Pressemitteilung

Zeugen einer vergangenen Epoche: "Rollin' Home - Die letzte Fahrt der Kap Horniers" Sendetermin: Freitag, 23. Mai, 20.15 Uhr, NDR Fernsehen

2003-05-22T10:20:53

    Hamburg (ots) - Sie sind die Letzten ihrer Art, Zeugen einer vergangenen Epoche der Segelschifffahrt. Auf Frachtseglern haben sie gegen haushohe Wellen gekämpft, das berühmte und sturmumtoste Kap am Südzipfel des amerikanischen Kontinents umrundet. Der jüngste Kap Hornier ist 80 Jahre alt. Er bezwang das Kap der Stürme 1939 mit der Viermastbark "Priwall". Es war die letzte Reise eines Frachtseglers auf dieser gefährlichen Strecke.

    Jetzt, 64 Jahre später, findet die Geschichte der Kap Horniers ein vorläufiges Ende: Sie haben am 14. Mai bei ihrem Treffen im französischen St. Malo ihren Internationalen Freundschaftsbund aufgelöst. Die Mitglieder werden immer weniger. Mit diesem exklusivsten Klub der Welt, der "Amicale Internationale des Capitaines au Long-Cours Cap Horniers" (AICH), ist ein Stück Seefahrtsgeschichte zu Ende gegangen.

    In "Rollin' Home" beobachtet Steffen Gurr die alten Herren bei ihrem Abschiedstreffen, berichtet von ihren Seemanns- und Lebensgeschichten und erzählt eine der legendären Reisen von Hamburg um Kap Horn nach Chile. Zu Wort kommen in der Reportage unter anderem aus:

    Cuxhaven: Heiner Sumfleth (81), Grand Mât im AICH.

    Kiel Holtenau: Hans Peter Jürgens (80), Chef der deutschen Sektion des AICH.

    Oldenburg: Karl Born (92). Der Kap Hornier gründete nach dem Krieg den ersten Seenot Rettungsdienst der Welt. Außerdem war er im Kinogeschäft aktiv, für sein Engagement und Förderung der Kinolandschaft wurde ihm das Filmband in Gold verliehen.

    Flensburg: Bruno Pichner (80) war 1939 bei der letzten Fahrt der Viermastbark "Priwall" um Kap Horn dabei. Wegen des Zweiten Weltkrieges musste er im Anschluss zwei Jahre in Chile bleiben, bis er auf zahlreichen Umwegen wieder nach Deutschland reisen konnte.

    Hamburg: Otto Letz. Den Kap Hornier verbindet eine inzwischen 68-jährige Freundschaft mit Wolfgang Loehde (82). Dieser segelte als einst jüngster Kap Hornier mit 14 Jahre erstmals auf einem Frachtsegler mit. Wolfgang Loehde lebt heute in Wiesbaden, wurde nach dem Krieg Buchautor und hat als Redakteur für die Zeitschrift Stern und für das ZDF gearbeitet.

    Hamburg: Helmut Schmieder, Kap Hornier auf den letzten beiden Reisen des Frachtseglers "Padua", die heute noch als "Krusenstern" unter russischer Flagge segelt.

21. Mai 2003/IB

ots-Originaltext: NDR Norddeutscher Rundfunk

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