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14.03.2007 – 10:43

terre des hommes Deutschland e. V.

14.3.2007: Internationaler Aktionstag gegen Staudämme Burma/Thailand: terre des hommes fordert sofortigen Stopp des Salween-Staudamm-Projektes
Hilfswerk befürchtet Flucht und Vertreibung aus Burma

Osnabrück (ots)

Das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre
des hommes hat die Pläne zum Bau von Staudämmen am Salween-Fluss in 
Thailand und Burma kritisiert. Insbesondere in Burma befürchtet terre
des hommes die Zwangsvertreibung tausender Menschen aus Dörfern 
entlang des Flusses. Seit Jahren existieren Flüchtlingslager im 
burmesisch-thailändischen Grenzgebiet. Hier leben vor allem Menschen,
die vor dem repressiven Militärregime in Burma fliehen mussten. Nach 
Auffassung von terre des hommes führt der Bau der Staudämme zu 
gewaltsamen Vertreibungen, in deren Folge ein starker Zustrom von 
Flüchtlingen in den Lagern zu befürchten sei. terre des hommes 
betreut mehrere Flüchtlingslager im Grenzgebiet. Etwa zehn Millionen 
Menschen aus 13 ethnischen Gruppen leben im Einzugsgebiet des 
Salween-Flusses. Mehr als  90 Dörfer seien bereits geräumt worden, 
die Militärpräsenz in den betroffenen Gebieten wurde erhöht. Zur 
Umsetzung des Projektes müssten große Gebiete geflutet werden, 
während andere Regionen von der Wasserversorgung abgekoppelt würden. 
»Der Bau der Staudämme wird zur Zerstörung der Lebensgrundlage vieler
Menschen und Tiere führen «und muss deshalb gestoppt werden«, so 
terre des hommes-Expertin Iris Stolz.
In den vergangenen  Jahren musste das Bauprojekt auf Grund 
ungeklärter Finanzierung mehrfach zurückgestellt werden. Im Februar 
stellte die thailändische Elektrizitätsgesellschaft (EGAT), einer der
Hauptprojektträger, zusätzliche Finanzmittel in Aussicht. 
Menschenrechtsorganisationen befürchten nun einen baldigen Beginn der
Baumaßnahmen.
Im Rahmen einer Kampagne zum Erhalt der biologischen und 
kulturellen Vielfalt unterstützt terre des hommes den Protest von 
Menschenrechtsgruppen in Burma und Thailand gegen das 
Salween-Staudamm-Projekt. Der 14. März wurde vor zehn Jahren von 
Umweltgruppen zum internationalen Aktionstag gegen Staudämme erklärt.
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Rückfragen: Iris Stolz, Tel. 05 41/71 01-132; Mail:I.Stolz@tdh.de

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