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Acht Studierende der Hochschule München testen 3D-Druckverfahren in der Schwerelosigkeit eines Parabelflugs für das All

Acht Studierende der Hochschule München testen 3D-Druckverfahren in der Schwerelosigkeit eines Parabelflugs für das All
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Komponenten für die Raumfahrt werden heute auf der Erde entwickelt, getestet und produziert. Trägerraketen transportieren diese ins All. Die Kosten dafür sind immens, die Komponenten während des Starts erheblichen Belastungen ausgesetzt. Ein studentisches Team der Hochschule München forscht im Rahmen des FlyYourThesis!-Programms der Europäischen Weltraumagentur (ESA) an einem Fertigungsverfahren für das All. Bei einem Parabelflug testeten sie ihr Verfahren unter Realbedingungen.

München, 6. November 2020 - Unter dem Projekttitel "AIMIS-FYT" arbeitet ein achtköpfiges studentisches Team des Studienganges Luft- und Raumfahrttechnik an der Hochschule München an einer effizienten Fertigungstechnik für die Raumfahrtindustrie. Das Akronym AIMIS steht für "Additive Manufacturing In Space" und beschäftigt sich mit einem spezifischen 3D-Druckverfahren, um beispielsweise Solarpaneelen oder Antennen unter Bedingungen der Schwerelosigkeit direkt im Weltraum herzustellen. Im Rahmen des ESA-Parabelflugs hatten sie 22 Sekunden Zeit, um ihre Experimente unter Bedingungen der Schwerelosigkeit zu testen.

Komponentenproduktion durch 3D-Druck im All

Ziel des Projekts ist es, Techniken zu entwickeln, um für die Raumfahrt notwendige Elemente direkt im All herzustellen. Statt eines Schicht-für-Schicht Drucks, wie er bei herkömmlichen 3D-Druckern üblich ist, werden die Komponenten unmittelbar durch die dreidimensionale Bewegung des Druckkopfes erzeugt. Mit einem photoreaktiven Harz, das aus dem Druckkopf durch eine Düse gedrückt wird und unter Bestrahlung mit UV-Licht aushärtet, werden Bauteile für die Raumfahrttechnik produziert. Diese Technologie wird auch als "In-Situ Manufacturing" bezeichnet und ermöglicht eine effiziente und agile Produktion vor Ort. Das Harz ist leicht und die Transportkosten dadurch reduziert, die Belastungen der Bauteile während des Raketenstarts entfallen.

Parabelflug: 3D-Verfahren in Schwerelosigkeit testen

Mit der Auswahl für das FlyYourThesis!-Programm ging AIMIS in die Testphase: Bei drei Parabelflügen mit jeweils 30 Parabeln erprobte das Team ihr Verfahren unter Einfluss der Schwerelosigkeit. Für jeweils 22 Sekunden sollten vier grundlegende 3D-Druckoperationen vom AIMIS-FYT-Team durchgeführt werden.

AIMIS-FYT besteht aus den Studierenden Michael Kringer, Torben Schäfer, Christoph Böhrer, Moritz Frey, Fabian Schill, Julius Frick, Manuel Kullmann und Maximilian Strasser. Betreuer ist Prof. Dr. Markus Pietras, Leiter des Masterstudiengangs Luft- und Raumfahrttechnik an der Fakultät Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik.

Gern vermitteln wir einen Interviewtermin mit den Studierenden und Prof. Dr. Markus Pietras.

Kontakt: Christiane Taddigs-Hirsch unter presseinfo@hm.edu oder T 089 1265-1911.

Weitere Informationen: Hintergrundinformationen zu Projekt und Team sind auf den AIMIS-Webseiten einzusehen.

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Die  Hochschule München ist mit rund 500 Professorinnen und Professoren, 750 Lehrbeauftragten und rund 18.000 Studierenden eine der größten Hochschulen Deutschlands. In den Bereichen Technik, Wirtschaft, Sozialwissenschaften und Design bietet sie über 85 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Exzellent vernetzt am Wirtschaftsstandort München, pflegt sie enge Kontakte zur Berufspraxis und engagiert sich in anwendungsbezogener Lehre und Forschung. Die Hochschule München wurde bei EXIST III, IV und EXIST Potentiale als Gründerhochschule ausgezeichnet. Neben Fachkompetenzen vermittelt sie ihren Studierenden unternehmerisches und nachhaltiges Denken und Handeln. Ausgebildet im interdisziplinären Arbeiten und interkulturellen Denken sind ihre Absolventinnen und Absolventen vorbereitet auf eine digital und international vernetzte Arbeitswelt. In Rankings zählen sie zu den Gefragtesten bei Arbeitgebern in ganz Deutschland.
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