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LEA im Music made in Germany Interview: Ich weiß wie es sich anfühlt kommerziell nicht erfolgreich zu sein und vor fünf Leuten zu spielen...

LEA im Music made in Germany Interview: Ich weiß wie es sich anfühlt kommerziell nicht erfolgreich zu sein und vor fünf Leuten zu spielen...
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Singer Songwriterin LEA im persönlichen RPR1. „Music Made in Germany“-Gespräch mit Moderatorin Miriam Audrey Hannah: „Ich weiß, wie es sich anfühlt kommerziell nicht erfolgreich zu sein, wenn die Radios deine Musik nicht spielen und man keine Konzerte ausverkauft bekommt, sondern vor fünf bis 50 Leuten spielt.“

Ludwigshafen, den 8. Juni 2023 LEA über kommerziell nicht erfolgreiche Zeiten

„Ich denke richtig gerne an meine Jugend zurück, als ich mit 15,16 angefangen habe meine Songs auf YouTube hochzuladen. Ich liebe diese Momente, in denen Leute in meinem Alter, die jetzt auch um die 30 sind, mir schreiben: ‚Ich habe dich damals als Teenie gehört und ich bin mit dir groß geworden!’ Jetzt hören die mich immer noch und so sind wir zusammen großgeworden; wir werden zusammen erwachsen. Das ist so ein verrücktes, schönes Gefühl und dafür bin ich wirklich sehr dankbar, gerade weil es eben bei mir nicht so von null auf 100 losging, ich eben nicht zu den Künstlerinnen gehöre, die direkt durch die Decke gegangen sind. Ich habe extrem viel für diesen Weg getan und gearbeitet, auch jahrelang nur daran geglaubt, dass es irgendwie funktionieren wird und ich meinen Weg gehen kann. Ich wusste nicht, wie der Weg aussehen wird, aber ich wollte ihn unbedingt gehen und das macht all das, was ich jetzt habe und wo ich jetzt stehe noch wertvoller, weil ich auch weiß, wie es sich anfühlt, wenn man kommerziell nicht so erfolgreich ist.

Und wenn die Radios deine Musik nicht spielen und man keine Konzerte ausverkauft bekommt, sondern eher vor fünf bis 50 Leuten spielt. Wegen all diesen Erfahrungen, die ich machen durfte, waren die wichtigsten und wertvollsten in meiner musikalischen Karriere, eben vor wenigen Leuten zu spielen und keinen Erfolg zu haben. Wegen all dieser Erfahrungen kann ich auch viel mehr wertschätzen, was ich heute habe. Das ist eigentlich eine schöne Erkenntnis. Ich glaube, man kann einfach so mit den stetigen Erfahrungen und Erlebnissen, die man machen darf, vergleichen, wie es damals war und wie man sich damals gefühlt hat. Und deswegen kann man es vielleicht auch noch mehr wahrnehmen und wertschätzen. Also Vieles, was ich früher ganz selbstverständlich genommen habe, kann ich heutzutage viel krasser wertschätzen. Sei es die Verbindung zu meiner Schwester und zu meinen Eltern. Es war für mich immer absolut selbstverständlich, dass wir uns unfassbar gut verstehen, sie immer da sind und meine Schwester und ich beste Freundinnen sind und wir alles miteinander teilen. Das habe ich auch erst jetzt im ‚Alter’ begriffen, dass das alles eben überhaupt gar nicht selbstverständlich ist.“

LEA plädiert für mehr Wertschätzung der kleinen Dinge und mehr Güte für sich selbst

„Ich habe mir für mich vorgenommen, dass ich ganz bewusst darauf achten möchte, mich mehr damit zu beschäftigen, was ich habe, anstatt mit dem, was ich vielleicht denke, was ich noch haben will oder brauche. Wir alle haben oft dieses Gefühl oder dieses Verlangen, nach etwas zu streben. Wir brauchen noch dies und wir wollen noch das. Und wir beschäftigen uns mit der Frage: ‚Warum habe ich all das nicht?‘ Wir denken selten darüber nach, was wir haben oder was wir in unserem Leben schon gemacht haben. Ich habe immer stärker das Gefühl, dass wir das viel zu schnell vergessen, was wir alles schon erreicht haben, beeinflusst von Werbung und allem, was so den ganzen Tag auf uns einprasselt. Das macht einen unglücklich, wenn man die ganze Zeit darüber nachdenkt, was man nicht hat. Und deswegen habe ich mich ganz aktiv dafür entschieden, mich immer wieder daran zu erinnern, was ich habe.

