POL-PPMZ: Mainz - Konsequenter Kontrolldruck an der Kaiserstraße: Polizei zieht erste Zwischenbilanz
Mainz (ots)
Im Rahmen der intensivierten Maßnahmen zur Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität zieht die Mainzer Polizei eine erste Bilanz nach zwei Wochen verstärkter Präsenz im Bereich der Kaiserstraße und der angrenzenden Grünanlagen.
An insgesamt neune Kontrolltagen innerhalb der ersten zwei Märzwochen legten die Einsatzkräfte einen deutlichen Schwerpunkt auf Personenkontrollen und die Durchsetzung von Aufenthaltsverboten.
Die intensive Kontrolltätigkeit spiegelt sich in einer umfassenden Statistik wider:
Personenkontrollen: 140 Personen wurden kontrolliert, davon 128 durchsucht.
Gefahrenabwehr: Es wurden 43 Platzverweise ausgesprochen sowie 13 längerfristige Aufenthalts- und Betretungsverbote (Dauer: 3 Monate) erteilt. In einem Fall war eine Ingewahrsamnahme zur Durchsetzung erforderlich.
Strafanzeigen: Insgesamt 28 Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet, darunter 21 wegen illegalen Handels mit Cannabis (KCanG) und eines wegen Kokainhandels. Weitere Anzeigen betreffen Verstöße gegen das Waffengesetz und Diebstahlsdelikte.
Sicherstellungen: 8 Messer (u. a. Butterfly- und Einhandmesser, Rasiermesser), 1 Schlagring, 4 Pfeffersprays sowie ein entwendeter Nothammer aus einem Bus.
Rauschgift & Bargeld: Über 200 g Marihuana, verkaufsfertig portionierte Mengen Kokain, verschreibungspflichtige Medikamente, eine Flasche Lachgas sowie weit über 1.000 Euro Bargeld in kleinen Scheinen, also sogenannter szenetypischer Stückelung.
Die Kontrollen förderten teils kuriose, teils hochaggressive Situationen zu Tage, die die Notwendigkeit der polizeilichen Präsenz unterstreichen:
Ein 22-Jähriger sprach in einer Grünanlage zwei Passanten an und fragte, ob diese "etwas brauchen". Dass es sich dabei um Polizeibeamte in zivil handelte, realisierte er erst bei der anschließenden Kontrolle. Er führte 21 verkaufsfertige Tütchen Marihuana mit sich.
Ein 30-jähriger, aggressiver Mann fixierte die Beamten, ohne diese zu erkennen, mit den Worten "jetzt gleich eskalierts" und geballten Fäusten. Bei der Kontrolle des Mannes wurde ein Rasiermesser sichergestellt.
Ein 45-jähriger Mann wurde an drei aufeinanderfolgenden Tagen beim Dealen erwischt. Nachdem ihm mehrfach Bargeld und Drogen abgenommen worden waren, drohte er damit, mutwillig Autos zu beschädigen. Die Polizei reagierte konsequent mit einer präventiven Ingewahrsamnahme, mehreren Strafanzeigen und einem dreimonatigen Betretungsverbot für den Bereich.
Im Bereich des 117er Ehrenhofs und der Christuskirche steht die Polizei im Austausch mit Anwohnern und Schulleitungen. Schulleitungen berichteten, dass Schüler vereinzelt auf Drogenkäufe angesprochen wurden. Die Polizei behält dies im Blick. Nach gezielter Observation konnten zwei Händler (30 und 40 Jahre alt) festgenommen werden. Eine Anwohnerin bedankte sich ausdrücklich bei den Einsatzkräften: Einer der Festgenommenen sei täglich vor Ort und habe gezielt Kontakt zu Jugendlichen gesucht.
Die Mainzer Polizei wird den Kontrolldruck im Bereich der Kaiserstraße auch in den kommenden Wochen hochhalten, um die offene Betäubungsmittelkriminalität zurückzudrängen und den öffentlichen Raum für Bürgerinnen und Bürger sicher zu gestalten.
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