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Die PR-Agentur - Ein Auslaufmodell?

Die PR-Agentur - Ein Auslaufmodell?
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Hamburg (ots)

Durch Web 2.0 und Social Media steht der Kommunikationsbranche ein
fundamentaler Wandel bevor. Im PR Club Hamburg diskutierten am 
18.02.2010 Dirk Kunde (freier Journalist, Textkunde), Volker Martens 
(Vorstand FAKTOR 3), Martin Schleinhege (Clever and Smart Public 
Relations) und Andreas Vill (Sprecher der Geschäftsführung 
fischerAppelt, relations) unter der Moderation von Torsten Panzer 
(Co-Founder & Managing Director Buzzer Germany und 
Vorstandsvorsitzender PR Club Hamburg) die Herausforderungen des 
Social Web für PR und Journalismus.
Social Networks und User Generated Content gewinnen rasant an 
Bedeutung. Jeder kann im Social Web binnen kürzester Zeit und ohne 
großen finanziellen Aufwand seine Gedanken und Meinungen mit anderen 
teilen und dabei enorme Reichweiten erlangen. Meinungsbildung erfolgt
nicht mehr vornehmlich über die klassischen Medien, sondern mehr und 
mehr über soziale Netzwerke - das herkömmliche 
"Sender-Empfänger-Modell" löst sich auf. Dies erfordert für PR und 
Journalismus ein Umdenken, um mit den derzeitigen Entwicklungen 
Schritt halten zu können.
"Journalisten können es sich nicht mehr leisten, nur für 
klassische Medien zu arbeiten" meint Dirk Kunde. Durch das Web würden
Verlage ihr Monopol als Gatekeeper verlieren. Journalisten hätten die
Chance, im Netz durch eigene Webmagazine oder Blogs eine eigene Marke
zu etablieren. Dabei gelte es, digitalen Opinionleadern auf gleicher 
Augenhöhe zu begegnen.
Auch in Bezug auf PR erfordert das Social Web eine intensive 
Auseinandersetzung mit der Vielstimmigkeit sozialer Medien, Bloggern 
und Konsumenten. "Das Web 1.0 war lediglich ein neuer 
Kommunikationskanal, das Web 2.0 ist Dialog", erklärt Martin 
Schleinhege. Volker Martens stimmt dem zu und geht noch einen Schritt
weiter. Er ist der Meinung, das Modell der klassischen PR-Agentur 
muss sich weiterentwickeln - dies allerdings nicht erst seit dem Hype
rund um Social Media. Martens spricht sich für einen 
Philosophiewandel in Agenturen aus: "Die Gestaltung von Kommunikation
stellt völlig neue Anforderungen an Strategie, Umsetzung und laufende
Abstimmung von Kampagnen." Richtunggebend sei, den Beruf des 
PR-Beraters zum Kommunikationsberater weiter zu entwickeln.
Wie PR-Agenturen Social Media in Beratungsprozesse integrieren 
können, erklärt Andreas Vill: "Agenturen müssen Analyse-Prozesse 
etablieren, um jederzeit nachvollziehen zu können, an welcher Stelle 
im Netz wie über ein relevantes Thema gesprochen wird." Neben neuen 
Tools zur qualitativen Bewertung öffentlicher Diskussionen und 
Themen, erfordere es vor allem eine webaffine, journalistische 
Redaktion, die schnell und adäquat reagieren könne. Dafür bedarf es 
Berater mit integrierter Denke!
Über den PR Club Hamburg
Der PR Club Hamburg e.V. ist das branchenübergreifende 
Kommunikationsforum für die PR und verwandte Professionen in 
Norddeutschland. Im April 2000 gegründet und heute von Torsten Panzer
geleitet, bietet er in verschiedenen Veranstaltungsreihen praxisnahe 
Fortbildung und Networking für PR-Profis, Unternehmer und alle 
Interessierten. Unter seinem Claim "Hamburg macht PR" setzt er sich 
außerdem für eine Stärkung des traditionsreichen PR-Standorts Hamburg
und für postgraduale PR-Ausbildungsgänge mit anerkannten 
Zertifizierungen ein. Heute hat der PR Club Hamburg 35 
Firmenmitglieder, 25 Sponsoren und Kooperationspartner, sowie 110 
Individualmitglieder.

Pressekontakt:

Simone Hopf
PR Club Hamburg e.V.
c/o Hamburg@work e.V.
Habichtstraße 41
22305 Hamburg
Tel.: 040 / 36 09 76 30
Fax: 040 / 36 09 27 50
E-Mail: sh@pr-club-hamburg.de

Original content of: PR-Club Hamburg e. V., transmitted by news aktuell

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