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Erfolgreiches Guanako-Wiederansiedlungsprogramm - Patagonia Park Argentina feiert Meilenstein zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt

Erfolgreiches Guanako-Wiederansiedlungsprogramm - Patagonia Park Argentina feiert Meilenstein zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt
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Pünktlich zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt:

Der Patagonia Park Argentina feiert den Erfolg seines Guanako-Wiederansiedlungsprogramms

Im Rahmen der Operation "Rückkehr der Unsrigen" wurde die Art wieder dort angesiedelt, wo sie zuvor ausgerottet war.

9. Mai 2023 – Um das Bewusstsein für die biologische Vielfalt und ihre Bedeutung für den Menschen zu stärken, haben die Vereinten Nationen den 22. Mai zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt ausgerufen.

Anlässlich dieses wichtigen Tages hat der Patagonia Park Argentina die erfolgreiche Umsiedlung von sieben Guanakos in die argentinische Provinz La Pampa bekannt gegeben, ein Gebiet, in dem sie seit Jahren ausgestorben sind. Ein Meilenstein sowohl für das Team im Park, als auch für die Tiere und das dortige Ökosystem. Die Guanakos wurden hierfür über 1650 km weit transportiert, die weiteste Entfernung, die die lokalen Experten jemals mit Tieren zur Wiederansiedlung zurückgelegt haben.

Ein Park und eine Mission

Diese Umsiedlung war und ist Teil der großen Mission des Patagonia Park Argentina: Erhalt und Wiederansiedlung des heimischen Ökosystems. Hierbei liegt der Fokus vor allem auf den bedrohten Tierarten. Geleitet wird dieses Rewilding-Programm von Rewilding Argentina, einem Stipendiaten und Partner der Freyja Foundation. Auf rund 60.000 Hektar wurde ein Wiederansiedlungskorridor in der Region eingerichtet, in dem sich die Experten auf die dauerhafte Erhaltung und Wiederherstellung von Ökosystemen konzentrieren.

Das Team arbeitet mit der Regierung von La Pampa im Rahmen des Programms „El Retorno de Los Nuestros“ (Die Rückkehr der Unsrigen) zusammen, um vom Aussterben bedrohte Schlüsselarten wieder in die Provinz zurückzubringen. Die Wiederansiedlung des Guanakos in La Pampa ist der jüngste Erfolg dieser Partnerschaft.

Wie wichtig diese Arbeit ist, zeigen die Zahlen der Vereinten Nationen. Laut diesen sterben derzeit jeden Tag 200 Pflanzen- und Tierarten aus. Eine enorme Zahl der es entgegenzuwirken gilt. Denn die Belastung der Wildtiere und hiesigen Natur ist immens. Die langfristigen Auswirkungen von Viehzucht, Klimawandel und Rodung haben dazu geführt, dass viele Tiere und sogar ganze Ökosysteme vom Aussterben bedroht sind.

Guanako – Ein historischer Nomade in Patagonien

Das Guanako (Lama guanicoe) ist ein südamerikanisches Kamel und der wichtigste Pflanzenfresser in Patagonien. Es ist tagaktiv und kann bis zu 130 Kilogramm schwer werden. Während des Sommers bilden die Guanakos kleine Familiengruppen, die aus einem sogenannten Relincho, also dem Männchen, mehreren Weibchen und ihren Jungen, den Chulengos, bestehen.

Im Laufe der Zeit haben Jagd und Verdrängung dieser Tiere durch den Menschen zu einem erheblichen Bestandsrückgang geführt, sodass die Guanakos in den Regionen Chaco, Pampeana und Espinal in Patagonien fast ausgestorben sind. Dabei spielte das Guanako nicht nur eine wichtige Rolle in der Kultur der lokalen Bevölkerung, die es über mehr als 9000 Jahre hinweg geprägt hat, sondern auch für die Balance im sensiblen Ökosystem, in dem das Tier seinen Platz hat.

Um hier das Gleichgewicht also wieder herzustellen, wählte das Team sieben Guanakos aus dem Patagonia Park Argentina aus, die nach La Pampa umgesiedelt werden sollten, wo sich die Populationen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden inzwischen erholt haben.

Die Rewilding-Experten haben zudem bereits 41 Guanakos mit Halsbändern versehen – einigen folgen sie so schon seit über drei Jahren, um deren Verhalten und Lebensweisen besser nachzuvollziehen.

