiner Geschichte kann sich das Land nicht aufraffen. Da ist es einfacher zu behaupten, es gebe diese dunklen Kapitel überhaupt nicht.

Pressekontakt:

Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de

Original content of: Weser-Kurier, transmitted by news aktuell

More stories: Weser-Kurier
More stories: Weser-Kurier
  • 01.06.2016 – 22:29

    Weser-Kurier: Über den Gotthardtunnel schreibt Markus Peters:

    Bremen (ots) - Ein Großprojekt im Zeit- und Kostenrahmen? Davon kann man in Berlin (Flughafen), Hamburg (Elbphilharmonie) oder in Stuttgart (Bahnhof) nur träumen. Dass es möglich ist, ein ambitioniertes Infrastrukturprojekt planmäßig abzuschließen, haben die Schweizer mit dem Bau des neuen Gotthard-Basistunnels eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Warum ...

  • 01.06.2016 – 22:28

    Weser-Kurier: Über die Mietpreisbremse schreibt Norbert Holst:

    Bremen (ots) - Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Die Mietpreisbremse zieht nicht, so die Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) genau ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes. Es gibt verschiedene Gründe dafür, dass die Mieten in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt weiterhin durch die Decke schießen. So bietet das Gesetz viele ...