Das ist gar nicht so einfach. Es fängt damit an, dass ich zum Beispiel abends im Bett liege und ganz oft ist man abends noch gestresst und denkt: ‚Ich habe heute überhaupt nichts geschafft, meine To-Do Liste ist noch genauso lang wie vorher oder noch länger.’ Und dann kriege ich Herzrasen und meine Kreislaufgedanken sagen mir: ‚Ich schaff das alles nicht.’ Und dann denke ich mir so: ‚Stopp! Warte mal kurz’! Dann gehe ich jede Stunde im Kopf durch, jeden Moment des Tages, der irgendwie wichtig war und in dem ich was geschafft habe und in dem ich was gemacht habe. Selbst wenn nicht alles super produktiv war, habe ich ihn vielleicht einfach mit einer tollen Freundin verbracht, die ich lange nicht gesehen habe und wir hatten eine richtig gute Zeit und tolle Gespräche. Es ist schön, die Kleinigkeiten im Leben wieder mehr wertzuschätzen. Die Dinge, die man vielleicht sonst übersieht, weil man sich nur auf die riesen Dinge konzentriert. Aber ich glaube, es macht einen glücklicher, wenn man versucht, die kleinen Dinge im Leben wertzuschätzen.“

Über ihre ‚große’ Schwester, Frauke

„Sie ist aber nur 1,5 Jahre älter als ich. Wir sind schon so nah beieinander. Unser Verhältnis ist eigentlich so wie früher. Wir hatten ganz wenig Phasen im Leben, wo wir uns nicht verstanden haben oder wo wir mal zu weit auseinander waren, wo ich vielleicht noch ein bisschen zu viel Kind und sie schon ein bisschen zu viel Teenie. Wir schätzen uns gegenseitig wert und sind sehr dankbar dafür, dass wir uns haben. Wir haben viel Kontakt, sie ist für mich die wichtigste Person in meinem Leben. Egal um was es geht, sie ist an meiner Seite und das weiß ich. Das ist einfach bedingungslos. Das war früher schon so und das ist heute so und ich glaube, ich liege nicht falsch, wenn ich sage, das bleibt für immer.“

Über die Musik

Jedes Album ist ein Neuanfang. Mit jedem Album geht man so einen ganz neuen Weg. Trotzdem bleibt man aber bei sich selbst und die Alben zuvor sind wie Tattoos, wie ein Tagebucheintrag, es sind Erinnerungen und die bleiben einem ja für immer und ewig erhalten. Das ist das Schöne an Musik, dass man ein Zeitzeugnis von Gefühlen festhält in bestimmten Lebensphasen.

Die Radioshow und der Interview-Podcast „Music Made in Germany“ mit Miriam Audrey Hannah ist seit 2012 die Initiative für die Künstlerszene in Deutschland. Die Plattform leistet einen Beitrag zur Stärkung und Wahrnehmung der Künstler: innen in unserem Land. Die vollständige Sendung „Music Made In Germany“ wird am Sonntag, den 11. Mai 2023 ab 16:00 Uhr auf RPR1., um 18:45 Uhr auf bigFM und um 19.00 Uhr bei RADIO REGENBOGEN ausgestrahlt, das gesamte Gespräch im Interview-Podcast: www.musicmadeingermany.de

RPR1. ist das reichweitenstärkste private Hörfunkprogramm in Rheinland-Pfalz und gehört über die Landesgrenzen hinaus zu den führenden Medienmarken in Deutschland. Mit hoher Informationskompetenz, regionalen Events und Comedy sowie stündlichen Nachrichten aus Reinland-Pfalz ist RPR1. fest bei den Menschen im Südwesten verankert. RPR1. erreicht 1,221 Millionen Hörer pro Tag (ma 2023 Audio I) und generiert 2,037 Millionen Online Audio Sessions pro Monat (ma 2023 IP Audio I). Produziert und verantwortet wird das Programm von der Audiotainment Südwest.

MICHAEL WEILAND

Pressesprecher 
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