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12.12.2012 – 18:00

ifaa - Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.

Hundt, Kannegiesser und Stowasser fordern verstärkte Anstrengungen gegen den Fachkräftemangel

Düsseldorf (ots)

BDA-Präsident und Gesamtmetall-Ehrenpräsident auf der Jubiläumsveranstaltung zum 50-jährigen Bestehen des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft, ifaa

"Die Fachkräfteengpässe in Deutschland werden sich durch den demografischen Wandel und Mängel im Bildungssystem weiter verschärfen: Die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter wird sich bis 2030 von heute rund 50 Millionen um rund acht Millionen verringern" - davor warnte Dr. Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) auf der Festveranstaltung zum 50. Jubiläum des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft am 12. Dezember in Düsseldorf. Gemeinsam mit Martin Kannegiesser, Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, und Professor Sascha Stowasser, Direktor des ifaa, forderte Hundt auf allen Ebenen verstärkte Anstrengungen gegen den Fachkräftemangel.

Für den BDA-Präsidenten gilt es deshalb, "das Bildungsniveau anzuheben, die Erwerbsbeteiligung vor allem von Frauen, Älteren, Migranten und behinderten Menschen weiter zu erhöhen und Deutschland für qualifizierte Fachkräfte auch aus dem Ausland attraktiver zu machen". Gesamtmetall-Ehrenpräsident Martin Kannegiesser bestätigte die von Hundt erwähnten Probleme im Bildungswesen und hob den Einsatz der Tarifparteien unter anderem zur Förderung schwächerer Jugendlicher hervor. Es komme aber nicht nur darauf an, mehr jungen Menschen den Weg ins Berufsleben zu ebnen, sondern auch darauf, ältere Mitarbeiter länger im Arbeitsleben zu halten: "Viele können und wollen das - und auch deshalb ist die Rente mit 67 ein Meilenstein, hinter dem man nun nicht zurückbleiben darf", erklärte Kannegiesser.

"Durch alternsgerechte flexible Arbeitszeitgestaltung insbesondere bei Schichtarbeit sowie die ergonomische Auslegung des Arbeitsumfeldes" ist es nach Auffassung von ifaa-Direktor Professor Sascha Stowasser möglich, "dass Ältere länger hochproduktiv am Arbeitsleben teilnehmen können". Das ifaa begleite Unternehmen hier mit passgenauen Lösungen. "Es gibt nicht die eine Patentantwort auf die demografische Herausforderung", so Stowasser. Zugleich seien arbeitswissenschaftlich fundierte Konzepte für die Unternehmen gefordert, wie auch jüngere Beschäftigte mit Unterstützung durch ein betriebliches Gesundheitsmanagement ihre Leistungsfähigkeit erhalten können.

Stowasser betonte in diesem Kontext aber auch den wichtigen Aspekt der Eigenverantwortung für die persönliche Gesundheit.

Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie tragen das ifaa seit seiner Gründung vor 50 Jahren. Gesamtmetall-Ehrenpräsident Kannegiesser erklärte bei der Jubiläumsveranstaltung: "Mit der Gründung des ifaa haben die M+E-Verbände den Dienstleistungscharakter gegenüber ihren Mitgliedsunternehmen erheblich gestärkt. Den Unternehmen nicht nur rechtlich, sondern auch arbeitswissenschaftlich Unterstützung und Beratung zu tariflichen Themen geben zu können, ist in der Verbandswelt einzigartig!" Die Reputation des Instituts strahle weit über den M+E-Bereich hinaus, so Kannegiesser weiter: "Insoweit dient das ifaa nicht nur den Unternehmen und Verbänden der M+E-Industrie, sondern der deutschen Wirtschaft insgesamt." "50 Jahre ifaa bedeuten 50 Jahre hervorragende und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände", betonte BDA-Präsident Dieter Hundt.

Die Festveranstaltung zum 50. Jubiläum des ifaa fand statt im Düsseldorfer Hotel Steigenberger. Neben Dieter Hundt, Martin Kannegiesser und ifaa-Direktor Sascha Stowasser waren auch Peter Grass, Vorstandsvorsitzender des ifaa sowie Bereichsleiter und Mitglied des Aufsichtsrats der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH, sowie Professor Ralph Bruder, Präsident der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft, Festredner.

Die Gründungsversammlung des ifaa fand am 18. Dezember 1962 in Köln statt.

Pressekontakt:

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Düsseldorf,Telefon: 0211 542263-24, d.werry@ifaa-mail.de,
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