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Simone Kriebs

Mit Hypnose die Neujahrsvorsätze umsetzen - Simone Kriebs erklärt, wie man den inneren Schweinehund überlistet

Mit Hypnose die Neujahrsvorsätze umsetzen - Simone Kriebs erklärt, wie man den inneren Schweinehund überlistet
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Kempen (ots)

Simone Kriebs ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und beschäftigt sich seit vielen Jahren erfolgreich mit dem menschlichen Unterbewusstsein. Nach dem Studium der Diplom-Pädagogik absolvierte sie zahlreiche weitere Ausbildungen, unter anderem zur Hypnosetherapeutin und zum Mental-Coach. Neben Retreats, Therapien und Einzel-Coachings bietet sie mittlerweile auch eine Online-Hypnoseausbildung für Coaches an.

Wie sehr alltägliche Situationen mit der Leistung des Gehirns verknüpft sind, zeigt sich am Beispiel der Neujahrsvorsätze. Wohl jeder kennt den Entschluss in der Silvesternacht, sich von Fast Food, Nikotin oder chronischem Bewegungsmangel zu verabschieden. Doch nach den ersten erfolgreichen Tagen kriecht der innere Schweinehund aus seinem Versteck und ruft nach Völlerei. Kurzes mentales Gerangel, dann findet man sich beim Verspeisen einer großen Portion Pommes mit Mayo oder bei der Pausen-Zigarette wieder. Wie es zu solch frustrierendem Scheitern kommen kann? Das erläutert Simone Kriebs im folgenden Beitrag. Außerdem erklärt sie, weshalb Hypnose beim Etablieren neuer Gewohnheiten helfen kann.

Die Macht der Gewohnheit

An Neujahrsvorsätze gehen die Menschen in der Regel sehr diszipliniert heran. Daher ist oftmals ein wenig Überforderung im Spiel und das Ganze kippt über kurz oder lang in die andere Richtung. Hauptsächlich liegt das an fest verankerten Routinen oder Automatismen. Sie sind der Grund dafür, dass man an seinen Vorsätzen scheitert und raucht, obwohl man es eigentlich nicht will oder mitten in der Diät eine Pizza mit extra Käse bestellt.

Tatsächlich laufen hier Programme ab. Programme, die man teilweise schon in der Kindheit zu etablieren begann und die nach und nach zu Gewohnheiten wurden. Dabei fühlt es sich ziemlich normal an, sein Leben an diesen Routinen auszurichten, zumal das Gehirn dafür keine Kapazitäten und keine Bewusstheit benötigt - der Griff in die Chipstüte läuft ebenso vollautomatisch ab wie das Öffnen der Vorhänge am Morgen.

Umprogrammierung mit Hypnose

Im Allgemeinen geht man davon aus, dass es einen Zeitraum von 30 Tagen braucht, um etwas zu verändern und eine neue Gewohnheit zu automatisieren. Manche sagen auch, der Aufbau neuer Verknüpfungen würde 60 oder 90 Tage dauern. So oder so: Mit Hypnose sind Veränderungen sehr viel schneller möglich, weil dabei die bisherigen emotionalen Verknüpfungen aufgelöst werden. Sprich, die alten Gewohnheiten, die den Vorsätzen meist im Wege stehen, werden emotional neutralisiert. Zugleich können die erwünschten Routinen sehr positiv besetzt werden.

Beim Etablieren neuer Gewohnheiten geht es also darum, die alten Programme und Automatismen umzuschreiben. Das funktioniert in der Regel nicht über Suggestionshypnosen, sprich durch die gezielte Beeinflussung seitens des Hypnosetherapeuten, sondern mit erfahrenen Coaches, die individuell auf die einzelne Person und ihre persönliche Situation eingehen können.

Neue neuronale Pfade anlegen

Gewohnheiten zeigen sich im Gehirn als neuronale Schaltkreise, auch Pfade genannt. Das sind Verbindungen zwischen Nervenzellen, die umso stärker werden, je öfter man sie benutzt. Eine häufig ausgeführte Routine gleicht demnach einer Autobahn - eine neue Gewohnheit, die man gerade erst einübt, ist dagegen noch ein kleiner Trampelpfad. In der Hypnose ist es möglich, durch das innere Erleben diesen schmalen Weg schnell zu verbreitern, sodass aus dem anfänglichen Trampelpfad schon in der ersten Sitzung eine Landstraße werden kann. Bereits beim nächsten Termin wird die Straße merklich stabilisiert und man fragt sich schon nach dieser relativ kurzen Zeit, weshalb die Sache bislang so schwierig schien und warum sie jetzt sehr viel leichter ist. Tatsächlich liegt das daran, dass man bei der Hypnose jene Emotionen neutralisiert, die mit der alten Gewohnheit verbunden sind und die Gefühle zu der neuen Routine positiv programmiert. So hat man die Freiheit, seine eigenen Programme umzuschreiben.

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