Anne Dean, Präsidentin der Freyja Foundation, sagte hierzu: "Wir sind sehr stolz darauf, ein so wichtiges Projekt im Patagonia Park Argentina zu unterstützen. Indem wir das Guanako zurück nach La Pampa bringen, kann das alte Ökosystem, das einst in der Steppe florierte, wieder aufblühen. Es ist unglaublich, diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen, und wir wollen Touristen und Touristinnen ermutigen, sich selbst davon zu überzeugen und die Schönheit der Wildnis in Patagonien zu erkunden.”

Es ist geplant, die Umsiedlung von Guanakos in die Provinz La Pampa zu wiederholen, dieses Mal mit 40 Tieren. Ein toller Nebeneffekt: Der Erfolg dieses Programms hat andere Regionen dazu ermutigt, ebenfalls mit der Wiederansiedlung von Guanakos zu beginnen. Durch die Zusammenarbeit mit Rewilding Argentina arbeiten nun zwei weitere Provinzen daran, die einheimischen Tiere in Patagonien wieder anzusiedeln.

Sebastian Di Martino, Conservation Director bei Rewilding Argentina, erklärt: “Der Prozess der Wiederansiedlung ist ein Teil der Naturökonomie, ein Modell zur wirtschaftlichen und ökologischen Aufwertung der Steppe Patagoniens. Der Prozess beinhaltet die Symbiose von Wiederansiedlung, Tourismus und kommunaler Entwicklung, die alle auf das gleiche Ziel hinarbeiten: das Bewusstsein und den Schutz dieser einzigartigen Region. Die Umsiedlung des Guanakos ist die jüngste Entwicklung auf dem Weg zu diesem Ziel und stellt sicher, dass alte Ökosysteme wiederhergestellt, geschützt und von allen genossen werden können.”

Wenn Sie gerne weitere Informationen zum Thema Rewilding oder direkt zur Planung Ihres Trips in den Patagonia Park Argentina hätten, besuchen Sie uns auf der Website: https://www.parquepatagoniaargentina.org/en/

ENDE

Weitere Infos:

Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an das Medienteam der Freyja-Foundation.

DACH: Patrizia Heun – patrizia@milkandhoneypr.com

Über Patagonia Park Argentina

Der Patagonia Park Argentina ist das Ergebnis des gemeinsamen Traums lokaler Gemeinden, staatlicher Institutionen und Naturschutzorganisationen, ein Naturschutzmodell zu entwickeln, in dem Wildtiere und Menschen friedlich Seite an Seite leben – durch die Erhaltung, die Wiederherstellung und das Erleben der natürlichen Ökosysteme, die sie nähren. Das Projekt wird geleitet von der Arbeit im Park durch Rewilding Argentina, die von der Freyja Foundation und der Wyss Foundation* als Stipendiaten unterstützt wird. Das Rewilding-Programm ist für die Wiederansiedlung von acht Arten verantwortlich: dem stark bedrohten Südandenhirsch, dem Puma, dem Guanako, der Magellanralle, dem Kleinen Nandu, dem Wolffsohn Viscacha, der Nutria und der Südlichen Pampaskatze. In Kürze plant Rewilding Argentina, diese Bemühungen auf die Wiederansiedlung des Andenkondors als neunte einheimische Art auszuweiten.

Über die Freyja Foundation

Die Freyja Foundation ist eine private gemeinnützige Organisation, die sich der Unterstützung skalierbarer und nachhaltiger Naturschutzlösungen verschrieben hat, um wilde naturbelassene Orte zu schützen und die Klimakrise zu bekämpfen. Sie entwickelt innovative Finanzierungslösungen und Projekte, die bedrohte und geschädigte Ökokorridore dauerhaft schützen und wiederherstellen sowie lokale Communities stärken. In 2018 schloss sich die Freyja Foundation mit der Wyss Foundation zusammen und unterstützt sie seitdem bei der Entwicklung des Patagonia Park Argentina. Seit Beginn des Projekts bildet die Freyja Foundation eine enge Partnerschaft mit Rewilding Argentina, um das Wiederansiedlungsprogramm zu finanzieren. Darüber hinaus fördert und beaufsichtigt Freyja den Aufbau und die Gestaltung der öffentlichen Infrastruktur sowie das ehrenamtliche Jugendbildungsprogramm zusammen mit Rewilding Argentina als umsetzenden Partner.

Patrizia Heun (she/her) – Senior Client Manager
Email:  patrizia@milkandhoneypr.com  

Milk & Honey PR – B Corp, Best for the World Honouree | Investors in People Employer of the Year '20 | UK's Best Agency to Work For '20 & '21 


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