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POL-KS: Polizeipräsident Konrad Stelzenbach veröffentlicht Verkehrsunfallstatistik 2022 für Nordhessen

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Kassel (ots)

Nordhessen:

Auch in Nordhessen sind die Unfallzahlen für das Jahr 2022 dem Bundestrend folgend leicht angestiegen. Mit Ende der Corona-Pandemie ist eine Zunahme vom Verkehrsaufkommen zu verzeichnen und damit einhergehend auch ein Anstieg der bei uns registrierten Verkehrsunfälle.

Insgesamt 19.923 Unfälle wurden im Jahr 2022 im Polizeipräsidium Nordhessen bearbeitet. Dies sind 430 Unfälle mehr als im Jahr 2021 und entspricht einer Zunahme von 2,2 %. Im Vergleich mit dem Jahr 2019 mit insgesamt 22.456 Unfällen ergibt sich für 2022 aber noch ein Rückgang der Unfallzahlen um 11,3 Prozent.

Neben der leicht gestiegenen Zahl der Gesamtunfälle fällt bei der Betrachtung des Unfallgeschehens 2022 eine besonders tragische Tatsache ins Auge:

   -	Die Zahl der Getöteten ist deutlich gestiegen

Im Jahr 2022 kamen 38 Menschen bei Verkehrsunfällen in Nordhessen tragischerweise ums Leben. Das waren 35,7 % bzw. zehn Todesopfer mehr als 2021 und leider stellt diese Anzahl an Unfalltoten den Höchstwert der letzten sechs Jahre dar.

"Auch wenn die noch viel höhere Anzahl an Unfalltoten zum Beispiel aus dem Jahr 2012 mit 60 Getöteten und die insgesamt sehr gute Entwicklung der letzten Jahre bei der Betrachtung der Unfälle mit tödlichen Folgen die aktuelle Zahl relativieren, bleibt es unser Anspruch, gerade alles uns Mögliche zu tun, um die Zahl der Verkehrsunfälle mit gravierenden Folgen zu reduzieren", erläutert Stelzenbach.

Die polizeiliche Verkehrssicherheitsarbeit orientiert sich dabei an der "Vision Zero", einem gemeinsamen europäischen Bestreben zur Reduzierung schwerer Unfallfolgen. Zur Erfüllung dieses Ziels werden die Hauptunfallursachen aufgeschlüsselt, neue Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien einbezogen und die strategische Zusammenarbeit mit den Kommunen, den Landesbehörden, den Trägern der Verkehrssicherheitsarbeit sowie Jagd-, Forst-, und Agrarbetrieben weiterhin themenspezifisch intensiviert.

Bei einem Blick auf die Ursachen, die zu den Unfällen mit Todesfolge geführt haben, wurde in neun Fällen überhöhte Geschwindigkeit verzeichnet und in fünf Fällen wurde Alkoholeinfluss festgestellt. Zwei Faktoren, die in jedem Jahr verantwortlich für eine Vielzahl von Unfällen mit gravierenden Folgen sind.

Die Notwendigkeit polizeilicher Kontrollen und die Wichtigkeit der polizeilichen Präventionsarbeit zeigt sich unter anderem aber auch bei zwei weiteren Auffälligkeiten im Rahmen der Betrachtung der tödlichen Unfälle: Neun Verkehrsbeteiligte, die bei Unfällen im Jahr 2022 verstorben sind, waren nicht angegurtet und fünf der insgesamt sieben getöteten Radfahrer trugen keinen Fahrradhelm.

   -	Anstieg bei Unfällen mit Verletzten

Bei den Verkehrsunfällen mit Schwerverletzten ist leider ebenfalls ein Anstieg von 9,4 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Insgesamt 581 Unfälle mit Schwerverletzten, 50 Unfälle mehr als 2021, sind bei uns in dieser Unfallkategorie registriert worden und dies entspricht in etwa dem Landestrend mit einem Anstieg von 9,7 %. Auch bei den Verkehrsunfällen mit Leichtverletzten mussten wir einen Anstieg um 13,2 % bzw. 245 Unfälle auf insgesamt 2.097 verzeichnen. 698 Menschen wurden 2022 im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen im Bereich Nordhessen schwer verletzt und 2.821 Personen trugen leichte Verletzungen davon. Dies entspricht einer Zunahme von 12,6 % (Schwer-) bzw. 13,1 % (Leichtverletzte).

   -	Polizeiliche Ziele mit Schwerpunkten

"Neben dem Ziel der Reduzierung von Verkehrsunfällen durch die Bekämpfung der Hauptunfallursachen überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit, Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss sowie Ablenkung während der Fahrt, z. B. durch Handynutzung, werden wir uns bei der Verkehrssicherheitsarbeit, wie zuletzt im Aktionszeitraum vom 15.05. bis 28.05.2023, weiterhin verstärkt den schwächeren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern widmen", erklärt Stelzenbach.

Die Gesamtunfallstatistik vom Polizeipräsidium Nordhessen sowie die Verkehrsunfalllagebilder für Stadt und Landkreis Kassel sind dieser Presseinformation beigefügt und können zeitnah, zusammen mit den Unfallstatistiken für die Landkreise Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner, auf der Internetseite des Polizeipräsidiums Nordhessen unter https://ppnh.polizei.hessen.de/Ueber-uns/Regionales/Verkehrsunfallstatistik/ eingesehen werden.

Rückfragen bitte an:

Dirk Bartoldus, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0561-910 1008

Polizeipräsidium Nordhessen
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Pressestelle

Telefon: +49 561 910 1020 bis 23
Fax: +49 611 32766 1010
E-Mail: poea.ppnh@polizei.hessen.de

Außerhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: +49 561-910-0
E-Mail: ppnh@polizei.hessen.de

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